Waiblingen

Corona: Musikschule Unteres Remstal unterrichtet wieder - aber es gibt Ausnahmen

Musikschule Unteres Remstal
Präsenzunterricht ist an der Musikschule Unteres Remstal wieder möglich – und so kann Klavierlehrer Felix Meyer vor Ort für seine Schüler da sein. © ZVW/Alexandra Palmizi

Einzelunterricht und Gruppen bis maximal fünf Personen können schon seit einer Weile an der Musikschule Unteres Remstal wieder in Präsenz unterrichtet werden, nachdem dies monatelang nicht möglich war. Blasinstrumente und Gesang  waren laut Leiter Heiko von Roth zunächst noch ausgeschlossen - doch seit der seit 7. Juni in Kraft getretenen neuen Corona-Verordnung sind auch Blasinstrumental- und Gesangsunterricht an den Musikschulen mit bis zu fünf Personen wieder erlaubt.

Der Landesverband der Musikschulen hatte hier im Vorfeld dafür geworben, dies entsprechend zu ändern, nachdem es nach der Verordnung vom 14. Mai zunächst danach aussah, als ob das Verbot bleibt. „Die Musikschulen sind eigentlich davon ausgegangen, dass diese Diskussion in 2020 geführt wurde und man zu dem Schluss gekommen ist, dass auch diese Bereiche einer Musikschule wieder in Präsenz stattfinden dürfen", sagte Heiko von Roth noch im Mai. 

Das Ballett- und Tanzgruppenangebot der Musikschule Unteres Remstal kann indes auch mit der neuen Corona-Verordnung nicht wirklich stattfinden. Zwar wäre laut Coronaverordnung der Präsenzunterricht im Freien für bis zu zehn Personen gestattet – was aber laut Heiko von Roth praktisch nicht umsetzbar ist.

60 Prozent des Angebots gibt es wieder als Präsenzunterricht

Bis zum 17. Mai 2021 fand an der Musikschule Unteres Remstal, außer in einer kurzen Phase vor Ostern, der Unterricht komplett online statt, mit Ausnahme der Musikabiturienten-Prüfungsvorbereitungen. Aktuell dürfen laut Heiko von Roth etwa 60 Prozent des Angebots wieder als Präsenzunterricht stattfinden.

Onlineunterricht wird so aufgebaut wie eine Präsenzstunde

Favoriten bei den genutzten Plattformen für Onlineunterricht gibt es aus Sicht des Musikschulleiters nicht. „Es sind alle gängigen Formate von Zoom über Skype und Ähnliches im Einsatz.“ Priorität habe das Zustandekommen einer Verbindung zwischen Lehrer und Schüler. „Eine Onlineunterrichtsstunde wird vom Grundsatz so aufgebaut wie eine Präsenzstunde auch“, betont Heiko von Roth. Also nach der Begrüßung gebe es ein Einspielen, Wiederholungen aus der letzten Stunde und Fortführungen zum gerade aktuellen Stück beziehungsweise Thema. Zusätzlich kämen noch vorproduzierte Übungstracks oder Videotracks der Lehrkräfte zum Einsatz. Auch schickten Schüler zwischen den Unterrichten Aufnahmen ihre Übungseinheiten den Lehrkräften zu.

Musikschule setzt für den kommenden Herbst und Winter auf Präsenzunterricht

Mit Blick aufs Programm für den Herbst und Winter setzt der Leiter der Musikschule darauf, dass mit fortschreitender Impfquote und einem Zurückdrängen der Pandemie im neuen Schuljahr weitestgehend wieder Präsenzunterricht möglich sein sollte. „Falls dies alles anders kommt als erhofft, gibt es jetzt zumindest viel Erfahrung im Onlineunterricht auf allen Seiten.“

Digitalisierung wird von der Musikschule weiter forciert

Die Pandemie hat an der Musikschule Unteres Remstal die Digitalisierung zweifelsohne vorangetrieben. So nimmt die Schule etwa an einem neuen digitalen Projekt teil mit dem Namen Erna. Die App wurde von der Firma Ernani aus Lahr im Schwarzwald entwickelt und sollte eigentlich schon im Frühjahr 2021 an den Start gehen – doch daraus wurde nichts. „Die Testphase von Erna wurde verlängert“, teilt Heiko von Roth mit. Wie lange, wisse er derzeit nicht. „Sobald die Kinderkrankheiten behoben sind, werden wir diese App umfänglicher nutzen.“

Darüber hinaus will die Musikschule Unteres Remstal im Laufe des kommenden Schuljahres eine Musikschul-App anbieten, die für Lehrkräfte, Schüler, Eltern und Verwaltung als zentrales Kommunikationsinstrument fungieren soll.

Seit März 2021 konnten sich Musikschullehrer impfen lassen

Was das Impfen angeht, wurden Dozenten an der Musikschule zunächst nicht wie Lehrer an Schulen oder Erzieher eingestuft. Sprich: Sie konnten sich nicht gleich von Februar 2021 an impfen lassen. Allerdings war dies nicht von Dauer, wie Heiko von Roth klarstellt: „Hier hat weitestgehend eine Gleichbehandlung stattgefunden. Nicht direkt zum Februar, aber mit etwas Verzögerung zum März hin war es möglich, die Lehrkräfte der Musikschule mit Impfberechtigungen in der Prioritätsgruppe 2 zu versorgen.“

Einen Überblick, welche Musikschullehrer geimpft sind, hat Heiko von Roth nicht. „Hierüber habe ich keine Infos und darf diese arbeitsrechtlich auch nicht einfordern, solange keine gesetzliche Impfpflicht vorliegt.“

30 von 72 Lehrkräften sind an der Musikschule Unteres Remstal freiberuflich tätig

An der Musikschule Unteres Remstal arbeiten derzeit 72 Lehrkräfte. 42 davon sind festangestellte Lehrkräfte, die restlichen 30 nicht. Wie viele Freiberufler in den vergangenen Monaten Unterstützung vom Staat beantragen mussten, kann Heiko von Roth nicht genau sagen. „Ich weiß aus Gesprächen mit Kollegen, dass einige diverse Hilfsmöglichkeiten beantragt und auch bekommen haben.“ Einen genauen Überblick hierzu habe er aber nicht. „Unsere freien Mitarbeiter konnten alle in Onlineformaten weiter arbeiten und haben hierüber auch ihre Honorarzahlungen erhalten.“

Einzelunterricht und Gruppen bis maximal fünf Personen können schon seit einer Weile an der Musikschule Unteres Remstal wieder in Präsenz unterrichtet werden, nachdem dies monatelang nicht möglich war. Blasinstrumente und Gesang  waren laut Leiter Heiko von Roth zunächst noch ausgeschlossen - doch seit der seit 7. Juni in Kraft getretenen neuen Corona-Verordnung sind auch Blasinstrumental- und Gesangsunterricht an den Musikschulen mit bis zu fünf Personen wieder erlaubt.

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