Waiblingen

Fußgängersteg Alte Bundesstraße: Waiblinger sind verärgert wegen weiter Umwege

Aral Steg
Der Fußweg auf dem Steg ist bereits abgebaut. © Gabriel Habermann

Seit dieser Woche ist der Fußgängersteg über die Alte Bundesstraße wegen der fälligen Sanierung gesperrt – und wie zu erwarten, wird er schon schmerzlich vermisst. Der Steg verbindet das Wohngebiet am Hohen Rain mit dem Friedhof und im weiteren Sinne mit dem Staufer-Schulzentrum und dem Bahnhof. Die Umwege, die Schulkinder und Erwachsene in Kauf nehmen müssen, sind beträchtlich. Rund zweieinhalb Monate werden wohl vergehen, bis die restaurierte Brücke wieder eröffnet werden kann.

Auf Wunsch des Gemeinderats wurden die Arbeiten zeitlich vorverlegt, damit die Ferienzeit genutzt werden kann. Von der Stadt mit der Sanierung beauftragt ist die Firma Suk & Müller aus Kernen.

Keine Umleitung in der Nähe

Einen alternativen Weg für Fußgänger gibt es in der Nähe nicht – und das sorgt bei Nutzern für Verärgerung. Das Wohngebiet um den Hohen Rain, die Giselastraße und die Schorndorfer Straße werde bereits seit Monaten durch die Baustelle des Landratsamts benachteiligt, sagt eine Anwohnerin. Wünschenswert wäre aus ihrer Sicht, dass im Wohngebiet auf eine Fußgänger-Umleitung hingewiesen wird. Das Schild mit dem Hinweis auf die Sperrung finde sich aber erst direkt am Steg.

Das auch noch: Emil-Münz-Straße gesperrt

Durch die Sperrung des Steges zwischen Friedhof und Aral-Tankstelle stünden Schulkinder und andere Fußgänger vor einem Dilemma, berichtet Leser Jörg Wimmer: „Entweder sie laufen bis runter zur Rems, um dann Richtung Kirche in die Innenstadt zu kommen – oder sie versuchen über das Eisental und die Brücke zur Emil-Münz-Straße zu gehen.“ Für Schüler des Staufer-Schulzentrums verdoppele oder verdreifache sich der Schulweg. Und die Versuchung, gefährliche Straßen zu überqueren, wachse.

Hinzu kommt eine weitere Erschwernis: Für den Monat Juli bleibt die Emil-Münz-Straße im Bereich zwischen der Eisentalstraße und dem Gebäude Emil-Münz-Straße 24 wegen einer „grundhaften Erneuerung des Straßenoberbaus“ vollständig gesperrt. Zuvor wurden durch die Stadtwerke die Versorgungsleitungen verlegt. Noch dazu wurde diese Woche der Gehweg an der Brücke aufgebaggert.

Provisorium wäre aufwendig und teuer

„Eine behelfsmäßige Brückenkonstruktion zehn Meter weiter unten wäre doch famos gewesen“, meint Jörg Wimmer. Eine Behelfsampel und eine temporäre Treppe zum Friedhof seien ebenfalls gute Möglichkeiten. Tatsächlich hat der Fachbereich Städtische Infrastruktur über Alternativen nachgedacht. Das Problem sei die steile Böschung am Friedhof, sagt Leiter Oliver Strauß. Eine Behelfskonstruktion mit Ampel und Aufstellflächen für Fußgänger könne leicht 100 000 Euro kosten - fast so viel wie die Sanierung selbst.

Am 12. Juli wird der ganze Steg während einer Sperrung der Alten Bundesstraße von etwa neun Uhr an abmontiert und verladen. Der Verkehr wird an dem Tag über die Schorndorfer Straße und den Kreisverkehr beim Eisental umgeleitet.

Seit dieser Woche ist der Fußgängersteg über die Alte Bundesstraße wegen der fälligen Sanierung gesperrt – und wie zu erwarten, wird er schon schmerzlich vermisst. Der Steg verbindet das Wohngebiet am Hohen Rain mit dem Friedhof und im weiteren Sinne mit dem Staufer-Schulzentrum und dem Bahnhof. Die Umwege, die Schulkinder und Erwachsene in Kauf nehmen müssen, sind beträchtlich. Rund zweieinhalb Monate werden wohl vergehen, bis die restaurierte Brücke wieder eröffnet werden kann.

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