Waiblingen

Die neue Teneria-Weinbar in Waiblingen: Wo der Wein die Hauptrolle spielt

Teneria
Das neue Teneria-Team: Pascal Fetzer und Helga Schroeder mit einem Gläschen Crémant. © ALEXANDRA PALMIZI

„Teneria Pop-up“ – das ist der Versuch von Pascal Fetzer und Helga Schroeder, die beliebte Bar am Bädertörle mit bootsförmiger Terrasse zu neuem Leben zu erwecken. Der 41-Jährige und die 46-Jährige freuen sich über einen gelungenen Start. Die traumhafte Lage hat’s ihnen angetan: Auf der Erleninsel halten sich Leute beim gemeinsamen Sport im Park fit, den stillen Seitenarm der Rems nutzen Wasservögel als Jagdrevier und über die kleine Brücke gehen Passanten ihres Weges in Richtung Altstadt. „Viele Leute sind neugierig und fragen nach unseren Öffnungszeiten“, erzählt Helga Schroeder. Die beschränken sich (vorläufig noch) auf Freitag, Samstag und Sonntag.

„Speisen wie der Bauer, trinken wie die Königin“

Zwischen historischer Mauer und mediterranen Pflanzen kann der Gast sich vorkommen, als wäre er blitzartig im Urlaub angekommen. Mindestens den Sommer über soll die einzigartige Terrasse nicht verwaist sein. Bei Erfolg soll aus dem Provisorium etwas Dauerhaftes werden. „Speisen wie der Bauer, trinken wie die Königin“, lautet das Motto. Pascal Fetzer, erfahrener Gastronom und studierter Dokumentarfilmer, erläutert: „Der Wein spielt die Hauptrolle, das Essen soll ihn begleiten.“

Jede Woche eine andere Weinregion

Mehr-Gänge-Menüs wie im guten Restaurant werden eher die Ausnahme als die Regel sein, das Konzept liegt bei durchaus vorhandenem Qualitätsanspruch anders gelagert: Vesper, Antipasti und Schöpfgerichte zaubert Pascal Fetzer in der Küche – passend zum Wein. Jede Woche steht eine andere Region im Mittelpunkt. Was passt besser zur Provence als Ratatouille, Schmortopf mit Rind oder Salade Niçoise? Ausnahmen bestätigen die Regel: Zu italienischen Weinen kochte der Gastronom von der Krone Alt-Hoheneck in Ludwigsburg jüngst dann doch ein Menü. Was aber nicht heißt, dass nicht noch eine Köchin oder ein Koch gesucht wird.

„Vesper“ soll daneben nicht banal oder abwertend klingen. „Ich bin bekennender Vesper-Fan“, sagt Pascal Fetzer, der aus Überzeugung Käse aus einer Hofkäserei von der Alb oder Pastrami von einem befreundeten Metzger serviert. Vesper – ein weithin unterschätzter Gaumenschmaus.

Eine von 267 Master-Sommeliers

Unterschätzt wie ein anderes Produkt der Region: der Trollinger. Selten gehörtes Lob für den schwäbischen Wein kommt aus berufenem Munde: Helga Schroeder ist eine von 267 Master-Sommeliers weltweit und hat im Laufe ihres Berufslebens in feinsten Restaurants gearbeitet – am wohlsten fühlte sie sich aber stets dort, wo die Bodenhaftung geblieben ist.

Ihr breites Wissen über Wein zu vermitteln, ist für sie eine Frage der richtigen Didaktik, die sich nach Vorkenntnissen des Gegenübers orientiert. Daher braucht keiner Angst zu haben, sich mit vermeintlich dummen Fragen zu blamieren. Die elitäre Aura rund um den Wein finden beide „schrecklich“. Wein sei ein Genussmittel, kein Statussymbol. Das Ziel ist, die Weine offen zu servieren und so das Probieren zu ermöglichen. Die Preisspanne reicht von vier bis etwa 14 Euro für das 0,1-Glas. Bei Probierabenden mit Winzern könnte das Wissen vertieft werden. Vielleicht gibt’s irgendwann auch kleine Konzerte – noch ist die neue Teneria im Werden begriffen.

„Teneria Pop-up“ – das ist der Versuch von Pascal Fetzer und Helga Schroeder, die beliebte Bar am Bädertörle mit bootsförmiger Terrasse zu neuem Leben zu erwecken. Der 41-Jährige und die 46-Jährige freuen sich über einen gelungenen Start. Die traumhafte Lage hat’s ihnen angetan: Auf der Erleninsel halten sich Leute beim gemeinsamen Sport im Park fit, den stillen Seitenarm der Rems nutzen Wasservögel als Jagdrevier und über die kleine Brücke gehen Passanten ihres Weges in Richtung Altstadt.

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