Waiblingen

Firma Rems (Rems-Werk) erweitert Stammsitz in Waiblingen

REMS Ausbau
An der Neuen Rommelshausener Straße entsteht ein Parkhaus. © Gabriel Habermann

Das Waiblinger Traditionsunternehmen Rems GmbH & Co KG erweitert sein Stammwerk zwischen Stuttgarter Straße und Bahnlinie. Bemerkenswert: Freiflächen gibt es auf dem Werksgelände eigentlich kaum noch, das Areal ist schon jetzt intensiv bebaut. Doch statt auf die grüne Wiese zu gehen und Flächen zu versiegeln, stockt Rems auf – sehr zur Freude von Stadtverwaltung und Gemeinderat. Zum Teil haben die Arbeiten schon begonnen.

Die Schaffung zusätzlicher Nutzflächen könne am Standort nur in vertikaler Richtung, nämlich durch den Ersatz älterer, niederer Gebäude durch höhere Gebäude erfolgen, so die Stadtverwaltung. Das Unternehmen, das Produkte für die Rohrbearbeitung herstellt, insbesondere für den Sanitär- und Heizungsinstallateur, wächst also nicht in die Breite, sondern in die Höhe. Was die Stadtplaner insofern freut, weil Gewerbeflächen in der gesamten Region Stuttgart ohnehin Mangelware sind. Durch kontinuierliche Betriebserweiterungen sind die Möglichkeiten einer baulichen Erweiterung in die Fläche am Stammsitz schon länger erschöpft. So wurden schon mehrgeschossige Produktions- und Verwaltungsgebäude errichtet.

Grüne Wiese bleibt verschont

Begonnen hat aktuell der Bau eines neuen Parkhauses auf einer Fläche zwischen Jesistraße und Neuer Rommelshausener Straße. Im Jahr 2021 wurde hier ein Parkhaus mit zehn Halbebenen durch die Stadt genehmigt. Ein neuer Bebauungsplan „Stuttgarter Straße/Jesistraße“ soll nun die rechtliche Voraussetzung dafür schaffen, dass Rems noch einmal um drei Halbebenen höher bauen kann.

Nebenan baut die Bahn ihren "Digitalknoten"

Der Kern des neuen Bebauungsplans besteht jedoch in der geplanten Errichtung eines neunstöckigen Verwaltungsgebäudes im Norden des Betriebsgeländes, also auf der der Bahnlinie zugewandten Seite. Es darf das Straßenniveau um bis zu 38 Meter überragen. Auf dem Rest des Geländes dürfen die Gebäude die Stuttgarter Straße höchstens um 20 bis 23 Meter überragen, was sich höhenmäßig an dem entstehenden fünfgeschossigen Produktionsgebäude am südlichen Rand des Plangebiets orientiert. Mit Rücksicht auf die Anwohner der Friedrich-Schofer-Straße gegenüber soll’s nicht höher gehen. In Richtung Bahn passe die Höhenentwicklung, zumal die Bahn dort ein digitales Stellwerk mit 20 bis 28 Metern Höhe plane, sagte Baubürgermeister Dieter Schienmann. Verschattet werde hier lediglich die Bahnlinie.

Stadt und Gemeinderat sind gewillt, der Firma die gewerbliche Fortentwicklung am bestehenden Standort zu ermöglichen. Der Ausschuss für Planung, Technik und Umwelt hat dem Gemeinderat empfohlen, den Bebauungsplan aufzustellen. Von einem „guten Beispiel für Erweiterung im Bestand“ sprach CDU-Chef Peter Abele. „Das spart Fläche auf der grünen Wiese“, stimmte Alfonso Fazio (ALi) zu.

Das Waiblinger Traditionsunternehmen Rems GmbH & Co KG erweitert sein Stammwerk zwischen Stuttgarter Straße und Bahnlinie. Bemerkenswert: Freiflächen gibt es auf dem Werksgelände eigentlich kaum noch, das Areal ist schon jetzt intensiv bebaut. Doch statt auf die grüne Wiese zu gehen und Flächen zu versiegeln, stockt Rems auf – sehr zur Freude von Stadtverwaltung und Gemeinderat. Zum Teil haben die Arbeiten schon begonnen.

Die Schaffung zusätzlicher Nutzflächen könne am Standort

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