Waiblingen

Bittere Niederlage: Martin Staab als Radolfzeller Oberbürgermeister abgewählt

Martin Staab Radolfzell
Martin Staabs Pressefoto im Wahlkampf. © Staab

Eine bittere Wahlniederlage muss der frühere Erste Bürgermeister von Waiblingen (2000 bis 2013) an seiner seitherigen Wirkungssttätte Radolfzell einstecken: Am Sonntag (17.10.) haben ihn die Bürgerinnen und Bürger als Oberbürgermeister abgewählt.

Nix war's in jedem Fall mit dem von Wahlbeobachtern noch erwarteten Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Herausforderer Simon Gröger. Richtig lagen sie in ihrer Einschätzung, dass der Tuttlinger Wirtschaftsförderer ein aussichtsreicher Kandidat fürs Amt des Radolfzeller OB sein könnte.

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Die Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses und Bürgermeisterin Monika Laule gratuliert dem neu gewählten Oberbürgermeister Simon Gröger. © Stadtverwaltung Radolfzell

Als am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr alle Wahlbezirke ausgezählt waren, konnte sich Simon Gröger über herausragende 83,32 Prozent Zustimmung freuen. Die Gemeinderatsmehrheit aus CDU, Grünen und SPD hatte den Mann als Gegenkandidaten zu Staab aufgestellt und sich offen für ihn ausgesprochen.

Nur 13,9 Prozent machen ihr Kreuz beim amtierenden OB

Martin Staab hingegen hatte offenbar nicht nur beim Gemeinderat und rathausintern an Rückhalt verloren, sondern auch in der breiten Bevölkerung: Nur 13,92 Prozent hätten ihn gern weitere acht Jahre als Oberbürgermeister von Radolfzell gehabt.

So gut wie gar keine Beachtung fand der dritte Kandidat, der maue 2,55 Prozent der Stimmen erhielt. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,58 Prozent.