Waiblingen

Erste Zeltstadt im Kreis in Kirchberg

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Symbolbild der Zeltstadt aus der Landeserstaufnahmestelle in Ellwangen. So könnte es bald auch in Kirchberg aussehen. © ZVW

Kirchberg.
Bisher galten Zelte als Unterbringung für Flüchtlinge im Rems-Murr-Kreis als tabu. Das hat sich jetzt geändert: In Kirchberg an der Murr werden von März an in der Kalkwerkstraße 100 Flüchtlinge in einem Zelt untergebracht. Bisher lebten in der Gemeinde Kirchberg, die knapp 3800 Einwohner zählt, nur zehn Flüchtlinge. Zurzeit wird eine ehemalige Gewerbeimmobilie saniert und umgebaut. Die Zeltstadt dient als Übergangslösung, bis diese Arbeiten abgeschlossen sind. Es handelt sich um die kreisweit erste Notlösung in dieser Form. Das haben Landrat Richard Sigel und Vertreter seiner Behörde bei einer Bürgerversammlung in der Gemeindehalle in Kirchberg bekanntgegeben. Vor rund 100 Bürgern räumte Landrat Sigel ein, dass beim Thema Asyl nicht alles perfekt ablaufe. Doch seien allein seit seinem Amtsantritt im August 2015 mehr als 3500 Plätze geschaffen worden.

„Das Zelt ist winterfest und isoliert“, erläuterte Joachim Frey vom Landratsamt. Das Zelt besteht nicht aus Planen, sondern aus stabilen Kunststoffwänden. Zusätzlich werden mehrere Container mit Küchen und Sanitäreinrichtungen aufgestellt. Voraussichtlich werden die Menschen bis Mai oder Juni im Zelt wohnen, bevor sie in die dann sanierte Immobilie umziehen können.

In den ersten beiden Wochen soll ein ständiger Wachdienst eingesetzt sein. „Danach überlegen wir, wie der Sicherheitsdienst gebraucht wird“, so Frey. Um die Betreuung der Flüchtlinge wird sich die Caritas kümmern.