Waiblingen

Es ist offiziell: Wechselunterricht ab Montag (17.5.) - das sagen Waiblinger Schulen und Eltern dazu

Axel Rybak
Schulleiter Axel Rybak und seine Stellvertreterin Heike Gensch öffnen die Türen der Staufer-Realschule für den Wechselunterricht ab Montag. © ZVW/Palmizi

Die Waiblinger Schulen starten am Montag, 17. Mai, in den Wechselunterricht. Denn: Liegt die Inzidenz, also die Zahl der Corona-Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 165, erlaubt die „Bundes-Notbremse“ die Rückkehr vom Fern- zum Wechselunterricht. Das ist im Rems-Murr-Kreis am Mittwoch erreicht worden.

Am Brückentag am Freitag sollten die Schulen laut Landratsamt aus organisatorischen Gründen noch nicht öffnen - aber am Montag, 17. Mai, ist es so weit. Sind die Schulen darauf vorbereitet? Und was sagen die Eltern dazu?

Staufer-Realschule ist startklar

„Im Prinzip müssen wir nur auf ‘Los’ drücken, wir sind gut präpariert“, sagt der geschäftsführende Schulleiter der Waiblinger Schulen und Rektor der Staufer-Realschule, Axel Rybak. Die Schule habe einen Stundenplan ausgearbeitet, der sowohl bei Fern-, Wechsel- als auch Präsenzunterricht funktioniere. „Der Stundenplan muss vor Montag nicht mehr geändert werden“, sagt Rybak. Die Schüler seien bereits in Lerngruppen eingeteilt und wüssten Bescheid, wann ihre Gruppe in die Schule kommen könne.

Axel Rybak und seine Kollegen freuen sich, dass es am Montag endlich wieder losgeht: „Wir sind sehr froh, wenn die Kinder wieder da sind. Dann ist hier mal wieder ein bisschen Leben in der Bude“, sagt der Rektor. Er merke auch, dass den Kindern die Schule und der Kontakt mit ihren Freunden fehle.

Erleichterung bei den Eltern 

Diesen Eindruck hat auch Andreas Reichenauer, Vorsitzender des Gesamtelternbeirats der Waiblinger Schulen: „Den Schülern wird die Öffnung guttun. Auch wenn es zu Hause manchmal bequemer scheint, sobald die Kinder in der Schule wieder Kontakt mit ihren Freunden haben, ist diese Einstellung verflogen. Wir sind eben nicht für die Einsamkeit und Isolation bestimmt.“

Und auch unter den Eltern herrsche überwiegend Erleichterung, sagt Reichenauer: „Ich glaube, die Mehrheit der Eltern ist dafür, dass der Unterricht wieder stattfindet, am besten in vollem Umfang.“

Natürlich gebe es aber auch einen Teil der Elternschaft, der mit Corona eher schwierige Erfahrungen gemacht habe: „Diese Eltern sind natürlich deutlich sensibler, was die Öffnung angeht“, sagt Reichenauer. Trotz des Angebots des Wechselunterrichts ab Montag sei es den Familien weiterhin freigestellt, ihr Kind in die Schule zu schicken oder es zu Hause lernen zu lassen: „Die Präsenzpflicht ist nach wie vor aufgehoben“, sagt Reichenauer.

Lohnt sich Öffnung vor Pfingsten?

Auf die Frage, ob sich die Öffnung am Montag im Hinblick auf die baldigen Pfingstferien überhaupt lohnt, sagt Andreas Reichenauer: „Ganz ehrlich, die Woche hätte man sich auch schenken können.“ Der organisatorische Aufwand sei doch erheblich.

Außerdem laufe der Fernunterricht mittlerweile recht stabil: „Der Wechselunterricht ist dann schon wieder etwas Neues, da braucht man wieder andere technische Voraussetzungen, damit die Schüler zu Hause genauso erreicht werden wie die vor Ort.“

Schulleiter Axel Rybak hingegen hält die Öffnung in der Woche vor den Ferien auf jeden Fall für lohnenswert: „Selbst wenn wir nur am Donnerstag und am Freitag hätten öffnen können, hätten wir das getan. Die Schüler mal wieder im Angesicht zu sehen und mit ihnen zu reden - ja, das lohnt sich auf jeden Fall!“

Bei einer anderen Sache sind sich der Schulleiter und der Elternvertreter dann aber wieder einig: die Hoffnung, dass die Umstellung auf den Wechselunterricht diesmal von Dauer ist. „In die Glaskugel kann natürlich niemand schauen, aber ich denke, dass die Rückkehr in den Wechselunterricht diesmal von Dauer ist“, sagt Reichenauer. Und Rybak ergänzt: „Ich hoffe, dass wir jetzt mal eine Weile durchhalten.“

Die Waiblinger Schulen starten am Montag, 17. Mai, in den Wechselunterricht. Denn: Liegt die Inzidenz, also die Zahl der Corona-Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 165, erlaubt die „Bundes-Notbremse“ die Rückkehr vom Fern- zum Wechselunterricht. Das ist im Rems-Murr-Kreis am Mittwoch erreicht worden.

Am Brückentag am Freitag sollten die Schulen laut Landratsamt aus organisatorischen Gründen noch nicht

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