Waiblingen

Bund gibt Millionen für Wasserstoff-Tankstelle: OB pocht auf Bau in Waiblingen

Wasserstoff
„Tag des Wasserstoffs“ in Waiblingen (v.l.n.r.): Frank Schöller (Stadtwerke), Richard Sigel (Landrat), Michael Theurer (Staatssekretär), André Steinau (GP Joule), Bernhard Zipp (Stadtwerke), Sebastian Wolf (OB), Professor Ralf Wörner (Hochschule Esslingen). © Büttner

Für eine künftige Wasserstoff-Tankstelle in Waiblingen soll auch der nötige Wasserstoff vor Ort erzeugt werden. Bei einem „Tag des Wasserstoffs“ hat der Bund nun offiziell die Förderzusage von knapp 5,3 Millionen Euro übergeben. Damit sollen ein Elektrolyseur, der den Wasserstoff produziert, und die Tankstelle gebaut werden. Die Stadt wünscht sich das alles auf dem eigenen Gebiet. Dass die Wasserstoff-Infrastruktur hier gebaut wird, ist aber nicht definitiv gesichert, da erst noch eine Ausschreibung durchgeführt werden muss.

Für den Bau würde die Stadt ein Grundstück am „Waiblinger Tor“ zur Verfügung stellen, am westlichen Ende des Parkplatzes, zwischen Dehner und „Seats and Sofas“. Die Voraussetzungen seitens der Stadt seien erfüllt, so Pressesprecherin Gabriele Simmendinger.

Dass Elektrolyseur und Wasserstoff-Tankstelle auf Waiblinger Markung gebaut werden, sei die Voraussetzung dafür, dass die Stadt einen Teil der Kosten trägt, sagte Oberbürgermeister Sebastian Wolf bei der offiziellen Übergabe der Fördermittel. Das sei auch der Anspruch der Kreisstadt. 

Der Elektrolyseur wird von der Projektgesellschaft „hy.waiblingen“ (HY steht für Hydrogen, also Wasserstoff) gebaut. In ihrer aktuellen Pressemitteilung heißt es: Der Testbetrieb solle Ende 2023 starten. Und: „In Waiblingen wird der grüne Wasserstoff ab Anfang 2024 für Busse, Lkws und Pkws an einer öffentlichen Tankstelle erhältlich sein. Zusätzlich sollen zehn Brennstoffzellenbusse emissionsfrei im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden.“

„hy.waiblingen“ wurde von den Stadtwerken und dem Unternehmen GP Joule aus Norddeutschland gegründet. Dessen Chef André Steinau und der Technische Leiter der Stadtwerke, Bernhard Zipp, nahmen in Waiblingen die Förderzusage des Bundes entgegen von Michael Theurer (FDP), dem parlamentarischen Staatssekretär des Verkehrsministeriums.

Die Energiewende koste viel Geld, das aber gerade an dieser Stelle gut investiert sei, so der Waiblinger OB. Neben dem Betanken von Fahrzeugen könne die Abwärme des Elektrolyseurs für eine Energiezentrale der Stadtwerke genutzt werden, etwa für Nahwärme.

Neben dem Klimaschutz gehe es angesichts der aktuellen Weltlage mehr denn je darum, Energie vor Ort zu erzeugen. Ausdrücklich dankte der Waiblinger Oberbürgermeister Landrat Richard Sigel und seinem Amtsvorgänger Andreas Hesky, ohne die es das Projekt nicht gäbe.

Am Freitag hat auch das Land einen Wasserstoff-Förderbescheid übergeben: Mit elf Millionen Euro wird der Bau einer „Neckar-Pipeline für grünen Wasserstoff“ zwischen Esslingen und Stuttgart unterstützt.

Für eine künftige Wasserstoff-Tankstelle in Waiblingen soll auch der nötige Wasserstoff vor Ort erzeugt werden. Bei einem „Tag des Wasserstoffs“ hat der Bund nun offiziell die Förderzusage von knapp 5,3 Millionen Euro übergeben. Damit sollen ein Elektrolyseur, der den Wasserstoff produziert, und die Tankstelle gebaut werden. Die Stadt wünscht sich das alles auf dem eigenen Gebiet. Dass die Wasserstoff-Infrastruktur hier gebaut wird, ist aber nicht definitiv gesichert, da erst noch eine

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