Waiblingen

Corona-Ausbruch im Haus Elim in Bittenfeld – und im Pflegestift Waiblingen

Haus Elim Bittenfeld
Das Haus Elim in Bittenfeld wurde 2015 eröffnet und bietet 15 Dauer- respektive Kurzzeitpflegeplätze, 15 Demenzpflegeplätze, vier betreute Wohnungen sowie 15 beschützte Tagespflegeplätze für Menschen mit Demenz. © ZVW/Benjamin Büttner

Nach dem Corona-Ausbruch im Alexander-Stift Hegnach im Januar ist die Omikron-Welle nun in weiteren Heimen in Waiblingen angekommen. Stark betroffen ist derzeit vor allem das Haus Elim in Bittenfeld. „Wir haben aktuell einen Impfdurchbruch“, sagt Hausleiter Tim Böhringer. Ein Teil der Einrichtung darf deshalb derzeit nicht mehr besucht werden.

„Den ersten positiv getesteten Bewohner hatten wir am 27. Januar“, berichtet Tim Böhringer. Danach gingen die Zahlen schnell nach oben. Stand Donnerstag waren neun Mitarbeiter des Hauses Elim positiv auf das Coronavirus getestet worden - mittlerweile sind es zwölf. Neun von ihnen arbeiten in der Pflege, dazu kommen zwei Beschäftigte aus dem Präsenzkraftbereich und eine Reinigungskraft.

Auch wurden mittlerweile 18 Bewohner positiv auf Corona getestet. 14 davon stammen aus dem sogenannten beschützten Bereich des Heims und vier aus dem Pflegebereich. Zwei der 18 infizierten Bewohner erhielten erst am Donnerstag ein positives Testergebnis, zwei weitere am Freitag. Im Bittenfelder Haus Elim gibt es also Stand Freitag, 4. Februar, insgesamt 30 Corona-Fälle.

Im Haus Elim darf derzeit nur noch die Tagespflege besucht werden

Tim Böhringer ist indes froh, dass die meisten Infizierten bislang nur Erkältungssymptome und Gliederschmerzen haben. „Überwiegend sind es milde Verläufe.“ Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt des Rems-Murr-Kreises und dem Ordnungsamt der Stadt dürfen der beschützte Bereich und der Pflegebereich von Besuchern derzeit nicht betreten werden. Nur die Tagespflege ist derzeit offen.

Hausleiter Tim Böhringer spürt starken Teamgeist unter seinen Mitarbeitern

Tim Böhringer ist es an dieser Stelle wichtig zu betonen, wie sehr gerade alle Mitarbeiter bis an die Grenze gehen, um unter den erschwerten Corona-Bedingungen ihren Job zu machen. Dabei spüre er einen absoluten Teamgeist. „Da wird Außergewöhnliches geleistet.“

Nicht in allen Heimen in Waiblingen ist die Corona-Lage derzeit so angespannt wie im Bittenfelder Haus Elim. Aktuell sind im Pflegestift Waiblingen am Kätzenbach, das zur Dienste für Menschen gGmbH aus Esslingen gehört (DfM), ein Bewohner sowie drei Mitarbeiter von der Omikron-Welle betroffen. „Bei einem Bewohnenden steht das PCR-Ergebnis noch aus“, teilt Pressesprecherin Heike Schneider mit. Erste Infektionen seien bereits Anfang Januar aufgetreten. Mitarbeitende unterziehen sich laut Heike Schneider täglich einer Testung. „Bewohnertestungen werden umgehend beim Auftreten von Symptomen oder Auffälligkeiten auf den Wohnbereichen angeboten.“ Ohne Anlass erfolgten die Testangebote mindestens wöchentlich.

Die Impfbereitschaft im Pflegestift Waiblingen ist laut Sprecherin Heike Schneider sehr hoch. Die letzte Impf- und Boosteraktion fand erst in der zweiten Dezemberhälfte statt. „Im Pflegestift Waiblingen gab es vor der aktuellen Omikron-Welle über einen sehr langen Zeitraum keine Corona-Auffälligkeiten.“

Haus Miriam in Waiblingen-Süd: Aktuell keine Corona-Fälle

Eine gute Nachricht gibt es derzeit vom Haus Miriam in Waiblingen-Süd, dessen Träger die Paul-Wilhelm-von Keppler-Stiftung ist. „Es gibt keine Corona-Fälle“, sagt Friedemann Müns-Österle, Sprecher der katholischen Stiftung. Die letzte Corona-Infektion habe es im Haus Miriam Anfang Dezember 2021 gegeben.

Die Infektionslage im Alexander-Stift Hegnach, das zur Diakonie Stetten gehört, ist mittlerweile stabil. Das betont Pressesprecher Steffen Wilhelm. „Wir sind sehr froh, dass es den betroffenen Personen gut geht und sich die Lage mittlerweile stabilisiert hat.“ Nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden wurde die Quarantäne für das Haus mit Ablauf des Donnerstags aufgelöst. Besuche sind dadurch wieder möglich.

Corona-Ausbruch im Alexander-Stift Hegnach: Ein Todesfall

In der zweiten Januarhälfte gab es im Alexander-Stift Hegnach einen Corona-Ausbruch, bei dem sich bis zum 25. Januar vier Mitarbeiter und neun Bewohner des Seniorenzentrums infizierten. Ein Bewohner starb am 21. Januar im Zusammenhang mit Corona.

Im Gemeindepflegehaus des Alexander-Stifts in Hohenacker gab es laut Steffen Wilhelm vor kurzem einen positiven Corona-Test bei einer neu ins Haus eingezogenen Person. „Weitere Fälle sind uns nicht bekannt.“

Nach dem Corona-Ausbruch im Alexander-Stift Hegnach im Januar ist die Omikron-Welle nun in weiteren Heimen in Waiblingen angekommen. Stark betroffen ist derzeit vor allem das Haus Elim in Bittenfeld. „Wir haben aktuell einen Impfdurchbruch“, sagt Hausleiter Tim Böhringer. Ein Teil der Einrichtung darf deshalb derzeit nicht mehr besucht werden.

„Den ersten positiv getesteten Bewohner hatten wir am 27. Januar“, berichtet Tim Böhringer. Danach gingen die Zahlen schnell nach oben. Stand

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