Waiblingen

Fitnessparcours wird bei Erbachdeponie zwischen Neustadt und Hohenacker errichtet

Fitnessparcours
Sandra Matuschke, Ortsvorsteherin von Hohenacker (links), und Daniela Tiemann, Ortsvorsteherin von Neustadt, zeigen das Gelände, auf dem der Fitnessparcours entstehen soll. © Benjamin Büttner

Das Vorbild ist der Parcours in der Talaue in Waiblingen, den die Bürgerstiftung für die Gartenschau 2019 gesponsert hat: Neustadt und Hohenacker wollen im Bereich der ehemaligen Erbachdeponie einen Fitness- und Mehrgenerationenparcours errichten. 86.000 Euro soll dieser kosten – und damit etwas mehr als gedacht. Als die Ortschaftsräte dazu Ende 2020 einen Haushaltsantrag stellten, gingen sie noch von etwa 70.000 Euro aus.

Wann die Bauarbeiten genau beginnen, ist noch offen. Schließlich müssen erst mal die Fitnessgeräte bestellt werden. Daniela Tiemann, Ortsvorsteherin von Neustadt, rechnet damit, dass nach Ende der Sommerferien 2021 alle Bürger den dann fertigen Parcours nutzen können.

Alle Fitnessgeräte sollen aus Metall sein

Der Parcours ist ein weiterer Schritt, um das Gelände der ehemaligen Erbachtal-Deponie der Stadt Stuttgart aufzuwerten. Zusammen mit Sandra Matuschke, der neuen Ortsvorsteherin von Hohenacker, freut sich Daniela Tiemann jedenfalls darauf, den Bürgern insgesamt vier verschiedene Fitness-Stationen bieten zu können. Dazu gehören beispielsweise das Powerbike mit Freerunner und Crosstrainer, dann das „Pull up“-Gerät mit Klimmzugstange, das „Twist and Flex“-Rad oder der sogenannte Doppel-Fitness-Jumper, ein spezielles Trampolin. „Die werden alle in Metall ausgeführt“, sagt Daniela Tiemann. Schließlich sollen die Geräte, die Wind und Wetter ausgesetzt sind, möglichst lange halten.

Auch Menschen im Rollstuhl oder Menschen mit Rollator sollen die Geräte nutzen können

Damit sich die Nutzer beim Hinfallen nicht so leicht verletzen, gibt es unter den Geräten einen speziellen Kunststoffbelag. Dieser bietet laut Daniela Tiemann zudem den Vorteil, dass auch Menschen im Rollstuhl oder Menschen mit Rollator die Geräte gut erreichen. Bei Rindenmulch sei dies nicht der Fall, betont die Ortsvorsteherin von Neustadt.

Neustadt und Hohenacker teilen sich die Kosten

Der Fitness-Parcours entsteht zwar auf der Gemarkung von Neustadt, allerdings liegt er zwischen den beiden Ortschaften. Sprich: Bürger beider Orte profitieren davon. Hohenacker und Neustadt teilen sich deshalb die Kosten aus ihren eigenen Budgets. Der Parcours-Standort liegt am Ende des Auerhahnwegs, auf der anderen Seite der Fußgängerbrücke über die Bahngleise. Bei der Standortwahl war laut Daniela Tiemann wichtig, dass die Fläche eben und gut zu erreichen ist.

Im Parcours soll es auch Sitzgelegenheiten geben

Die Ortschaftsräte von Hohenacker und Neustadt haben in ihren jeweiligen Sitzungen Ende März für das Projekt gestimmt. Zusätzlich haben sie sich gewünscht, an dem Parcours auch Sitzmöglichkeiten zu schaffen. So soll es nun eine normale Bank geben (Kosten: etwa 1000 Euro) sowie eine dreh- und schwingbare Liege. Vorbild dafür, sagt Daniela Tiemann, sei der Fitnessparcours in der Talaue. 2500 Euro fallen für eine Liege an. Eine weitere soll auf der Aussichtsplattform entstehen, welche die Landfrauen Hohenacker im Rahmen der Remstal-Gartenschau 2019 für den Erbachtal-Park spendeten.

Die Arbeiten können erst starten, wenn die Geräte auch tatsächlich geliefert wurden

Mit Erdaushubarbeiten für den Fitnessparcours wird die Abteilung Grünflächen und Friedhöfe der Stadt Waiblingen erst beginnen, wenn alle bestellten Geräte auch tatsächlich geliefert wurden. Deshalb kann Ortsvorsteherin Daniela Tiemann noch nicht sagen, wann Baustart ist. Fakt ist, dass die Arbeiten selbst relativ schnell erledigt sein werden. Was Zeit braucht, ist die Lieferung der Geräte. 

Mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage im Rems-Murr-Kreis sieht Daniela Tiemann den Parcours auf jeden Fall als sinnvolle Investition an. Egal wie lange die Pandemie noch dauert: Jeder kann dort mit Abstand unter freiem Himmel trainieren.

Das Vorbild ist der Parcours in der Talaue in Waiblingen, den die Bürgerstiftung für die Gartenschau 2019 gesponsert hat: Neustadt und Hohenacker wollen im Bereich der ehemaligen Erbachdeponie einen Fitness- und Mehrgenerationenparcours errichten. 86.000 Euro soll dieser kosten – und damit etwas mehr als gedacht. Als die Ortschaftsräte dazu Ende 2020 einen Haushaltsantrag stellten, gingen sie noch von etwa 70.000 Euro aus.

Wann die Bauarbeiten genau beginnen, ist noch offen.

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