Waiblingen

Corona-Schnelltests: Schulen in Waiblingen stellen Bescheinigung aus

Schnelltest
Für Schnelltests an Schulen werden nun Bescheinigungen ausgestellt. © ZVWGabriel Habermann

Seit Montag, 7. Juni 2021, sollen Schulen in Baden-Württemberg ihren Schülern auf Wunsch Schnelltest-Bescheinigungen ausstellen. Veröffentlicht hat das Kultusministerium das Ganze erst am Freitag, 4. Juni – und da stellt sich die Frage: Kann jede Schule das zum Start nach den Pfingstferien anbieten? Die Gewerkschaft GEW hatte das Ganze erst vor wenigen Tagen scharf kritisiert und davon gesprochen, dass es eine Frechheit sei, dass den Schulen schon wieder eine zusätzliche Aufgabe aufgezwungen werde.

Axel Rybak ist geschäftsführender Schulleiter der städtischen Schulen in Waiblingen und Rektor der Staufer-Realschule. Er sagte am Montagmorgen kurz vor Unterrichtsbeginn unserer Redaktion, dass nach seinem Wissen an allen Waiblinger Schulen, die wie die Staufer-Realschule mit dem Verwaltungsprogramm „Schulkartei“ arbeiten, die schriftliche Ausstellung der Bescheinigung ab sofort möglich ist.

Manche Schulen in Waiblingen arbeiten mit dem Programm ASV

Manche städtischen Schulen in Waiblingen arbeiten indes mit dem Programm „Amtliche Schulverwaltung Baden-Württemberg“ (ASV), einer landeseinheitlichen Verwaltungssoftware. Rybak wusste am Montagmorgen noch nicht, ob auch dort die Ausstellung einer Schnelltest-Bescheinigung für die Schüler schon möglich ist, aber er nimmt es stark an, schließlich sei es die Software des Landes, auf die alle Schulen mal umstellen sollen.

Zugang zu Angeboten von Sportvereinen

Wer an der Staufer-Realschule eine Testbescheinigung braucht, geht einfach ins Sekretariat und lässt sich diese personalisiert ausdrucken. Sie wird dann vom Schulsekretariat unterschrieben. Mit einem von der Schulen bescheinigten negativen Testergebnis erhalten Kinder und Jugendliche laut Coronaverordnung des Landes Zutritt zu allen zulässigen Angeboten von Sportvereinen. Auch Musikschulen in Baden-Württemberg verlangen bereits solche Bescheinigungen für den Präsenzunterricht.

Auch die Musikschule Unteres Remstal verlangt eine Schnelltest-Bescheinigung

Die Musikschule Unteres Remstal greift nach Angaben ihres Leiters Heiko von Roth ebenfalls auf die Test-Ergebnisse der allgemeinbildenden Schulen zurück. "Wenn Schüler im Wechselunterricht sind und kein Schultest durchgeführt werden konnte, müssen die Schüler sich vor dem Musikschulbesuch negativ testen lassen", erläutert Heiko von Roth am Montagmorgen. Erwachsene Schüler ab 18 Jahren müssten einen nicht älter als 24 Stunden alten negativen Corona-Test zum Unterricht mitbringen.

Dass in Waiblingen an den städtischen Schulen bereits an diesem Montag Schnelltest-Bescheinigungen ausgestellt werden können, ist indes keine Selbstverständlichkeit. So gibt es durchaus Schulen, die an diesem Montag Eltern noch um Geduld bitten und die Ausstellung des Schnelltest-Nachweises nicht leisten können.

Vorteil mit Cosima-App

In Waiblingen gibt es wegen der Cosima-App sogar die Möglichkeit, sich den Schnelltest-Nachweis als Schüler elektronisch aufs Handy laden zu lassen. Axel Rybak weiß vom Salier-Gymnasium in Waiblingen, dass dort diese Option bereits besteht. An der Staufer-Realschule geht dies im Moment noch nicht, aber es wird bereits daran gearbeitet. Laut Axel Rybak müssen hierfür die Lehrkräfte noch geschult werden.

Unterricht nur mit Schnelltest

Ansonsten gilt an den Waiblinger Schulen weiterhin, dass zweimal in der Woche ein Schnelltest Pflicht ist. Wer sich weigert, darf wie überall im Land auch nicht am Präsenzunterricht vor Ort teilnehmen. Im Moment gibt es an den Schulen mit Ausnahme der Grundschulen nur Wechselunterricht – aufgrund der niedrigen Inzidenz im Kreis kann sich dies aber schon von Mitte der Woche an ändern: Dann könnte es wieder Präsenzunterricht geben, der für alle Schüler gleichzeitig stattfindet.

Seit Montag, 7. Juni 2021, sollen Schulen in Baden-Württemberg ihren Schülern auf Wunsch Schnelltest-Bescheinigungen ausstellen. Veröffentlicht hat das Kultusministerium das Ganze erst am Freitag, 4. Juni – und da stellt sich die Frage: Kann jede Schule das zum Start nach den Pfingstferien anbieten? Die Gewerkschaft GEW hatte das Ganze erst vor wenigen Tagen scharf kritisiert und davon gesprochen, dass es eine Frechheit sei, dass den Schulen schon wieder eine zusätzliche Aufgabe aufgezwungen

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