Waiblingen

Es gibt wieder Bubble Tea: Asialaden "Buteeho" hat nach einem Monat wieder Strom

Buteeho hat wieder Strom
Hier muss niemand mehr im Dunkeln einkaufen. © ZVW/Alexandra Palmizi

Im Dunkeln einkaufen zu gehen ist für viele hierzulande unvorstellbar, einen ganzen Monat, ohne Strom zu arbeiten wahrscheinlich noch mehr. Doch genau das hat Nicola Lommano, Inhaber des Asialadens „Buteeho“ in Waiblingen, gemacht. Weil er die Stromrechnungen als Folge der Inflation nicht bezahlen konnte, wurde ihm der Strom abgestellt. Das war am 20. November, am 16. Dezember sind die Schaufenster in der Albert-Roller-Straße zum ersten Mal wieder hell erleuchtet. In der Zeit dazwischen wurde im Dunkeln gearbeitet.

Inhaber Nicola Lommano hatte früh einen neuen Stromvertrag

Den Laden zu öffnen, hat dem Inhaber allerdings kaum Kundschaft gebracht. Viele würden das dunkle Geschäft sehen und daran vorbeigehen, so seine Annahme im Gespräch mit der Redaktion Anfang Dezember. Seine Arbeit hat sich deshalb auf das Annehmen von Paketen beschränkt.

Außer asiatische Lebensmittel und Bubble Tea bietet „Buteeho“ nämlich auch einen GLS-Service an. Kunden können im Laden Päckchen abgeben. An den meisten Tagen in dem dunklen Monat sei der Paketdienst das Einzige gewesen, was den Laden am Laufen gehalten habe. Für den Inhaber wäre es nur zum Vorteil gewesen, wenn die Paketkunden auch auf das Lebensmittel-Angebot aufmerksam geworden wären - doch insgesamt ist „Buteeho“ seit dem 20. November die Kundschaft weggebrochen. „Ich habe fast keinen Umsatz gemacht“, sagt Nicola Lommano. Die Einnahmen eines ganzen Monats fehlen ihm nun.

Schon Anfang Dezember hatte Nicola Lommano alles darangesetzt, den Betrieb so schnell wie möglich wieder ans Stromnetz anzuschließen. Früh hatte er einen neuen Stromvertrag, seine Schulden bei den Stadtwerken waren bezahlt. Doch der neue Vertrag sollte erst ab dem 16. Dezember gelten, einen früheren Start konnte der Buteeho-Chef trotz aller Bemühungen nicht erwirken.

Glücklicherweise hatte ein freundlicher Nachbar seine Hilfe angeboten und dem Supermarkt seinen eigenen Strom geliefert. So konnte wenigstens die Ware in den Kühltruhen kalt gelagert werden. Verkauft wurde sie trotzdem nicht und ist dem Mindesthaltbarkeitsdatum dadurch immer näher gekommen. Musste also Ware weggeschmissen werden?

Es wurde nur wenig weggeschmissen

Vieles im Asialaden ist lange haltbar: Soßen, Trockenprodukte, eigentlich alles, was sich in den Regalen befindet, ist haltbar geblieben und kann weiterhin verkauft werden. Auch, wenn nur wenig schlecht geworden ist: Gemüse und Zutaten für die Herstellung des Tee-Getränks Bubble Tea musste der Inhaber wegwerfen und neu kaufen.

Doch die gute Nachricht für alle Tee-Fans ist: Jetzt gibt es wieder Bubble Tea. Der Verkauf des Getränks ist ein Standbein von Nicola Lommano, viele seiner Kunden kamen regelmäßig wegen des süßlichen Tees, in dem sich sogenannte Tapioka-Perlen befinden, in den Laden. Nicola Lommano kann von nun an wieder voll durchstarten. „Ein paar Kunden waren heute auch schon da“, sagt er zufrieden.

Im Dunkeln einkaufen zu gehen ist für viele hierzulande unvorstellbar, einen ganzen Monat, ohne Strom zu arbeiten wahrscheinlich noch mehr. Doch genau das hat Nicola Lommano, Inhaber des Asialadens „Buteeho“ in Waiblingen, gemacht. Weil er die Stromrechnungen als Folge der Inflation nicht bezahlen konnte, wurde ihm der Strom abgestellt. Das war am 20. November, am 16. Dezember sind die Schaufenster in der Albert-Roller-Straße zum ersten Mal wieder hell erleuchtet. In der Zeit dazwischen

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