Waiblingen

Früheres Eisele-Areal in Waiblingen: Teil-Abriss steht bevor - und dann?

DiakonieEiseleareal
Das frühere Firmengelände von Eisele Pneumatics in Waiblingen. © Gaby Schneider

Schon vor drei Jahren ist das frühere Firmengelände von Eisele Pneumatics in Waiblingen – es liegt zwischen dem Ziegelei-Areal, dem Druckhaus und den Wohnhäusern im Ameisenbühl – verkauft worden. Eigentümerin ist seitdem die Diakonie Stetten, die hier sanieren und neu bauen will. Zumindest von außen betrachtet hat sich lange wenig getan. Nun stehen aber sichtbare Veränderungen an. Was ist der neue Zeitplan?

„Die Baugenehmigung für das gemeinsame Teilhabe-Projekt unserer Remstal-Werkstätten und unseres Geschäftsbereichs Berufliche Bildung auf dem Eisele-Areal liegt inzwischen vor und die Vorbereitungen sind nahezu abgeschlossen“, sagt Diakonie-Pressesprecher Steffen Wilhelm. „Wir freuen uns, dass es nach der ausführlichen Planungs- und Genehmigungsphase im neuen Jahr jetzt richtig losgehen kann mit den konkreten Baumaßnahmen. Im Januar werden die notwendigen Maßnahmen für den Teilabriss der Bestandsgebäude starten.“

Neue Mensa sollen auch Gäste nutzen können

Wenn alles nach Plan läuft, könne dann „voraussichtlich im Frühsommer 2023 mit dem Auf- und Ausbau begonnen werden“. Ein vierstöckiges Gebäude wird auf dem Gelände an der Hermann-Hess-Straße neu gebaut. Ein Bestandsgebäude darf bleiben und wird kernsaniert. Außerdem erhält es eine weitere Etage. „In diesem zusätzlichen Stockwerk soll dann die Mensa für die Beschäftigten untergebracht werden, die auch Gästen aus benachbarten Firmen und dem weiteren Umfeld offenstehen wird“, sagt Steffen Wilhelm.

Fuß- und Radweg sowie Arbeitsstellen für Menschen mit Behinderung

Wie berichtet entstehen auf dem Gelände Produktionsflächen für die Remstal-Werkstätten sowie Ausbildungswerkstätten für das Berufsbildungswerk (BBW) der Diakonie. Auf circa 8000 Quadratmetern Fläche sollen Arbeitsangebote für rund 180 Mitarbeitende mit Behinderung oder psychischer Erkrankung sowie betriebsorientierte Ausbildungsplätze für rund 160 junge Menschen mit besonderem Förderbedarf geschaffen werden.

Es soll auch einen ausgebauten Fuß- und Radweg Richtung Bahnhof geben. Die Nähe zum Bahnhof und damit die Erreichbarkeit durch öffentliche Verkehrsmittel war eines der Kriterien für den künftigen Standort, da viele Mitarbeiter und Azubis aus anderen Gemeinden stammen, wie Roman Hanle, Geschäftsbereichsleiter für Berufliche Bildung bei der Diakonie Stetten, unserer Redaktion im vergangenen Jahr gesagt hatte.

„Peilen Eröffnung bei gutem Verlauf für Anfang 2025 an“

„Wir hoffen auf ein gutes Vorankommen der Bauarbeiten und peilen die Eröffnung bei gutem Verlauf für Anfang 2025 an“, so Pressesprecher Steffen Wilhelm. Im Oktober vergangenen Jahres hatte die Diakonie Nachbarn im Ameisenbühl das Projekt vorgestellt. Damals war man noch von einer Eröffnung im dritten Quartal 2024 ausgegangen – und von Kosten von rund 25 Millionen Euro.

Mit der großen Investition im Ameisenbühl verknüpft ist auch die Zukunft eines anderen Standorts der Remstal-Werkstätten in der Oppenländerstraße, wo etwa die Bereiche Töpferei und Hauswirtschaft, Kreative Werkstatt und Handweberei sowie Zentrallager und Industriegruppen untergebracht sind. Hier gebe es noch keinen neuen Sachstand, sagt Steffen Wilhelm. Langfristig solle dieser Standort aufgegeben werden, doch das werde noch dauern.

Ihren künftigen Campus im Ameisenbühl, auf der anderen Seite der Bahngleise, hat die Diakonie Stetten im Jahr 2019 von Eisele Pneumatics gekauft. Der Waiblinger Verbindungstechnik-Spezialist war zuvor in einen Neubau im Eisental umgezogen.

Schon vor drei Jahren ist das frühere Firmengelände von Eisele Pneumatics in Waiblingen – es liegt zwischen dem Ziegelei-Areal, dem Druckhaus und den Wohnhäusern im Ameisenbühl – verkauft worden. Eigentümerin ist seitdem die Diakonie Stetten, die hier sanieren und neu bauen will. Zumindest von außen betrachtet hat sich lange wenig getan. Nun stehen aber sichtbare Veränderungen an. Was ist der neue Zeitplan?

„Die Baugenehmigung für das gemeinsame Teilhabe-Projekt unserer

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