Waiblingen

Farbattacke auf Amtsgericht Waiblingen: Reinigung hat begonnen

Farb Amtsgericht
Die Reinigungsarbeiten am Amtsgerichtsgebäude in der Bahnhofstraße haben bereits begonnen. © ZVW/Gabriel Habermann

Viereinhalb Wochen nach dem Farbanschlag auf das Waiblinger Amtsgericht hat die Reinigung der Fassade begonnen. Corinna Bosch, Leiterin des Amts Ludwigsburg des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg, teilte auf Nachfrage mit, dass für die Arbeiten circa vier bis fünf Wochen angesetzt sind. Heißt: Vor Heiligabend soll alles fertig sein. Die Fassade des Gebäudes in der Bahnhofstraße 48 muss gereinigt werden, nachdem die Täter in der Nacht auf Montag, 18. Oktober, das Gebäude mit roter Farbe verunstaltet hatten.

Vergeltungsaktion der linken Szene

Die Täter müssen offensichtlich Flaschen geworfen haben, die mit der Farbe gefüllt waren. Zur Tat bekannte sich recht schnell die Antifa. Über eine linke Internetseite rechtfertigte sie das Vorgehen als Vergeltungsaktion für Haftstrafen, die zwei linke Aktivisten im Oktober erhielten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Männer Vertreter der rechten Gewerkschaft „Zentrum Automobil“ bei einer Querdenken-Demo im Jahr 2020 schwer verletzt haben. Die Polizei geht deshalb bei dem Farbanschlag aufs Amtsgericht Waiblingen von einem linksextremen Hintergrund der Täter aus. Genaue Tatverdächtige gibt es allerdings bislang nicht.

Der Waiblinger Amtsgerichtsdirektor Michael Kirbach bezifferte den Schaden erst kürzlich auf etwa 20.000 Euro. Auf Nachfrage teilte Corinna Bosch von Vermögen und Bau Baden-Württemberg mit, dass die genauen Kosten für die Maßnahme derzeit noch ermittelt werden.

Amtsleiterin Corinna Bosch: „Für die Arbeiten ist die Wetterlage ein wichtiger Faktor“

Das Gebäude des Waiblinger Amtsgerichts ist im Eigentum des Landesbetriebs. Das Amt Ludwigsburg, das unter anderem für Liegenschaften im Rems-Murr-Kreis zuständig ist, sorgte dafür, dass bereits am 12. November ein Gerüst an der Gebäudefassade angebracht wurde. Es soll ebenfalls rund vier bis fünf Wochen stehen, so lange wie die Reinigungsarbeiten andauern. Und hier gibt es natürlich Faktoren, die sich schwer beeinflussen lassen. „Für die Arbeiten ist die Wetterlage ein wichtiger Faktor“, betont Corinna Bosch.

Die Glasscheiben, Rahmen und Klappläden sollen nach Angaben der Amtsleiterin durch den Gebäudereiniger gereinigt werden. „Die Natursteinfassade wird mit Chemie gereinigt und bedarf mehrerer Arbeitsgänge.“ Die Fassade werde dann vom Maler überarbeitet, indem dieser die Fassade überstreicht. „Der Untergrund wird durch eine Deckschicht vorbehandelt, um das Durchschlagen der roten Farbe zu verhindern.“

Farbe wurde bereits von den Fenstern entfernt

Die Farbe wurde bereits von den Fensterscheiben des Amtsgerichtsgebäudes entfernt. Als unser Fotograf am Donnerstagvormittag vor Ort war, sind zwar keine Handwerker zu sehen gewesen, allerdings liegt dies einfach daran, dass die beauftragten Firmen nicht jeden Tag vor Ort sein können. Die Firma, welche die Natursteinfassade reinigen soll, wird laut Corinna Bosch nächste Woche loslegen - den genauen Tag kann sie allerdings nicht sagen. 

Viereinhalb Wochen nach dem Farbanschlag auf das Waiblinger Amtsgericht hat die Reinigung der Fassade begonnen. Corinna Bosch, Leiterin des Amts Ludwigsburg des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg, teilte auf Nachfrage mit, dass für die Arbeiten circa vier bis fünf Wochen angesetzt sind. Heißt: Vor Heiligabend soll alles fertig sein. Die Fassade des Gebäudes in der Bahnhofstraße 48 muss gereinigt werden, nachdem die Täter in der Nacht auf Montag, 18. Oktober, das Gebäude mit

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