Waiblingen

Corona-Zeit: Lehrer der Maria-Merian-Schule in Waiblingen berichten, wie sie online unterrichten

Maria-Merian-Schule Fernunterricht
„Dank dieser kreativen Handy-Konstruktion können die Mathematiklehrkräfte an der Maria-Merian-Schule Aufgaben auch im Fernunterricht von Hand vorrechnen“, schreibt die Schule. © Ostmann

Wie kann man dem Bewegungsmangel Jugendlicher in Corona-Zeiten entgegentreten? Diese Frage stellte sich auch Wassim Al-Rabbat, der Sport und Englisch an der Maria-Merian-Schule in Waiblingen unterrichtet. „Gerade an unserer Schule mit sozial- und gesundheitswissenschaftlichem sowie ernährungswissenschaftlichem Gymnasium spielen Fragen rund um einen gesundheitsbewussten Lebensstil eine große Rolle“, sagt er laut Pressemitteilung.

Sportmuffel zur Bewegung animieren

Damit die Schüler zu Hause nicht zu Couch-Potatoes werden, können sie ihre tägliche Aktivität in einem Bewegungstagebuch dokumentieren. So sollen sie zu mehr sportlicher Betätigung animiert werden. Um selbst Sportmuffel zu mehr Bewegung zu motivieren, setzt der Sportlehrer Youtube- oder Instagram-Videos von beliebten Fitness-Influencern wie Pamela Reif und Sascha Gruber oder der Yoga-Influencerin Mady Morrison in seinem Unterricht ein.

Auf Videos setzt auch Englisch- und Deutschlehrerin Franziska Kasper. In ihrem Unterricht sind die Schüler jedoch nicht „bloß“ Zuschauer, sondern sie gestalten eigenständig Lernvideos. Durch die Erklärvideos werden die Jugendlichen selbst aktiv und setzen sich mit dem Unterrichtsstoff intensiver auseinander.

Schüler schicken sich Audio-Notes

Damit die Schüler nicht nur allein arbeiten, sondern im Austausch miteinander bleiben, schicken sie sich gegenseitig Audio-Notes, also gesprochene Mitteilungen, oder treffen sich in Chat-Video-Räumen im Unterricht. „Die Gruppen bearbeiten dann die ihre Aufgaben in ihren zugewiesenen Gruppen-Video-Chat-Arbeitsräumen gemeinsam. Ich klinke mich immer wieder ein, höre zu, kommentiere. Das klappt wunderbar!“, so das Fazit der Lehrkraft.

Nicht bei allen funktioniert die Videofunktion über Moodle

Dennoch stellt der Fernunterricht sie auch vor Herausforderungen: Mit einigen Schülern kann man die Videofunktion von Plattformen wie Moodle nicht oder fast nicht nutzen. „Die Internetverbindungen sind oft zu schwach oder die technischen Voraussetzungen nicht so gegeben wie gewünscht“, berichtet Franziska Kasper. Sie sieht im Vergleich zum ersten Lockdown im Frühjahr 2020 dank des Einsatzes von Moodle zwar spürbare Verbesserungen, da beispielsweise Schülerfragen viel einfacher, schneller und für alle „hörbar“ beantwortet werden können.

„Das war nach dem ersten Lockdown eindeutig der Fall“

Dennoch freut sie sich schon jetzt auf die Zeit nach dem Lockdown auf die Rückkehr in die Schule – und vor allem auf das persönliche Wiedersehen mit den Schülern. Ein Unterrichtsgespräch von Angesicht zu Angesicht zu führen und zu sehen, dass sich die Schüler wieder wirklich auf den Unterricht freuen, war für Franziska Kasper ein schönes Erlebnis. „Das war nach dem ersten Lockdown eindeutig der Fall.“