Waiblingen

Digitale Präsentationstechnik an Schulen: Waiblingen will mehr Räume ausrüsten

Notbetreuung Schule
Für die Digitalisierung an den Schulen nutzt die Stadt Waiblingen fleißig Mittel aus dem Digitalpakt Schule des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Hier wurden bereits Fördergelder von 2,1 Millionen Euro bewilligt. © ZVW/Benjamin Büttner

82 Prozent der Unterrichtsräume an Schulen in Waiblingen wurden bis Ende 2021 bereits mit digitaler Präsentationstechnik ausgestattet – doch darauf ruht sich die Stadt nicht aus. Bis Ende 2022 soll die Quote auf 93 Prozent erhöht werden. Johannes Tiemann von der Abteilung Schulen der Stadt sagte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Verwaltung (BSV), dass die Steigerung der Quote nun meist nur noch mit Hochbaumaßnahmen möglich sei. „Das sind die mühsamen Prozent.“

Medienwagen brauchen viel Platz

Als Beispiel nennt er etwa Grundschulen wie die Wolfgang-Zacher-Schule, wo es die Rippendecken bislang schwermachten, überall an der Decke Beamer zu montieren. Dort allerdings ist es nun laut Johannes Tiemann möglich, fünf Medienwagen durch je einen Beamer an der Decke zu ersetzen. Das soll Zug um Zug auch an anderen Schulen gemacht werden. Die Medienwagen enthalten standardmäßig zwar einen Beamer, Lautsprecher, eine Mediensteuerung und Apple-TV, allerdings benötigen sie auch viel Platz. Stadträtin Dagmar Metzger von der Alternativen Liste (ALi) merkte an, dass durch die Größe der Medienwagen in manchem Klassenzimmer die Sitzordnung leidet – und zwar in der Form, dass die Kinder nicht mehr so sitzen können, wie es pädagogisch am sinnvollsten wäre.

Am Geld mangelt es in Waiblingen indes nicht. Es wurden Fördergelder von 2,1 Millionen Euro beantragt, die auch allesamt bewilligt wurden. Davon wurden Stand jetzt bereits 819.807 Euro abgerufen. Ausgegeben hat die Stadt bereits mehr. Sorgen, dass Waiblingen nicht alle bewilligten Fördergelder rechtzeitig ausgeben kann, sind laut Erika Schwiertz, Leiterin des Fachbereichs Bildung und Erziehung, unbegründet. Falls Mittel anderer Kommunen übrig bleiben, dann habe man schon einen Plan in der Schublade, um für diese Mittel Bedarf anzumelden.

Schulen an zentralen Server angebunden

Alle städtischen Schulen in Waiblingen sind mittlerweile an einen zentralen Server angebunden und haben eine Bandbreite von einem Gbit pro Sekunde. Auch haben nun alle Schulen flächendeckendes WLAN, nachdem im Frühjahr auch die Comeniusschule ans zentrale Netzwerk angedockt wurde. Passend zum jeweiligen Konzept haben die Schulen bei Bedarf in ihren Unterrichtsräumen neben Beamer, Lautsprecher, Mediensteuerung und Apple-TV auch eine Dokumentenkamera und Laptops.

288 mobile Geräte für Lehrer

Lehrer erhielten während der Corona-Pandemie zudem Leihgeräte. Die Stadt Waiblingen sprang hier bereits für das Land ein und besorgte 288 mobile Geräte, davon 55 Notebooks und 233 Tablets. Johannes Tiemann merkte hierzu an, dass dies natürlich nicht für alle Lehrer reicht. Die Stadt wird letztlich noch mal bei den einzelnen Schulen nachfragen, wie der Bedarf ist. Selbst wenn Waiblingen alle Räume wie geplant mit digitaler Technik ausgestattet hat, geht die Arbeit nicht aus. Denn bestehende Anlagen müssen schließlich auch technisch erneuert werden.

82 Prozent der Unterrichtsräume an Schulen in Waiblingen wurden bis Ende 2021 bereits mit digitaler Präsentationstechnik ausgestattet – doch darauf ruht sich die Stadt nicht aus. Bis Ende 2022 soll die Quote auf 93 Prozent erhöht werden. Johannes Tiemann von der Abteilung Schulen der Stadt sagte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Verwaltung (BSV), dass die Steigerung der Quote nun meist nur noch mit Hochbaumaßnahmen möglich sei. „Das sind die mühsamen

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