Waiblingen

Bilder: Kulinarischer Weinweg

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Der Kulinarische Weinweg bietet die ideale Kulisse, um unbeschwert das Leben zu genießen. © www.7aktuell.de | Daniel Boosz
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Der Kulinarische Weinweg bietet die ideale Kulisse, um unbeschwert das Leben zu genießen. © www.7aktuell.de | Daniel Boosz

Kernen-Stetten. Gäbe es Michelinsterne für schöne Weinfeste – der kulinarische Weinweg in Stetten hätte gewiss drei verdient. Über Pfingsten waren die Weinberge rund um die Yburg für Weingenießer wieder eine lohnenswerte Adresse.

„Jetzt haben wir 18 Uhr, da kommt noch was“, sagt Wengerter Matthias Kurrle kurz nachdem es aufgehört hat zu regnen. „Das kurze Gewitter – nicht der Rede wert“, findet sein Kollege Jochen Eißele. Beide behalten recht: Nach dem Schauer geht das Genusswandeln am Samstagabend rund um die Weinberglagen Pulvermächer, Lindhälder und Brotwasser erst richtig los.

„Wir hatten Superglück mit dem Wetter“

Dasselbe am Sonntag: Nach dem Regen am Vormittag kommt nachmittags die Sonne heraus. „Wir hatten Superglück mit dem Wetter“, sagt Wengerter Jochen Eißele. „Wir hatten kaum Zeit, rauszuschauen, das sagt einiges über den Andrang.“

Es gibt nicht mehr viele freie Plätze. Stände und Weingläser füllen sich, die Helfer an den Ständen rotieren, teilweise bis in die frühen Morgenstunden, die Tische sind überall besetzt, es wird gelacht und über Weine philosophiert oder ganz einfach mit Blick ins Remstal angestoßen. „Unsere Mitarbeiter sind auf proppenvolle Tage eingestellt“, bestätigt Gastronom Rolf Schlegel. In den mobilen Cateringküchen werden Porzellanteller gerichtet, sehenswert auf Restaurant-Niveau.

„Jeder fährt hier seine besten Produkte auf“

Die Stimmung ist auch bei Hochbetrieb entspannt, was mit der ganzen Aufmachung des kulinarischen Weinwegs zu tun hat: weiße Pagodenzelte, dekorierte Tische, qualitativ hochwertige Weine und eine gehobene Gastronomie abseits üblicher Festles-Küche. „Jeder fährt hier seine besten Produkte auf, das kann man schon sagen“, sagt Wengerter Matthias Kurrle.

Stetten sei durch die vielen Weinbaubetriebe und die Weingärtnergenossenschaft in der luxuriösen Lage, Wein in großer Vielfalt zu bieten. Die Eleganz, das Fruchtspiel und ihre frische Säure verdanken die Weine unter anderem dem geologisch belebten Untergrund, erklärt Kurrle: Alle paar Hundert Meter wechselt das Gestein.

Die Vielfalt der Geschmäcker

Es sei nicht selten, dass eine Rebsorte auf zwei verschiedenen Böden innerhalb einer Weinlage wachse, so Kurrle. „Das macht die Vielfalt der Geschmäcker so interessant.“ Die Weinkarten der neun teilnehmenden Weingüter und der Weingärtnergenossenschaft geizen nicht mit Abwechslung: Von leichten Sommer- und Festweinen bis zur Chardonnay Spätlese, Gewürztraminer Auslese und voluminösen Barriqueweinen aus Merlot und Cabernet reicht die Palette.

Wer partout im reichhaltigen Weinangebot nicht fündig wird, hat andere Beeren im Glas: „Wild Berry“ oder die „Wilde Hanna“, in der Muskattrollinger Rosé, Riesling und Johannisbeerperlwein den Geschmack der überwiegend jüngeren Generation treffen, die laut Matthias Kurrle in den vergangenen Jahren vermehrt das Weinfest für sich entdeckt.

40 Jahre alte Rieslingstöcke

Bei den schwülwarmen Temperaturen machen aber die Weißweintrinker den größten Teil der Besucher aus. Kaum ein Tisch, eine Lounge-Bank aus Paletten oder ein Stehtisch, an dem nicht ein kühler Riesling oder Weißburgunder an den Glasrändern beschlägt. Riesling darf eh auf keiner Karte fehlen. Stetten sei auf der Yburg-Seite vom Riesling geprägt, sagt Kurrle.

40 Jahre alte Rieslingstöcke seit der Rebflurbereinigung rund um Stetten bringen vielschichtige Weine hervor. Die Einzellagen in Terrassenform sind die Heimat des berühmten Brotwassers, der am Stand des Weinguts Herzog von Württemberg ein besonderes Bonbon für Riesling-Liebhaber bietet.

Goldenen Aussicht 

Durch den geschützten und durch das Hofgut verbreiteten Namen Brotwasser sei auch die angrenzende Lage Pulvermächer bekannt geworden, sagt Wengerter und Weinbautechniker Jochen Eißele, an dessen Stand der Riesling Gutswein in den Abendstunden gefragt ist. Auch Roséweine laufen gut bei den Temperaturen.

Außer den Weinen hat sich auch die Qualität des beim kulinarischen Weinweg gebotenen Essens herumgesprochen. Aus dem Remstal, aus Stuttgart und Esslingen kommen Besucher, schlendern weinglasschwenkend durch die Reben oder schwärmen von der „goldenen Aussicht hier oben“, wie Conny Braun und René Seel aus Schwäbisch Gmünd: „Wir sind überzeugte Remstal-Gänger, das Fest lassen wir so gut wie nie aus.“

Sie sind bei drückender Hitze den Berg hinaufgewandert. „Als Erstes habe ich mir einen Stuhl geschnappt und mich in die Reben gesetzt, um Schatten zu haben“, sagt Conny Braun. Nach dem Regenschauer starten sie zur großen Probierglasrunde, bei der sie „möglichst keinen Genusspunkt auslassen möchten“.

Einschätzungen zur aktuellen Lage im Wengert

  • „Der Frost im April hat eine Delle gegeben, dafür explodiert es jetzt“, sagt Wengerter Matthias Kurrle. Bei einigen Sorten seien die Triebe schon zehn Zentimeter groß gewesen, die in einer Nacht mit minus sechs Grad im April erfroren seien.
  • Durch den jetzt einsetzenden Neuaustrieb ergibt sich laut Matthias Kurrle für den Weinbau eine seltene Situation: Die Triebe, die den Frost überlebt haben, fangen in wenigen Tagen an zu blühen; die neuen hingegen erst in einigen Wochen. Dadurch könnte es zwei Generationen von Trauben einer Rebsorte geben, gibt Kurrle eine verhaltene Prognose ab. „Vielleicht gleicht es sich auch wieder aus, vielleicht müssen wir aber auch zweimal hintereinander lesen.“
  • Beim Gang durch die Weinberge sind derzeit die kleinen Träublein zu sehen, die noch winzig und grün am Stock hängen. Der Wengerter spricht kurz vor der Blüte von „Gescheinen“.