Waiblingen

Einkaufen und Gastro: Das Leben kehrt zurück in die Waiblinger Innenstadt

Erster Tag ohne Testpflicht
Giosué Tolomeo bedient seine Gäste im "Il Divo" am Marktplatz in Waiblingen. © Benjamin Büttner

Auf dem Marktplatz füllen sich die Plätze der Außengastronomie mit Gästen, in den Geschäften des Einzelhandels shoppen die Kunden erstmals seit Wochen wieder (fast) ganz normal ohne Termin und Schnelltest. Nach dem Lockdown blüht die Waiblinger Innenstadt langsam wieder auf – und überall trifft man gut gelaunte Menschen.

„Platt, aber glücklich“, so beschreibt Giosué Tolomeo von der Trattoria „Il Divo“ am Marktplatz seine Gefühle. Der Start „von null auf 100“ war ein Kraftakt – aber ein lohnenswerter: Gleich am ersten Tag hatte er 65 Reservierungen. Was er zuletzt im Liefer- und Abholservice in einer Woche umgesetzt hatte, das schafft er nun in anderthalb Tagen.

Tapas italienisch

Die Corona-Zwangspause hat er kreativ genutzt und ein neues Konzept für das Lokal entwickelt: Statt klassischer Vorspeisenteller stehen jetzt Tapas mit italienischen Spezialitäten im Mittelpunkt. „Modern Kitchen“ nennt der Chef die kulinarische Mixtur aus Italien und Spanien. Um die Originalität zu stärken, nennt er das „Il Divo“ jetzt „Trattoria Unica“ (einzigartige Trattoria) und hat ihr ein neues Logo verpasst.

Draußen genießt Thomas Käser als früher Gast einen Cappuccino. „Ich hab’ es schon sehr vermisst, einfach wieder draußen sitzen zu können“, sagt er und will die Möglichkeit nutzen, denn: „Wer weiß, wie langes es möglich ist.“ Abstand zu halten und Masken zu tragen, wo es nötig ist, das hätten er und seine Frau auch unlängst bei einem Kurztrip an den Bodensee gerne in Kauf genommen.

Sommer-Hemden und Shorts

Überall in der Langen und Kurzen Straße: Geschirrklappern aus den Café s und Eisdielen, beim Barber surrt die Haarschneidemaschine, Stimmengewirr von Passanten erfüllt die Gassen. Bei „H&M“ am Postplatz stehen die Kundinnen wieder an der Kasse Schlange wie eh und je – nur eben mit Maske und Abstand. 122 Kunden dürfen nach aktuellem Stand ins Geschäft.

Patrick Reichle vom gleichnamigen Modehaus setzte zuletzt aufs GGG-Prinzip (genesen, getestet, geimpft) und ist nun erleichtert, mit den am Dienstag in Kraft getretenen Lockerungen keine Kunden mehr von der Tür wegschicken zu müssen. So einige hätten angesichts der vielen Änderungen nicht mehr recht Bescheid gewusst, was denn je aktuell galt. Nun die ersehnte Rückkehr zum Fast-Normalbetrieb. Poloshirts, kurze Hosen und Leinenhemden liegen jedenfalls bereit – „ich hoffe jetzt auf einen guten Sommer“.

Auf dem Marktplatz füllen sich die Plätze der Außengastronomie mit Gästen, in den Geschäften des Einzelhandels shoppen die Kunden erstmals seit Wochen wieder (fast) ganz normal ohne Termin und Schnelltest. Nach dem Lockdown blüht die Waiblinger Innenstadt langsam wieder auf – und überall trifft man gut gelaunte Menschen.

„Platt, aber glücklich“, so beschreibt Giosué Tolomeo von der Trattoria „Il Divo“ am Marktplatz seine Gefühle. Der Start „von null auf 100“ war ein Kraftakt – aber

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