Waiblingen

Fidels Fritz setzt bei jeder Corona-Stufe auf 2G beim Kabarett mit Katie Freudenschuss und Co.

Michael Sprenger Fidels Fritz
Michael Sprenger, Betreiber des Fidels Fritz, ist „gedämpft optimistisch“. © ZVW/Büttner

„Gedämpft optimistisch“: So lässt sich die Stimmung von Michael Sprenger beschreiben. Der Betreiber des Waiblinger „Fidels Fritz“ beobachtet die aktuellen Entwicklungen der Pandemie mit einem wachsamen Auge. Schließlich hat das „Fidels Fritz“ in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Schwanen gerade das neue Kabarett- und Comedy-Programm für die Saison 2021/2022 veröffentlicht.

Die Kabarett-Abende sollen stattfinden, „solange die Bedingungen es zu lassen“, sagt der 54-Jährige. Wenn alles wie geplant läuft, dann findet bis Mai 2022 jeden Monat eine Comedy-Veranstaltung im Schwanensaal des benachbarten Kulturhauses statt. Lediglich eine Tür trennt die Kulturkneipe von dem Kulturhaus.

Auf dem Programm stehen Namen wie Katie Freudenschuss, Andy Häussler, Simon Pearce, das Duo Mackefisch, Katalyn Hühnerfeld, Tim Becker und Helge Thun. „Fidels Fritz“-Chef Sprenger: „Wir möchten den Künstlern auch die Möglichkeit geben, auftreten zu können.“

Denn manche Acts stehen schon länger auf dem Programm. Pandemiebedingt konnten Auftritte seit März 2020 nicht stattfinden. „Wir haben aber keine Veranstaltung ganz abgesagt, sondern nur verschoben“, so der Betreiber.

Am 26. November soll es mit Komödiantin Katie Freudenschuss und ihrem Programm „Einfach Complie-Katie“ losgehen. „Das Tournee- und Konzertbüro Hans Braun besorgt uns die Künstler“, sagt er.

Egal welche Corona-Stufe: Veranstalter will 2G-Regelung für Kabarett-Abende

Aktuell gilt für die Kabarett-Veranstaltungen ein reduziertes Kartenkontingent, die 2G-Regelung und das Tragen einer Maske. Auch ohne Warnstufe, die seit Ende Oktober in Baden-Württemberg gilt, hätte die Veranstaltung mit der 2G-Regelung stattgefunden, so Sprenger. Für Geimpfte und Genesene wäre das Tragen der Maske nicht zwingend gewesen. Der Schwanensaal sei nämlich mit einem Lüftungssystem ausgestattet, so Sprenger.

Doch dies ist nun hinfällig. Es bleibe abzuwarten, ob die Alarmstufe eintrete und „wie viele Menschen in der aktuellen Lage überhaupt kommen“.

Seit 2003 leitet Michael Sprenger den Betrieb, in dem er schon in jungen Jahren als Mini-Jobber tätig war. Ungefähr in diesem Zeitraum entstand auch der Gedanke, ein Kultur- und Kunstprogramm in das gastronomische Angebot zu integrieren. „In Normal-Zeiten finden rund zehn Veranstaltungen von Herbst bis Frühjahr statt.“

Andy Häussler und Mackefisch: vielversprechende Künstler, findet Sprenger

So sind auch schon bekannte Comedians wie Bülent Ceylan oder Özcan Cosar in Waiblingen aufgetreten. Damals noch am Anfang ihrer Karriere, „heute spielen sie in großen Hallen“, sagt Sprenger. „Es ist interessant, die Entwicklung der Künstler zu sehen.“ Unter den Künstlern des diesjährigen Programms seien auch Kleinkunstgewinner und Förderpreisträger, so zum Beispiel Andy Häussler und Mackefisch – vielversprechende Akteure, die es in der Zukunft weit bringen könnten, so Sprenger.

Trotz der ungewissen Entwicklung der Corona-Lage blickt der Inhaber zuversichtlich in die Zukunft: So sollen neben dem Comedy-Angebot auch Konzerte stattfinden, „um wieder halbwegs Kunst und Kultur anzubieten", so Sprenger. Doch zeichnet sich ein Kabarett-Abend nicht nur durch die Künstler aus, sondern auch durch das gastronomische Angebot. Nebenan, im „Fidels Fritz“, essen und trinken die meisten Besucher noch was, bevor die Show losgeht.

Das Ambiente gleicht dem eines heimischen Wohnzimmers, Teppiche und Möbel erwecken einen gemütlichen Eindruck. „Vor vier Jahren gab’s einen Umbau, damals war es noch futuristisch eingerichtet“, so Sprenger.

Warum es auch im Biergarten Schwaneninsel kein "To go" gab

Seit den Sommerferien hat das „Fidels Fritz“ wieder geöffnet. Täglich von 17 bis 24 Uhr, außer an Sonn- und Feiertagen. In den Schließzeiten während der Lockdowns habe die Bar allerdings kein Essen-to-go angeboten. Die Gerichte auf der Karte hätten sich dafür nicht geeignet. Ebenfalls gab es im Biergarten Schwaneninsel in Waiblingen, den Sprenger leitet, kein Abholangebot. Das Gelände sei zu weitläufig und die Leute wären dazu verleitet worden, sich dort aufzuhalten, so der Betreiber.

Sprenger: „Das „Fidels Fritz“ stehe für eine kleine, aber pfiffige Küche.“ Ab und zu stehe der Chef persönlich am Herd, schließlich sei er gelernter Koch. Typisch für die Bar seien Gerichte im Weckglas, wie etwa der Gaisburger Marsch. „Da wir eine kleine Küche haben, kann das gut vorbereitet werden“, so Sprenger.

Der „Order-Cube“ soll den Service erleichtern 

In Sachen zukunftsfähiger Gastronomie will der Inhaber weiterdenken. Neu in der Kulturbar ist der Order-Cube (zu deutsch: Bestellwürfel). Der Würfel leuchtet und ersetzt das klassische Teelicht. Über das Antippen kann der Gast das Personal rufen. Die Farbe des Cubes ändert sich dann von Rot zu Grün. Ein Zeichen für die Servicekräfte, die Gäste zu bedienen. Damit solle der Service-Ablauf effektiver gestaltet werden, so Sprenger.

Noch befinde sich der Cube in der Testphase und werde mit den Besuchern erprobt, die abends ins „Fidels Fritz“ kommen. Doch auch hier zeigt sich mit Eintritt der Warnstufe eine Veränderung. „Gäste rufen an, und fragen, welche Regeln gerade gelten“, so Sprenger. Der Großteil der Gäste sei aber geimpft.

Wie sich die Warnstufe und die Corona-Lage auf den Gastronomiebetrieb auswirken und ob die Comedy-Abende wie geplant stattfinden können, werde sich mit der Zeit zeigen. „Noch ist nicht erkennbar, wohin die Reise geht.“

„Gedämpft optimistisch“: So lässt sich die Stimmung von Michael Sprenger beschreiben. Der Betreiber des Waiblinger „Fidels Fritz“ beobachtet die aktuellen Entwicklungen der Pandemie mit einem wachsamen Auge. Schließlich hat das „Fidels Fritz“ in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Schwanen gerade das neue Kabarett- und Comedy-Programm für die Saison 2021/2022 veröffentlicht.

Die Kabarett-Abende sollen stattfinden, „solange die Bedingungen es zu lassen“, sagt der 54-Jährige. Wenn alles

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