Waiblingen

Bosch Healthcare: Umzug innerhalb von Waiblingen abgeschlossen

Bosch Helthcae
Das Bosch-„Hochhaus“ direkt an der Bahnlinie. © Gabriel Habermann

Nicht erst seit der Corona-Pandemie boomt der Medizintechnik-Sektor. Und mit ihm Bosch Healthcare mit Sitz in Waiblingen. Die Vivalytic-Geräte sind im Kampf gegen Sars-CoV2 gefragt, weil sie Ergebnisse von PCR-Tests in weniger als einer Stunde liefern. Zum Jahreswechsel 2021/2022 ist das Unternehmen vollständig in das sogenannte Bosch-„Hochhaus“ an der Alten Bundesstraße umgezogen, das vorher bis auf den Beton entkernt und von Grund auf saniert wurde. Dort beschäftigt Bosch Healthcare nunmehr 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Tendenz steigend.

Zum Vergleich: 2015 hatte das Unternehmen 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu besetzen sind grundsätzlich Positionen für Interessenten aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich wie Medizintechnik, Biologie und Ingenieurwissenschaften sowie für Kaufleute in Logistik und Einkauf.

Labor, Logistik, Fertigung und Büros

2019 begann die Sanierung des prägenden Gebäudes aus dem Baujahr 1969. Die alte Fassade wurde demontiert, ebenso die Innenausstattung und Haustechnik. Im Erdgeschoss wurde ein neuer Anbau als Foyer und für die Logistik errichtet. Hier befinden sich die Arbeiten derzeit in der Endphase. Was befindet sich jetzt im Haupthaus? Die Fertigung mit Reinräumen ist im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss untergebracht. Die Labore sind im zweiten Obergeschoss, die Büros in der dritten und der vierten Etage. Erweiterungsmöglichkeiten bestehen in Gebäuden der benachbarten Bosch-Verbindungstechnik.

In den Büros mit bester Aussicht und topmoderner Ausstattung liegt die Home-Office-Quote mit rund 50 Prozent pandemiebedingt weiterhin recht hoch. Nach dem Prinzip des „Desk-Sharing“ haben die Mitarbeiter keine festen Schreibtische, sondern suchen sich täglich einen. So sollen Büroflächen effizient genutzt werden. Dass sich Kolleginnen und Kollegen in der einzigen, dafür nach Art eines Cafés gestalteten Kaffeeküche des Hauses treffen, ist laut Geschäftsführer Marc Meier durchaus wünscht. Der Austausch zwischen den Abteilungen sei Teil der Unternehmenskultur. Im Gebäude besteht Maskenpflicht.

Sicher bei allen Varianten des Coronavirus

Im Labor stehen 100 Vivalytic-Geräte für Tests bereit, die theoretisch rund um die Uhr laufen können. Entwickelt wird nicht nur für Sars-CoV2, sondern ein weiteres Augenmerk liegt auf multiresistenten Keimen. „Für Krankenhäuser spielt die zielsichere Erkennung eine wichtige Rolle, da sie eine schnelle Entscheidung darüber ermöglicht, ob Patienten auf eine Isolierstation müssen oder nicht“, sagt Geschäftsführer Marc Meier. Was Coronaviren anbelangt, kann die Vivalytic-Technik alle bekannten Varianten detektieren – und nach Einschätzung der Experten wahrscheinlich auch zukünftige.

Die Analysiergeräte sind also für flexible Einsätze geeignet. Entscheidend ist die Test-Kartusche, mit der sie bestückt werden. Besonders für den Einsatz am Ort der Probenentnahme wie etwa in Arztpraxen und Apotheken sei die Technologie geeignet, meint Marc Meier. „Die Zentrallabors werden wir aber nicht ersetzen können.“ Außer auf die Vivalytic-Molekulardiagnostik setzt Bosch Healthcare auf die für Asthmapatienten entwickelten Vivatmo-Messgeräte, die ebenfalls in Waiblingen hergestellt werden.

Powertrain Solutions: Automobilbranche mit Problemen

Vom Standort am Waiblinger Tor, wo die ehemals zu Bosch gehörende Verpackungstechnik unter dem Label Syntegon beheimatet ist, haben sich die Medizintechniker zurückgezogen - und haben an der Alten Bundesstraße alle Mitarbeitenden der Healthcare Solutions zusammengefasst. Außer mit der Medizintechnik ist der Bosch-Konzern am Standort mit einer Gesamtbelegschaft von rund 1000 Menschen unweit des Waiblinger Bahnhofs noch mit den Sparten Powertrain Solutions und Industrial Additive Manufacturing vertreten. Die Probleme des Auto-Sektors machen vor dem Standort Waiblingen nicht halt. „Auch der Bereich Powertrain Solutions am Standort Waiblingen ist von der weltweiten Entwicklung an den Automobilmärkten betroffen“, räumt Christian Privat, kaufmännischer Werkleiter, ein. Prognosen der Auftragsvolumen würden zunehmend schwieriger. Wichtig sei daher, „möglichst flexibel auf die aktuellen Schwankungen am Markt zu reagieren“.

Nicht erst seit der Corona-Pandemie boomt der Medizintechnik-Sektor. Und mit ihm Bosch Healthcare mit Sitz in Waiblingen. Die Vivalytic-Geräte sind im Kampf gegen Sars-CoV2 gefragt, weil sie Ergebnisse von PCR-Tests in weniger als einer Stunde liefern. Zum Jahreswechsel 2021/2022 ist das Unternehmen vollständig in das sogenannte Bosch-„Hochhaus“ an der Alten Bundesstraße umgezogen, das vorher bis auf den Beton entkernt und von Grund auf saniert wurde. Dort beschäftigt Bosch Healthcare

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