Waiblingen

Gewa-Tower: Neuer Investor steht bereit

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Die Arbeiten am Gewa-Tower ruhen derzeit. © Leonie Kuhn

Fellbach. Die Hängepartie um den Gewa-Tower kommt jetzt einen Schritt voran: Ein interessierter Investor hat eine unverbindliche Absichtserklärung zum Erwerb des Wohnturms abgegeben. Das gibt der vorläufige Insolvenzverwalter Ilkin Bananyarlin bekannt.

Bisher liegt dem Insolvenzverwalter von der renommierten Pluta Rechtsanwalts GmbH eine unverbindliche Absichtserklärung – aber noch kein unterschriebener Kaufvertrag. „Es müssen noch einige Fragen im Zusammenhang mit der Vertragsgestaltung geklärt werden“, so Ilkin Bananyarli am Montag. Details zu den Verhandlungen dürfe der Verwalter nicht bekanntgeben, da die Parteien Vertraulichkeitserklärungen unterzeichnet hätten. Jedoch scheint sich das monatelange Warten auf den Weiterbau des Towers allmählich dem Ende zuzuneigen.

„Wir sind auf einem guten Weg“

Wie mehrfach berichtet, hatte die Gewa 5 to 1 GmbH & Co. KG im November 2016 Insolvenz angemeldet. Daraufhin bestellte das Amtsgericht Esslingen Ilkin Bananyarli von der Pluta Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Die Gewa 5 to 1 ist eine Projektgesellschaft zum Bau des Towers, dessen Rohbau im Oktober 2016 fertiggestellt wurde.

„Wir sind auf einem guten Weg“, bekräftigt der Pluta-Sanierungsexperte nun seine früheren Aussagen. „Wenn alle offenen Fragen geklärt werden und alle Beteiligten weiterhin an einem Strang ziehen, ist eine Lösung im ersten Halbjahr 2017 möglich.“ Solche Verhandlungen sind erfahrungsgemäß jedoch zeitintensiv, da mit allen Verfahrensbeteiligten Gespräche geführt werden müssten. Dazu zählen Vertreter der Anleihegläubiger und der Wohnungskäufer sowie dem Hotelerwerber und Hotelbetreiber. Ziel des Verwalters ist es dennoch, „so schnell wie möglich“ eine unterschriftsreife Lösung zu erarbeiten.

Der Kurs der Gewa-Anleihe schwankte in den vergangenen Monaten zwischen 30 bis 40 Prozent des Ursprungswert und lag am Montagnachmittag bei 36 Prozent. Am Dienstag stieg er auf 42,5 Prozent. Der Deutsche Mittelstandsanleihenfonds hat die Interessen der Gläubiger im Umfang von über 18 Millionen Euro bei ihren Anwälten gebündelt.

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