Waiblingen

Corona-Impfung von Lehrern und Erziehern: Wie ist die Bereitschaft in Waiblingen?

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Symbolfoto. © Benjamin Büttner

Erzieher und Lehrer treffen in ihrem Berufsalltag naturgemäß mit vielen anderen Menschen zusammen. Seit 22. Februar können sie sich deshalb früher als ursprünglich geplant mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen das Coronavirus impfen lassen. Voraussetzung für den Termin im Impfzentrum ist eine Bescheinigung über das Arbeitsverhältnis und die entsprechende Tätigkeit von ihrem Arbeitgeber.

Wer sich sofort um einen Termin kümmerte, hatte beste Chancen, schnell dranzukommen. „Die Kollegen, die am Tag der Bekanntgabe der neuen Möglichkeit einen Termin ausgemacht haben, haben sehr schnell Impftermine im Kreisimpfzentrum in der Rundsporthalle erhalten“, sagt Axel Rybak, Rektor der Staufer-Realschule und geschäftsführender Schulleiter.

Geimpfte Lehrer spüren bisher kaum Nebenwirkungen

Unter den Ersten, die sich den Piks geben ließen, war die Konrektorin Heike Gensch. „Ihr ging es nach der Impfung gut, was alle Kolleginnen und Kollegen beruhigt hat“, sagt Rybak. Denn natürlich habe es auch im Kollegium der Staufer-Realschule Unsicherheiten gegeben, nachdem über die Wirksamkeit des Impfstoffs von Astrazeneca sowie mögliche Nebenwirkungen in der Öffentlichkeit zunächst kritisch diskutiert worden war.

Rybak hat gute Erfahrungen mit dem Impfstoff gemacht: „Keine Lehrkraft unserer Schule ist nach der Impfung ausgefallen.“ Auch er selbst hat sich bereits impfen lassen und ebenfalls keine starken Nebenwirkungen gespürt: „Einen Tag lang fühlte ich mich nicht so wohl, es war ein Gefühl, als hätte ich die falsche Brille auf“, berichtet der Realschulrektor.

Die Impfbereitschaft unter den Lehrern sei hoch, innerhalb seines Kollegiums habe zumindest niemand laut ausgesprochen, dass er sich auf keinen Fall impfen lassen wolle. Wer sich allerdings nicht gleich zu Beginn um einen Termin gekümmert habe, müsse nun ein bisschen länger auf seinen Impftermin warten, weiß Rybak.

Mehr Präsenzunterricht bereitet Lehrern Sorgen

Insgesamt sei die Möglichkeit, sich jetzt schon impfen zu lassen, für die Lehrkräfte beruhigend und eine Erleichterung, insbesondere für die ängstlicheren. „Das ist keine Frage des Berufs, sondern des Typs Mensch, der man ist“, sagt Rybak.

Zurzeit haben an der Realschule sieben Klassen teilweise Präsenzunterricht, darunter die Abschlussklassen und Schülergruppen, die mit Fernunterricht nur schwer erreicht werden. Das funktioniere gut.

Die Ankündigung, dass vom 15. März an alle Fünft- und Sechstklässler wieder in voller Präsenz an die Schulen kommen sollen, löse aber Unruhe unter den Lehrerinnen und Lehrern aus. Es gebe zum Beispiel Kollegen, die sich trotz Impfmöglichkeit sorgten, weil sie pflegebedürftige Eltern haben oder ihre Kinder nicht in die Kita bringen können. „Als Schulleiter muss ich nicht nur das Infektionsgeschehen im Blick haben, sondern auch, wie es den Lehrern geht.“

Er wolle sich deshalb dafür starkmachen, dass die Waiblinger weiterführenden Schulen nächste Woche nicht in voller Präsenz in den unteren Klassen starteten. Stattdessen wolle man auf Wechselunterricht und Kleingruppen setzen, in denen Abstand gehalten werden kann.

Ein Fünftel der Erzieher in städtischen Kitas geimpft

Je jünger die Kinder sind, desto schwieriger ist das Abstandhalten für das Betreuungspersonal. Vor allem Kleinkinder brauchen häufig Nähe und Trost. Ein Bedürfnis, das sich in der Pandemie nicht abstellen lässt. Die Erzieherinnen und Erzieher in den städtischen Kindertageseinrichtungen seien deshalb sehr froh, dass sie inzwischen impfberechtigt seien, sagt Erika Schwiertz, Leiterin des Fachbereichs Bildung und Erziehung: „Es besteht eine hohe Impfbereitschaft unter den Fachkräften.“

Aufgrund der großen Nachfrage seien die ersten Impftermine im Rems-Murr-Kreis schnell vergeben gewesen. Trotzdem steige die Zahl der gegen das Coronavirus geimpften Erzieherinnen und Erzieher stetig: „Rund ein Fünftel der in den städtischen Kitas Beschäftigten wurde bereits in den ersten zehn Tagen geimpft, weitere Mitarbeitende warten noch auf ihre Impftermine oder nehmen Termine in ihrer Wohnortnähe wahr“, sagt Erika Schwiertz.

Erzieher und Lehrer treffen in ihrem Berufsalltag naturgemäß mit vielen anderen Menschen zusammen. Seit 22. Februar können sie sich deshalb früher als ursprünglich geplant mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen das Coronavirus impfen lassen. Voraussetzung für den Termin im Impfzentrum ist eine Bescheinigung über das Arbeitsverhältnis und die entsprechende Tätigkeit von ihrem Arbeitgeber.

Wer sich sofort um einen Termin kümmerte, hatte beste Chancen, schnell dranzukommen. „Die

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