Waiblingen

Ein Stern voller Kinderwünsche

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350 Weihnachtswünsche warten darauf, erfüllt zu werden. © Ramona Adolf
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OB Andreas Hesky, Christoph Sonntag und Reinhard Bihlmeyer (von links) haben den "KinderWunschStern" eröffnet. © Benjamin Büttner

Waiblingen. Zum sechsten Mal hängen am „KinderWunschStern“ in der Waiblinger Stadtbücherei 350 Karten mit Wünschen von Kindern aus finanzschwachen Familien. Oberbürgermeister Andreas Hesky, Reinhard Bihlmeyer vom Kreisdiakonieverband Rems-Murr-Kreis, der Kabarettist Christoph Sonntag und Matthias Stelter von der Kreissparkasse haben die Aktion eröffnet.

Winterjacken, Gutscheine und Spielzeuge wie ein ferngesteuertes Auto oder Eintrittskarten für den Waiblinger-Weihnachtszirkus – das sind einige der Wünsche, die auf den Postkarten der Kinder stehen. Sie hängen an einem Holzstern in der Stadtbücherei. Damit auch möglichst viele Waiblinger mitmachen und Kinder beschenken können, dürfen die einzelnen Wünsche einen Maximalwert von 30 Euro nicht übersteigen.

Standard ist nicht bei allen gleich

„Das, was wir als Standard ansehen, ist nicht bei allen anderen Standard“, sagte Oberbürgermeister Andreas Hesky. „Wenn man sieht, dass ein sechsjähriges Kind sich eine Winterjacke wünscht, was eigentlich selbstverständlich ist, da bricht einem das Herz“, ergänzte Christoph Sonntag, der Gründer der gleichnamigen Stiftung, welche die Aktion unterstützt. „Ich habe auch Kinder und sie wünschen sich keine Winterjacken. Wir müssen sie sogar zum Jackenkaufen schleppen“, berichtete er. Der Kabarettist ist von der Hilfsbereitschaft der Waiblinger angetan: „Die Waiblinger sind so empathisch. Das finde ich super. Sie pflücken jedes Jahr fast alle Wünsche vom Stern.“

Sonntag betonte, wie wichtig die koordinierte gemeinnützige Arbeit der Kooperationspartner Kreisdiakonieverband und Kreissparkasse für das Gelingen des Projekts ist. Der Kreisdiakonieverband verteilt die Wunschkarten an soziale Einrichtungen für Kinder. Die Karten sind alle mit einer Nummer versehen, um zu überprüfen, ob wirklich alle 350 Wunschkarten samt Geschenk am Kassenschalter der Kreissparkasse abgegeben wurden. Wenn doch ein Geschenk vergessen oder verschollen ist oder die Wunschkarte noch am Stern hängt, übernimmt die Stiftung Christoph Sonntag das Schenken.

Bei den Postkarten falle der Wunsch nach Gutscheinen auf. „Das ist das Verlangen danach, sich selbst etwas im Laden auszusuchen, was man sich wünscht. Der eigenständige Kaufvorgang, das Aus- und Anprobieren. Das alles stärkt das Selbstwertgefühl“, sagte Reinhard Bihlmeyer, der stellvertretende Geschäftsführer des Kreisdiakonieverbandes Rems-Murr-Kreis. Die Kinder hätten mit dieser Aktion die Möglichkeit, sich etwas Besonderes zu wünschen, was für sie normalweise nicht möglich sei, fügte er hinzu.

Wunschkarten in zehn Tagen weg

„Die Wunschkarten sind in der Regel innerhalb von zehn Tagen ruckzuck gepflückt“, erzählte Reinhard Bihlmeyer. Die Geschenke samt Wunschkarte werden dann bei der Kreissparkasse abgegeben. Die Sparkasse koordiniert alles weitere und übergibt die Geschenke an die sozialen Träger, wo die Kinder dann beschenkt werden. „Die Kreissparkasse begleitet die Aktion von Anfang an. Ich selbst bin seit drei Jahren dabei“, berichtete Matthias Stelter, Filialdirektion Kreissparkasse Waiblingen.

Neben dem „KinderWunschStern“ steht außerdem eine separate Spendenbox. Diejenigen, die die Zeit zum Geschenkekauf nicht haben, können dort entweder einen der Wunschzettel mit dem entsprechenden Geldbetrag einwerfen, oder auch nur eine Geldspende.


Mitmachen: So geht’s

Während der Öffnungszeiten der Bücherei können die Karten vom Stern „gepflückt“ werden, diese sind: dienstags bis freitags von 10 bis 18.30 Uhr und samstags 9 bis 14 Uhr. Bis Montag, 10. Dezember, kann das verpackte Geschenk samt Wunschkarte bei der Kreissparkasse Waiblingen, Alter Postplatz, am Kassenschalter abgegeben werden.