Waiblingen

Corona-Impfung in Apotheken: Barbara Nogrady greift nicht zur Spritze

Digitaler Impfnachweis
Archivfoto: Barbara Nogrady in der Bahnhofapotheke Dr. Riethmüller beim Ausstellen des digitalen Impfnachweises. © ALEXANDRA PALMIZI

Um die Impfkampagne weiter voranzutreiben, sollen künftig auch Apotheker gegen das Coronavirus impfen. Möglich macht das die neue Impfverordnung, auf die sich Gesundheitsminister von Bund und Länder geeinigt haben.

Apotheker sollen Impfstoff bestellen, beziehen und verimpfen

Das heißt: Die Apotheker könnten selbst den Impfstoff bestellen, beziehen und verimpfen. Aber wollen und können sie das auch?

„Letztes Jahr im Dezember war ich noch sehr euphorisch“, sagt Barbara Nogrady, Inhaberin der Bahnhofapotheke Dr. Riethmüller in Waiblingen. Bei einer Nachfrage unserer Redaktion Ende 2021 – als Bund und Länder über die Voraussetzungen diskutierten, damit auch Zahnärzte, Apotheker und Tierärzte mit ins Boot geholt und gegen Corona impfen können – war Barbara Nogrady grundsätzlich bereit, zur Spritze zu greifen.

Viele Impfangebote in Waiblingen

Doch inzwischen ist sie nicht mehr davon überzeugt. „Ich finde, das ist eine gute Sache“, stellt die Apothekerin klar. Was die Umsetzung angeht, hat sie allerdings Zweifel. Zum einen gebe es in Waiblingen für diejenigen, die sich gegen Covid-19 impfen lassen möchten, viele Terminangebote – sei es im Kreisimpfzentrum oder in den jeweiligen Arztpraxen. „Es ist jetzt nicht so, dass man in Waiblingen händeringend nach Terminen sucht“, sagt sie. Und fügt hinzu: vielleicht nur, wenn man nicht bereit ist, den Impfstoff zu nehmen, den es gibt.

Im laufenden Betrieb und in Räumlichkeiten schwierig

Zum anderen sei sie sich aber nicht sicher, ob das Ganze rund um die Corona-Impfung im laufenden Betrieb und in den Räumlichkeiten in der Apotheke machbar wäre. „Ich kann nur für mich sprechen, dass ich es aus dem laufenden Betrieb und in den eigenen Räumen für schwierig halte.“

Auch weiß die Apothekerin zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, wie und wo die Corona-Impfungen in den Apotheken über die Bühne gehen sollen. „Wir haben die offiziellen Anforderungen zu der Corona-Impfverordnung noch nicht“, sagt die Inhaberin. Bekannt ist nur die Information, dass Schulungen für Apotheker angeboten werden, damit sie gegen das Virus impfen dürfen.

Zwar schließe sie die Option, zur Spritze zu greifen, nicht komplett aus, doch „ich halte es aber auch nicht für hoch wahrscheinlich“, sagt sie.

Fest steht: Den Piks mal schnell in der Apotheke holen - das gibt es noch nicht.

Um die Impfkampagne weiter voranzutreiben, sollen künftig auch Apotheker gegen das Coronavirus impfen. Möglich macht das die neue Impfverordnung, auf die sich Gesundheitsminister von Bund und Länder geeinigt haben.

Apotheker sollen Impfstoff bestellen, beziehen und verimpfen

Das heißt: Die Apotheker könnten selbst den Impfstoff bestellen, beziehen und verimpfen. Aber wollen und können sie das auch?

„Letztes Jahr im Dezember war ich noch sehr euphorisch“, sagt Barbara

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