Waiblingen

CDU: Alte B 14 um eine Spur verringern

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Kreuzung Waiblingen Alte B 14
Die CDU wünscht sich an dieser Kreuzung einen Kreisverkehr. © Büttner / ZVW
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Die Fußgängerfurt zur Wasserturmsiedlung.

Waiblingen. Die Alte B 14 entlang des Röteparks ist eine der meistbefahrenen Straßen in Waiblingen. Geht es nach einem Haushaltsantrag der CDU-Fraktion, soll sie im Zuge der geplanten Baumaßnahmen in diesem Bereich auf eine Fahrspur verengt, die Kreuzung mit der Jesistraße zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. Schon jetzt machte die Verwaltung allerdings wenig Hoffnung auf eine Realisierung. Der Antrag wurde in den Planungsausschuss verwiesen.

Rötepark und Blütenäcker und nun auch noch die neuen Gebäude, die im Zuge des Bebauungsplans „Östlich des Röteparks“ entstehen werden: „Wir haben eine verdichtete Bebauung, und die neuen Wohngebiete müssen verkehrlich angeschlossen werden“, konstatierte CDU-Chef Siegfried Kasper im Gemeinderat. Dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle möglich ist, glaubt er schon deshalb, weil der Verkehr in der Devizesstraße nach deren Umbau reibungslos funktioniert: Dieses Modell könne sich die CDU auch an der Alten B 14 vorstellen, sagte er. „Wir halten das für dringend nötig. Es muss etwas geschehen. Sonst werden wir einer weiteren Bebauung nicht zustimmen.“

Erst die Bebauung, dann folgen die Verkehrsprobleme

Während Oberbürgermeister Andreas Hesky den Antrag sofort in den Planungsausschuss verweisen wollte („wir können in der Haushaltssitzung keine Verkehrsprobleme lösen!“), nahm ALi-Sprecher Alfonso Fazio erfreut den Ball auf. „Wir freuen uns, dass sich die CDU sogar die Reduzierung der Fahrspur vorstellen kann“, gab er zu Protokoll. Dies sei eine gute Möglichkeit, die Verkehrssituation zu entschärfen. Grundsätzliche Überlegungen stellte FDP-Chefin Julia Goll an: „Vielleicht geht man falsch vor. Erst machen wir eine Wohnbebauung, dann wollen wir den Verkehr rausschaffen ...“

Aus Platzgründen kein Kreisverkehr machbar

In ihrer Stellungnahme kündigte die Stadtverwaltung an, das Thema in einer der nächsten Sitzungen des Planungsausschusses (PTU) näher vorstellen zu wollen. Schon jetzt teilte sie allerdings unmissverständlich mit, dass der Bau eines groß dimensionierten Kreisverkehrs an dieser Stelle aus Platzgründen nicht machbar sei. Gleiches gelte für den Rückbau der Alten Bundesstraße. In Verbindung mit der bestehenden Fußgängerfurt zur Wasserturmsiedlung könne auf eine Fahrbahn nicht verzichtet werden.

Mehr Sicherheit durch die Fußgängerfurt

Ohnehin hätten sich die Sicherheit und die Lärmbelästigung durch den Bau dieser Fußgängerfurt und die Installation des Blitzers bereits verbessert. Angesichts dieser Stellungnahme fragte Julia Goll konsequenterweise, worüber der Ausschuss dann noch diskutieren sollte.

Kasper: "Wenn man etwas will, kriegt man es auch hin"

Siegfried Kasper zeigte sich von der Stellungnahme dagegen recht unbeeindruckt: „Wenn man etwas will, kriegt man es auch hin“, meinte er. Er sehe aber ein, dass während der Haushaltsberatungen keine Entscheidung über den Umbau getroffen werden könne: „Wir drängen aber darauf, dass das Thema sehr bald im Ausschuss behandelt wird.“ Die Stadt müsse die Menschen im Blick haben, die an der Straße wohnen.

Schon bald soll gebaut werden

Und das werden in absehbarer Zeit mehr werden. Der Bebauungsplan „Östlich des Röteparks“ ermöglicht entlang der Alten B 14 zwischen den Wohngebieten „Am Rötepark“ und „Blütenäcker“ einen großen Kindergarten sowie Eigentums- und Mietwohnungen. Gebaut werden soll schon in Kürze. Dazu kommen voraussichtlich mittelfristig eine Mehrzweckhalle und weitere Häuser. Genau deshalb braucht es aus Sicht der CDU die grundlegende und leistungsfähige Neugestaltung der Kreuzung Alte B 14/Jesistraße. Zudem würden die Reduzierung der Spur und der Bau des Kreisverkehrs nach Meinung der CDU zu einer spürbaren Lärm- und Schadstoffentlastung führen. Der Verkehr, hoffen die Christdemokraten weiter, würde gleichmäßiger und ruhiger fließen. Alles in allem eine Lösung auch für die zusätzlichen Verkehrsprobleme, die aufgrund der künftigen Neubebauung auftreten würden.


Der Plan

Der Planungsausschuss hat im Mai den Bebauungsplan „Östlich des Röteparks“ einstimmig auf den Weg gebracht. Damit sollen die Grundlagen für den Bau von Wohnungen sowie einem Kindergarten, einer Turnhalle und anderen öffentlichen Einrichtungen geschaffen werden. Platz für diese ist im Anschluss an das Seniorenzentrum.