Waiblingen

Flüchtlinge aus Ukraine? Waiblinger Asyl-Unterkünfte schon weitgehend belegt

Schwesternwohnheim
Anschlussunterbringung in der Winnender Straße. © Gaby Schneider

Wegen des Krieges in der Ukraine könnten bald Millionen von Menschen aus ihrer Heimat flüchten. Auch Waiblingen rechnet damit, Flüchtende aufzunehmen, doch allzu viele Kapazitäten gibt es derzeit nicht in den Unterkünften, wie ein Blick auf die Zahlen zeigt. Wobei die Zahl der freien Betten ohnehin nicht wiedergibt, wie viele Menschen untergebracht werden können. „Die Belegung der Zimmer ist abhängig von der Personenzahl einer Familie und der Belegung mit Alleinstehenden, der Belegung mit Personen mit psychischen Problemen und körperlichen Beeinträchtigungen“, teilt die Stadt Waiblingen mit.

Grundsätzlich muss zwischen Gemeinschaftsunterkünften für vorläufige Unterbringung in Regie des Landkreises sowie solchen zur städtischen Anschlussunterbringung unterschieden werden. Hier die aktuellen Zahlen.

Überblick über freie Plätze

Gemeinschaftsunterkunft Innerer Weidach 16-18, Waiblingen: Kapazität 61 Personen, Belegung: 39 Personen.

Gemeinschaftsunterkunft Bahnhofsplatz 32, Waiblingen-Neustadt: Kapazität 95 Personen, Belegung 83 Personen.

Anschlussunterbringung Am Kätzenbach 50: Kapazität circa 200 Personen, Belegung 159 Personen. Im Moment befindet sich das ehemalige Schwesternwohnheim laut der Stadtverwaltung allerdings in der Sanierungsphase, so dass aktuell weniger Räume zur Verfügung stehen. Vier Räume sind wegen der Corona-Pandemie für Quarantänefälle dauerhaft geblockt, so dass derzeit nur zwei Zimmer belegt werden können.

Anschlussunterbringung Winnender Straße 15-23/1 (ehemalige Personalwohnungen des Krankenhauses): Kapazität 90 Personen, Belegung 73 Personen. Anders als die Zahlen suggerieren, ist die Winnender Straße im Moment voll belegt, es wird eine Wohnung mit maximal acht Quarantäneplätzen frei gehalten.

Anschlussunterbringung Max-Eyth-Straße 26: Kapazität 51 Personen, Belegung 40 Personen. In der Max-Eyth-Straße, im Gewerbegebiet Ameisenbühl gelegen, ist im Moment nur ein Zimmer für eine Belegung frei.

Neue Kapazitäten in Containern und Turnhalle

Im Laufe des Jahres 2022 müssen von der Stadt Waiblingen noch 87 Personen untergebracht werden, die vom Landratsamt zugewiesen werden. Das teilt die Stadt Waiblingen auf Anfrage der Redaktion mit. Die freien Zimmer wurden bereits dem Landratsamt für Zuweisungen gemeldet.

Weil die Kapazitäten für eine Aufnahme von Geflüchteten in größerem Umfang nicht ausreichen, erwägt die Stadt, weitere Systembauten (Container) zu errichten und bei Bedarf eine der städtischen Turnhallen zur Verfügung zu stellen.

Wegen des Krieges in der Ukraine könnten bald Millionen von Menschen aus ihrer Heimat flüchten. Auch Waiblingen rechnet damit, Flüchtende aufzunehmen, doch allzu viele Kapazitäten gibt es derzeit nicht in den Unterkünften, wie ein Blick auf die Zahlen zeigt. Wobei die Zahl der freien Betten ohnehin nicht wiedergibt, wie viele Menschen untergebracht werden können. „Die Belegung der Zimmer ist abhängig von der Personenzahl einer Familie und der Belegung mit Alleinstehenden, der Belegung mit

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