Waiblingen

Gastronomie Waiblingen: Mehr los im Cavos und bei Bachofer seit Ende von 2G+

CavosGastroCorona
Konstantinos Tsantos, Geschäftsführer des griechischen Restaurants Cavos in der Waiblinger Bahnhofstraße. © ZVW/Gaby Schneider

„Wir haben bereits am Wochenende gemerkt, dass das Restaurant besser besucht war“: Konstantinos Tsantos, Geschäftsführer des griechischen Restaurants Cavos in Waiblingen, hat das Ende von 2G plus in der Gastronomie schon deutlich gespürt.

Seit der neuen Corona-Verordnung des Landes gilt im Innen- und Außenbereich der Gastronomie wieder 2G. Ungeimpfte können damit nach wie vor nicht in einem Lokal essen, während sie Geschäfte des Einzelhandels auch wieder mit Test betreten dürfen.

In der Gastronomie fiel mit der neuen Corona-Verordnung auch die um 22.30 Uhr beginnende Sperrstunde weg – was den Arbeitsalltag für die Mitarbeiter im Cavos laut Geschäftsführer Konstantinos Tsantos wesentlich einfacher macht. Wenn etwa um 21 Uhr noch Gäste in das griechische Restaurant in der Bahnhofstraße kamen, dann bedeutete das mit Sperrstunde einen enormen Zeitdruck für die Küche. Nun ist alles entspannter. Dass auch weiterhin seine Mitarbeiter bei 2G Masken tragen müssen, damit hat sich Konstantinos Tsantos laut eigenem Bekunden längst abgefunden. „Das wird schon Gewohnheit.“

Große Frage: Wie entwickelt sich das Mittagsgeschäft in Home-Office-Zeiten?

Erleichtert ist der Cavos-Geschäftsführer über die Lockerungen für die Gastronomie auf jeden Fall. Wenn er sich das vergangene Wochenende betrachtet, sei ihm das von den Besucherzahlen her fast schon normal vorgekommen. Als 2G plus galt, hatte er klar weniger Besucher – wobei immerhin zehn bis 15 Prozent der Gäste in jener Phase die Mühe auf sich nahmen, einen Schnelltest zu machen. Dies war in der Regel für all jene nötig, die noch keine Booster-Impfung erhalten hatten.

Gespannt ist Konstantinos Tsantos, wie sich mit 2G das Geschäft mit dem Mittagessen entwickelt. Das lebt unter der Woche nicht zuletzt von jenen Menschen, die von ihren Arbeitsstätten zur Mittagspause ins Cavos kommen. Viele arbeiten wegen Omikron derzeit ja noch im Home-Office – doch Konstantinos Tsantos erhofft sich wegen 2G auch hier etwas mehr Gäste.

Bernd Bachofer: Einige Leute haben zwar Impfnachweis dabei – aber nicht den Pass

Bernd Bachofer vom gleichnamigen Waiblinger Restaurant hat es in den vergangenen Wochen so gut wie gar nicht erlebt, dass Menschen bei ihm essen wollten, die nicht geboostert sind. An einen Fall kann er sich hier nur erinnern. Viel häufiger sei es passiert, sagt der Gastronom, dass Menschen ihren Personalausweis nicht dabei gehabt hätten – und der muss ja streng genommen neben dem Impfnachweis ebenfalls überprüft werden. Nur so kann nachgewiesen werden, dass der Impfnachweis auch von der betreffenden Person stammt. Bei der neuen Corona-Verordnung findet Bernd Bachofer vor allem den Wegfall der Sperrstunde gut – weil das den Alltag für alle komfortabler mache.

Wunsch nach Wegfall der Maskenpflicht für Mitarbeiter in der Gastronomie

Am Wochenende, erzählt Bernd Bachofer, sei die Sperrstunde ab 22.30 Uhr noch verkraftbar gewesen. Hier hat es der Waiblinger Gastronom einfach so praktiziert, dass er seine Gäste früher kommen ließ – schließlich ist es bei ihm üblich, dass die Gäste mehrere Gänge essen und infolgedessen auch mehr Zeit brauchen. Unter der Woche allerdings hat das nicht funktioniert, schließlich arbeitet da die Kundschaft selbst und kann schwer früher kommen. Hier war dann der Zeitdruck größer. Gefreut hat sich Bernd Bachofer auch darüber, dass jüngst wieder zwei größere Gruppen über zehn Personen bei ihm reserviert haben. Gewünscht hätte er sich mit der neuen Verordnung einen Wegfall der Maskenpflicht für seine Mitarbeiter – aber ansonsten ist er weitgehend zufrieden mit den Lockerungen.

Thorsten Beyer von den Brunnenstuben weiß noch nicht, ob die Lockerungen mehr Gäste bedeuten

Thorsten Beyer von den Brunnenstuben in Beinstein kann noch nicht beurteilen, ob die Lockerungen zu mehr Gästen führen werden. Dass die Sperrstunde weggefallen ist, begrüßt er natürlich. Deren Sinn hat sich Thorsten Beyer mit Blick auf die Gastronomie sowieso nicht erschlossen. „Warum sollte nach 22.30 Uhr alles schlimmer sein?“

Das Geschäft in den vergangenen Wochen lief für die Brunnenstuben verhalten. Ende 2021 wurden viele Weihnachtsfeiern storniert, dazu kam, dass für die Brunnenstuben der Januar sowieso ein nicht ganz so umsatzstarker Monat ist. Und dann ist da eben noch die aktuelle Omikron-Welle, wegen der die Menschen zurückhaltender sind. „Jetzt im Januar hat man schon gemerkt, dass die Spontanität fehlt.“ Am Wochenende konnten die Brunnenstuben allerdings ihre Tische bislang immer belegen. Nun hofft er wegen der Lockerungen auf ein besseres Geschäft. „Ob es sich auswirkt, kann ich Ihnen in zwei, drei Wochen sagen.“

„Wir haben bereits am Wochenende gemerkt, dass das Restaurant besser besucht war“: Konstantinos Tsantos, Geschäftsführer des griechischen Restaurants Cavos in Waiblingen, hat das Ende von 2G plus in der Gastronomie schon deutlich gespürt.

Seit der neuen Corona-Verordnung des Landes gilt im Innen- und Außenbereich der Gastronomie wieder 2G. Ungeimpfte können damit nach wie vor nicht in einem Lokal essen, während sie Geschäfte des Einzelhandels auch wieder mit Test betreten

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