Waiblingen

Die Apfelbörse ist wieder da

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Die Apfelbörse 2017 startet! © Sarah Utz

Waiblingen. Äpfel sind in diesem Jahr besonders wertvoll. Schließlich hat der Frost im Frühjahr die Ernte fast vollständig vernichtet. Das bisschen, was jetzt noch an den Bäumen hängt, sollte also auf keinen Fall vergammeln. Deshalb: Hier auf www.zvw.de/apfelboerse gibt’s die beliebte Apfelbörse für alle. Mitmachen!

Äpfel und Birnen? Zu 75 bis 100 Prozent kaputt. Die Quitten natürlich auch. Nichts hängt an den Bäumen im Kreis. Und aus was machen wir jetzt unseren herrlichen Apfelsaft? In welche knackigen Früchtchen werden wir beißen? Welches Gelee kommt aufs Frühstücksbrot?

Nun gut – wer zurzeit aufmerksam spazieren geht oder eine kleine Runde mit dem Rad dreht, der sieht auf dem einen oder anderen Baum doch ein paar Früchte hängen. Wenige sind es, aber immerhin. Diese paar Äpfel, Birnen, Quitten sind umso wertvoller. Deshalb eine ganz große Bitte an die Stückles- und Baumbesitzer: Lasst die Früchte nicht verfaulen! Es wäre allzu schade drum.

Manch einer hat einfach keine Zeit, sich um das Obst zu kümmern

Ja, wir wissen: Manch einer hat zwar ein Stückle oder wenigstens einen Baum, aber keine Zeit, keine Kraft oder keinen Nerv, sich um das Obst zu kümmern. Das aber ist wirklich kein Problem. Denn es gibt im Rems-Murr-Kreis sehr viele Kindergärten, Vereine, Jugendgruppen oder Privatleute, die sich leidenschaftlich gerne draußen an der frischen Luft und unter Bäumen bücken würden. Sehr viele Kindergruppen oder Schulklassen gehen in die Wiesen, lesen auf und pressen dann ihren Saft selber. Viele Vereine sammeln Obst, liefern in die Saftkeltereien und freuen sich über das Geld, das der Vereinskasse guttut. Und manche Familie, die sich das teure Obst im Supermarkt nicht leisten kann oder will, würde gerne in der Nachbarschaft für eine volle Obstschale sorgen.

Hier finden Stücklesbesitzer und Apfelliebhaber zusammen

Für alle diese Anliegen gibt es seit einigen Jahren die ZVW-Apfelbörse. Hier finden Stücklesbesitzer und Apfelliebhaber zusammen. Und klar: Auch Birnen oder Quitten, auch Zwetschgen oder Mirabellen dürfen angefragt und vermittelt werden. Eines nur ist absolut unumstößlich: Bei der ZVW-Apfelbörse fließt kein Geld. Hier gibt’s Obst für Arbeit. Und sonst nichts. Wer Bäume anbietet, kann sich freuen, dass Äpfel, Birnen und Quitten versorgt sind, und darf auch sicher sein, dass das mit Sorgfalt geschieht und keine Schäden hinterlassen werden. Wer seine Arbeitskraft anbietet, bekommt das Obst und darf selbst entscheiden, was damit passieren soll. Selber essen? Selber pressen? Verkochen? Oder abliefern und die Kasse aufbessern? Nachhaltiger, umweltfreundlicher und lokaler geht’s nicht.

Wer mitmachen möchte, muss nichts zahlen, sich nirgendwo registrieren und die Daten werden auch nirgends gespeichert. Der Eintrag in der Apfelbörse steht so lange, wie es gewünscht ist. Danach verschwinden die Informationen schlicht auf Nimmerwiedersehen.

Professionelle Obstsammler werden aussortiert

Damit auch ganz sicher niemand unlautere Angebote macht, guckt der ZVW-Apfelbörsen-Administrator zuallererst alle Einträge an. Professionelle Obstsammler werden also direkt aussortiert. Ganz ehrlich: Wir haben jetzt schon viele Jahre lang nur gute Erfahrungen gemacht. Sorgen Sie dafür, dass es so weitergeht mit unserem schönen Obst.

So funktioniert die Apfelbörse

Wer gerne Äpfel auflesen will und wer Äpfel übrig hat, findet unter www.zvw.de/apfelboerse die passende Plattform.

Hier können Privatleute ganz unkompliziert ihr Angebot oder ihre Gesuche einstellen. Das geht über „Eintragen“ ganz oben auf der Seite.

Wer Äpfel, Birnen oder anderes Obst anzubieten hat, wählt aus, dass er „Stückles-Besitzer“ ist. Dann gibt er seinen Namen und seine E-Mail-Adresse an und schreibt einen kurzen Text zu seinem Obstbestand. Wer möchte, kann im Text natürlich auch seine Telefonnummer angeben. Beispiel? „Ich habe 14 Apfelbäume in Schorndorf, überwiegend Mostobst, das ich aus Zeitgründen dieses Jahr nicht selbst auflesen kann.“ Der Eintrag wird dann überprüft und nach kurzer Zeit auf der Apfelbörse angezeigt.

Wer seine E-Mail-Adresse nicht für alle sichtbar machen möchte, muss das nicht. Dann wählt er beim Erstellen des Eintrags aus, dass Nutzer ihn per Kontaktformular erreichen.

Auch die potenziellen Obst-Sammler können sich bei der Apfelbörse eintragen. Sie schreiben, wo sie sammeln möchten und wie sie zu erreichen sind. Zum Beispiel: „Wir, die Müllers aus Waiblingen, würden gerne zum Eigenbedarf zwei Kisten Boskop ernten und außerdem noch eine Kiste Schweizer Glockenapfel.“ Bei ihnen können sich dann wiederum die Baumbesitzer melden.

Haben die Äpfel einen neuen Besitzer oder ist das Stückle abgeerntet, reicht eine Mail an den Apfelbörsenadministrator und der Eintrag wird gelöscht. Das geht über „Kontakt/Eintrag löschen“.