Waiblingen

Elektroauto: Neue Ladestation der Stadtwerke in Hegnach - drei weitere folgen

Ladesäule
OB Andreas Hesky lädt am Pfefferminzweg in Hegnach ein E-Auto der Stadt Waiblingen auf. © ZVW/Benjamin Büttner

Die Stadtwerke Waiblingen haben ihre neue Ladesäule für Elektroautos in Hegnach am Mittwoch offiziell eingeweiht. Sie befindet sich im Pfefferminzweg, in der Nähe der Hausnummer 19, direkt an einem Spielplatz mit vielen öffentlichen Parkplätzen. Zwei Fahrzeuge können hier gleichzeitig geladen werden.

Kunden der Stadtwerke zahlen dafür 36 Cent pro Kilowattstunde. Wer mit der Karte eines anderen Anbieters sein Fahrzeug auflädt, muss mit abweichenden Tarifen rechnen. Auf jeden Fall teurer ist das freie Laden, bei dem über Paypal bezahlt wird.

Alles fing mit einem Antrag aus Hohenacker für eine zweite Ladesäule an

Die Ladesäule im Pfefferminzweg ist die zweite für Hegnach, nachdem bereits an der Hauptstraße 59 eine Ladesäule steht.

Diese soll auch Kunden ansprechen, die auf der Durchfahrt sind, während die neue Säule sich eher an Nutzer des Spielplatzes und Anwohner richtet, die sich als Mieter zum Beispiel nicht so ohne Weiteres eine Ladesäule in die Garage stellen können. Dass es überhaupt die zweite Ladesäule der Stadtwerke in Hegnach gibt, hängt mit dem Ortschaftsrat von Hohenacker zusammen. Dieser beantragte nämlich die Errichtung einer weiteren Ladesäule für Hohenacker, als Ergänzung zum Standort an der Karl-Ziegler-Straße 17. Für OB Andreas Hesky war schnell klar, dass auch für die anderen Ortschaften was getan werden muss.

„Wir haben Lieferketten-Probleme im Hinblick auf Corona“

Hegnach und Hohenacker waren die ersten beiden Ortschaften, die ihre zweite Ladesäule erhielten. In Hohenacker entstand sie auf öffentlichen Stellplätzen in der Erbachstraße. In Beinstein ist der Standort an der Rathausstraße vorgesehen, hinter der Ortsbücherei. In Bittenfeld wird eine Ladesäule auf dem öffentlichen Parkplatz an der Beethovenstraße errichtet. Beide sollen Mitte bis Ende März aufgebaut sein, betont Esma Cakici, die bei den Stadtwerken fürs Thema E-Ladesäulen zuständig ist.

Gleiches gilt für den geplanten Standort im Schwalbenweg auf der Korber Höhe. Ob vom Zeitrahmen her wirklich alles wie geplant umgesetzt werden kann, hängt laut Esma Cakici letztlich von den zuständigen Tiefbaufirmen ab. Das bestätigt auch Bernhard Zipp, Bereichsleiter Technik der Stadtwerke Waiblingen. „Wir haben Lieferketten-Probleme im Hinblick auf Corona.“ Das mache letztlich eine verlässliche Angabe schwer.

Kooperation der Stadtwerke Waiblingen mit dem Motorsägenhersteller Stihl

In Neustadt wird es vorerst keine weitere Ladesäule der Stadtwerke geben. Dort gibt es bereits jetzt mehr als jeweils in den vier anderen Waiblinger Ortschaften – nämlich eine Station im Bühlweg 11, eine auf dem Hallenbad-Parkplatz im Schärisweg und zwei bei den Besucherparkplätzen vom Stihl-Werk zwei in der Andreas-Stihl-Straße 4. Bei den beiden Letzteren kooperieren die Stadtwerke Waiblingen mit dem Motorsägenhersteller Stihl. Eine weitere Ladesäule wird es in Neustadt deshalb erst im Rahmen der Neugestaltung der Ortsmitte geben.

Schnellladesäule in der Heerstraße: Stadtwerke-Kunden zahlen 46 Cent pro Kilowattstunde

Insgesamt betreiben die Stadtwerke in Waiblingen nun 22 Ladesäulen – und drei weitere sollen noch in diesem Frühjahr dazukommen. Die Ladesäule in der Heerstraße in Waiblingen-Süd ist eine sogenannte Schnellladesäule, hier liegen deshalb die Kosten für die Kilowattstunde für die Stadtwerke-Kunden bei 46 Cent – also zehn Cent mehr als bei den gängigen AC-Ladesäulen, die mit Wechselstrom betrieben werden.

Drei Ladeplätze gibt es hier in der Nähe des Einkaufszentrums Remspark insgesamt – und die Stationen stehen in Konkurrenz mit den Schnellladesäulen der Firma Allego, die sich direkt auf dem Parkplatz befinden. Die Allego-Säulen, gibt Esma Cakici auf Nachfrage von OB Andreas Hesky zu, werden stärker frequentiert, was sie sich damit erklärt, dass sie für die Remspark-Kunden noch leichter erreichbar sind.

Kostenloses Aufladen wurde abgeschafft

Als die Stadtwerke das kostenlose Aufladen an ihren Stationen abgeschafft haben, hat sich nach Angaben von Esma Cakici die nachgefragte Strommenge für alle Ladesäulen anfangs auch erst mal halbiert. Dass Kunden nun für den Ökostrom aus den Ladestationen zahlen müssen, findet OB Andreas Hesky richtig. Er hat nach eigener Aussage selbst mal beobachtet, wie ein Fahrer mit Ludwigsburger Kennzeichen Zeitung las, während er an einer Ladesäule sein Auto gratis auflud. Eine ähnliche Geschichte kann Bernhard Zipp von einem Fahrer mit Stuttgarter Nummernschild erzählen.

29 Ladeplätze am Bahnhof im Park-and-Ride-Parkhaus

Insgesamt können an den Ladesäulen der Stadtwerke 47 Fahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden. Wo eine Station frei ist, sehen Kunden über die kostenfreie Handy-App „eCharge+“. Dazu kommen 29 weitere Ladeplätze der Stadtwerke im neuen Park-and-Ride-Parkhaus, das im Dezember 2021 am Waiblinger Bahnhof eröffnet wurde.

Die Stadt Waiblingen selbst setzt bei ihrer Fahrzeugflotte voll auf E-Autos. OB Andreas Hesky betonte bei der Einweihung der Ladesäule am Pfefferminzweg, dass die Stadt nur noch Elektromodelle hat. Die Ausnahme bilden hier lediglich Fahrzeuge des Betriebshofs, wobei auch hier teilweise schon E-Fahrzeuge im Einsatz sind. Dank des „Autostrom Natur“-Tarifs ist die genutzte Energie auch nachhaltig, sprich es wird CO2 gespart. Hesky: „Es lohnt sich, ein elektrisches Fahrzeug zu fahren.“

Die Stadtwerke Waiblingen haben ihre neue Ladesäule für Elektroautos in Hegnach am Mittwoch offiziell eingeweiht. Sie befindet sich im Pfefferminzweg, in der Nähe der Hausnummer 19, direkt an einem Spielplatz mit vielen öffentlichen Parkplätzen. Zwei Fahrzeuge können hier gleichzeitig geladen werden.

Kunden der Stadtwerke zahlen dafür 36 Cent pro Kilowattstunde. Wer mit der Karte eines anderen Anbieters sein Fahrzeug auflädt, muss mit abweichenden Tarifen rechnen. Auf jeden Fall

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