Waiblingen

Ditib Waiblingen: Muslime beten zum Ramadan-Ende in Moschee mit Maske

Moschee
Gläubige beim Morgengebet nach Ende des islamischen Fastenmonats in der Sultan-Ahmet-Moschee in Waiblingen. © ZVW/Gabriel Habermann

Trotz aller Lockerungen wegen der milderen Omikron-Variante sind die Corona-Regeln in der Sultan-Ahmet-Moschee der Ditib Waiblingen auch zum Ende des Ramadans 2022 weiter relativ streng. So herrscht laut Vorstandsmitglied Kadri Yayla weiter Maskenpflicht für die Besucher – und das galt auch für das Morgengebet am 2. Mai, nach Ende des islamischen Fastenmonats. In Kraft ist auch weiter die Vorgabe, wegen Corona einen eigenen Gebetsteppich mitzunehmen oder einen von der Ditib-Gemeinde gestellten Einweg-Gebetsteppich zu verwenden. Fenster und Türen bleiben laut Kadri Yayla während des Gebets ebenfalls stets geöffnet. „Da hat sich nichts geändert.“

Kadri Yayla: „Wir haben von den Mitgliedern mehr Druck bekommen“

Lediglich beim verpflichtenden Mindestabstand in der Moschee gab es während des Ramadans eine Lockerung. „Wir haben von den Mitgliedern mehr Druck bekommen“, sagt Kadri Yayla. Diese hätten darauf verwiesen, dass es in anderen Moscheen mittlerweile weder einen Mindestabstand noch eine Maskenpflicht geben würde. Deshalb, betont Yayla, habe man sich auf einen Mittelweg geeinigt – und die Abstandsregel abgeschafft. Wer aber freiwillig weiter Abstand halten möchte, soll dies in der Moschee weiter tun können.

Ditib-Gemeinde hat zusätzliche Räume in der Moschee fürs Gebet geöffnet

Damit möglichst viele Muslime am traditionellen Morgengebet in der Sultan-Ahmet-Moschee im Gewerbegebiet Ameisenbühl teilnehmen konnten, hat die Gemeinde auch zusätzliche Räume geöffnet. Auf diese Weise ist es nämlich möglich, Platz für 200 bis 250 Gläubige zu schaffen. Da das Morgengebet mit dem 2. Mai auf einen Montag fiel, hatte nicht jeder Gläubige automatisch Zeit, um morgens in die Moschee zu kommen.

2021 durften beim Morgengebet nach Ende des Ramadans nur bis zu 80 Personen gleichzeitig in der Moschee sein

Im Vergleich zum Ramadan 2021 hat Kadri Yayla in der Ditib-Gemeinde in Waiblingen in diesem Jahr gemerkt, dass in den vergangenen Wochen mehr Menschen die Moschee besuchten. Fast um die 40 Personen seien zu den Abendgebeten im Ramadan gekommen. Bei den Morgengebeten waren laut dem Ditib-Vorstandsmitglied zwischen vier und zehn Gläubige anwesend. 2021 durften beim Morgengebet nach Ende des Fastenmonats nur maximal 80 Personen gleichzeitig in der Moschee sein. Deshalb fand das Gebet an diesem Tag gleich zweimal statt.

Das war nun 2022 nicht mehr nötig. Auch stellte Kadri Yayla fest, dass die Gemeindemitglieder sich in diesem Ramadan wieder häufiger zum gemeinsamen Fastenbrechen trafen als etwa 2020 oder 2021. Noch im vergangenen Jahr hatte Kadri Yayla nach eigener Aussage während des Ramadans zur Sicherheit niemanden zum Fastenbrechen eingeladen.

Das nächste wichtige Fest ist das islamische Opferfest im Juli

Für die muslimischen Kinder ist das dreitägige Ramadanfest oft mit kleinen Aufmerksamkeiten verbunden. So ist es laut Kadri Yayla üblich, den Kindern Spielzeug, Süßigkeiten, Kleidung oder auch Geld zu schenken. Das nächste wichtige Fest für Muslime nach dem Ramadanfest ist traditionell das Opferfest: Es findet in diesem Jahr vom 9. Juli bis zum 11. Juli statt. Das Opferfest gilt als das wichtigste religiöse Fest im Islam – vergleichbar mit Ostern für die Christen.

Trotz aller Lockerungen wegen der milderen Omikron-Variante sind die Corona-Regeln in der Sultan-Ahmet-Moschee der Ditib Waiblingen auch zum Ende des Ramadans 2022 weiter relativ streng. So herrscht laut Vorstandsmitglied Kadri Yayla weiter Maskenpflicht für die Besucher – und das galt auch für das Morgengebet am 2. Mai, nach Ende des islamischen Fastenmonats. In Kraft ist auch weiter die Vorgabe, wegen Corona einen eigenen Gebetsteppich mitzunehmen oder einen von der Ditib-Gemeinde

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