Waiblingen

Fünf Tipps fürs perfekte Grillfeuer

Revierfoerster Andreas Muenz beim errichten des Holzfeuers, Grillplatz Buoch, 17.07.2017.
Förster Andreas Münz weiß: Zu viel Feuchtigkeit im Holz sorgt für viel Rauch. © Benjamin Beytekin

Waiblingen. Eine Säge, ein paar Holzspäne, trockenes Holz und ein Feuerzeug oder Streichhölzer – mehr braucht es nicht, um ein Feuer zu entzünden. Wie die Glut fürs Grillen gelingt, erklärt der Förster Andreas Münz.

Wir testen für Sie außerdem Grillplätze rund um Waiblingen. Hier geht es zum Test.

1. Ausgerüstet sein

„Wenn Sie zu einem Grillplatz gehen, an dem es Bäume gibt, nehmen Sie eine Säge mit“, rät Andreas Münz. Zwar sei es natürlich nicht erlaubt, Äste abzubrechen – aber das Holz, das auf dem Boden liege, dürfe zum Feuermachen verwendet werden. Um größere Äste zu zersägen, genügt schon eine kleine Klappsäge. Die passt in jede Tasche. Wer nicht sicher ist, ob er vor Ort genügend findet, sollte sich Feuerholz zur Grillstelle mitnehmen. Dieses gibt es beispielsweise im Baumarkt zu kaufen. Auch eine Flasche Wasser sollte im Gepäck sein, mit der später die Glut gelöscht werden kann.

2. Gewusst was

„Verwenden Sie nur richtig trockenes Holz. Wenn noch zu viel Feuchtigkeit im Holz ist, brennt es nicht richtig und raucht aber stark“, erklärt der Waiblinger Revierförster. Nadelholz brennt außerdem besser als Laubholz. Das liegt am höheren Harzanteil. Besonders zum Anfeuern sind daher zum Beispiel die Zweige einer Kiefer besser geeignet als die einer Buche oder Eiche. Ein Feuer mit Nadelholz hat auch einen schönen weiteren Effekt: „Wenn Nadelholz brennt, duftet es schön würzig“, sagt Münz. Ihn selbst erinnere das an Urlaube am Atlantik in Frankreich.

3. Holz aufschichten wie ein Profi

Das Feuerholz sollte pyramidenförmig aufgeschichtet werden: In die Mitte kommen die dünnsten Zweige, nach außen hin werden die dickeren drum herumgestapelt. „Richtig dicke Äste sollten Sie allerdings erst ins Feuer legen, wenn es richtig lodert“, rät der Förster. Sonst bestehe die Gefahr, dass das Feuer wieder ersticke, bevor es richtig brenne.

4. Gewusst wie

Als Grillanzünder empfiehlt Münz einfache Hobelspäne. Diese werden zwischen die kleinen Zweige im Innern der Pyramide gesteckt und angezündet. Es gibt sie im Bau- oder Drogeriemarkt zu kaufen. Das funktioniere besser als alles andere und sei zudem ökologischer als zum Beispiel Zeitungspapier. Angezündet werden sollte das Feuer auf der Seite, die dem Wind zugewandt ist – so entzündet der Wind automatisch den Rest des Holzes. „Niemals sollten brennbare Flüssigkeiten ins Feuer gesprüht werden“, betont Münz. Die Gefahr von Verbrennungen sei dabei zu groß.

5. Geduldig sein

Erst wenn die Flammen richtig lodern, sollten dicke Scheite nachgelegt werden. Wenn diese dann richtig glühen, kann gegrillt werden. Wenn alles gegrillt und gegessen ist, sollte auf jeden Fall gewartet werden, bis das Feuer bis auf die Glut heruntergebrannt ist, und diese mit etwas Wasser gelöscht werden.