Waiblingen

Die neue Asphaltdecke kommt – endlich

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Symbolbild. © Leonie Kuhn

Kernen-Stetten. Kernen muss mit 250 000 Euro in Vorleistung gehen. Doch die Auszahlung der Baukosten für die neue Asphaltdecke auf der Stettener Ortsdurchfahrt ist vom Regierungspräsidium zu 100 Prozent zugesagt. Damit geht der Wunsch der Stettener nach einem Ende der Hoppelpiste in Erfüllung. Seit die Wasserleitung verlegt wurde, klagen Autofahrer über Unebenheiten.

Als vor einigen Jahren zwischen Klosterstraße und Ortsausfahrt die Stettener Ortsdurchfahrt in Grabenbreite für Wasserrohre und neue Hausanschlüsse aufgegraben werden musste, blieben am Ende Narben zurück. Ein schöner neuer Asphaltbelag fehlte als krönendes i-Tüpfelchen. Die Tiefbauarbeiten werden nun Anfang 2017 zu einem Ende kommen. Dann wird auf der circa 700 Meter langen und 8,50 Meter breiten Fahrbahn die Decke aufgebracht. Diese 6000 Quadratmeter Straßenbelag einschließlich des Neubaus der Bushaltestelle an der Kleinfeldstraße und mehreren behindertengerechten Übergängen werden das Land rund 250 000 Euro kosten.

Lkw rattern über die Hubbelpiste

„Wenn die Bushaltestelle nun gerichtet wird, werden dort die Bordsteine nach oben gezogen, damit man mit dem Rollstuhl oder Rollator in den Niederflurbus reinfahren kann“, sagte gestern Ralf Bulling vom Tiefbauamt. Die detaillierte Planung werde dem Gemeinderat am 24. November vorgestellt. Druck auf Stuttgart habe es gar nicht gebraucht. Bei einem Lokaltermin mit Vertretern des Regierungspräsidiums – die Ortsdurchfahrt ist Landesstraße – hätten die zuständigen Beamten den Bedarf sofort anerkannt und eine Bau-Zusage getroffen. Allerdings gegen Vorkasse der Kommune. „Wir schießen vor und bekommen das zu 100 Prozent zurück“, sagt Ralf Bulling. Die relativ holprige Straße bringe eben auch Lärmprobleme für die Anlieger, wenn etwa Lkw über die Piste klappern.

Bauzeit von rund sechs Wochen

Dass dort Parkplätze, die auch eine Bremswirkung auf der Tempo-30-Straße haben, entfernt würden, sei aktuell nicht geplant. Mit dem Bescheid aus Stuttgart könnte man noch im Dezember, so hofft der zuständige Mann im Tiefbauamt, über den Jahreswechsel die Gewerke ausschreiben, „so dass wir gleich zu Jahresbeginn, wenn das Wetter es zulässt, anfangen könnten“. Da keine Vollsperrung möglich ist und der Asphalt in mehreren Abschnitten eingebaut werden muss, geht Ralf Bulling von einer Bauzeit von rund sechs Wochen aus. In den Baukosten sind die Planungskosten mit enthalten. Der Ablauf sieht vor, dass die Planung, die Ausschreibung und die Bauabwicklung von der Gemeinde übernommen werden. Die 250 000 Euro sind für den Etat 2017 bereits eingestellt.

Planungskosten

Die Planungskosten für das Schließen der Decke in Stetten waren außerplanmäßig ursprünglich auf rund 10 125 Euro angesetzt.

Ein Betrag, den Bauamtschef Horst Schaal für zu gering hält, so dass der Gemeinderat ihn auf 20 000 Euro anhob. Volker Borck riet der Verwaltung, das Geld ganz rasch zurückzuholen – solange das Land Geld hat.