Waiblingen

Gibt es wegen Corona auch 2021 weiter zusätzliche Schulbusse in Waiblingen?

Buschaos
Die Buslinie 201 wird von vielen Schülern genutzt. Unser Bild ist im Februar 2019 in Hohenacker entstanden. © Alexandra Palmizi

Seit 2. November 2020 sind in Waiblingen während der Schulzeit auf den Linien 201 und 204 die Verstärkerbusse im Einsatz. Das hat dafür gesorgt, dass es bei den Fahrten zur Schule und zurück weniger Gedränge gab. Das Land Baden-Württemberg fördert die Verstärkerbusse finanziell – allerdings galt diese Zusage erst mal nur bis Ende 2020. Die große Frage ist: Wie geht es nun weiter? Und was machen der Rems-Murr-Kreis und die Stadt Waiblingen, wenn das Land kein Geld mehr zahlt?

Es profitieren die Linien 201 und 204

Dank der Verstärkerbusse fuhr von Bittenfeld zum Salierschulzentrum an Schultagen zusätzlich um 6.54 Uhr ein Bus der Linie 201 los, vom Stauferschulzentrum nach Hohenacker um 13.05 Uhr. Von Hegnach zum Endersbacher Bahnhof fuhr seit dem 2. November während der Schulzeit der Bus der Linie 204 zusätzlich um 7.42 Uhr los, vom Stauferschulzentrum nach Hegnach zusätzlich um 12.15 Uhr und vom Waiblinger Bahnhof nach Hegnach zusätzlich um 13.35 Uhr.

Nahmen die Beschwerden der Eltern ab?

Die Kritik an überfüllten Schulbussen hat deshalb nachgelassen. „Bei der Stadt Waiblingen sind keine weiteren Beschwerden von Eltern oder Schulen eingegangen. Ob beim Landkreis direkt Beschwerden eingegangen sind, ist uns nicht bekannt“, teilte die Erste Bürgermeisterin Christiane Dürr auf Nachfrage mit. Auch die Pressestelle des Landratsamts schreibt, dass seit dem 2. November 2020 weder beim zuständigen Busunternehmen noch im Landratsamt entsprechende Beschwerden eingegangen seien.

Zuständig ist der Landkreis, nicht die Stadt

Natürlich weiß noch niemand, ob der Präsenzunterricht im Januar 2021 normal starten kann. Trotzdem war die große Frage, ob die Verstärkerbusse nach Ende der Schulferien wieder zum Einsatz kommen. Die Zuständigkeit für den Öffentlichen Personennahverkehr inklusive der Schulfahrten liegt beim Landratsamt, nicht bei der Stadt Waiblingen.

Die Erste Bürgermeisterin Christiane Dürr verweist darauf, dass mit dem Landkreis und auch mit den Busunternehmen eine sehr gute Zusammenarbeit sowie Abstimmung zu den Bedarfen der Schulen und Familien bestehe. Was die Verstärkerbusse angeht, hat sie schon positive Signale vernommen.

Landkreis wäre bereit gewesen, eine Verlängerung zu bezahlen

Diese sind auch beim Landratsamt angekommen. Vor Weihnachten war noch offen, ob das Land das Förderprogramm verlängern wird. Die Befristung auf das Jahresende, betonte Sprecherin Leonie Ries noch vor Heiligabend, greife zu kurz – schließlich ist Corona Ende 2020 nicht vorbei. „Der Landkreis appelliert daher weiterhin an das Land, sein Förderprogramm über den 31. Dezember hinaus zu verlängern. Sollte dies nicht passieren, würde der Kreis notgedrungen selbst einspringen und die notwendigen Verstärkerbusse bis Ende März aus eigenen Mitteln finanzieren.“

Land Baden-Württemberg übernimmt die Kosten

So weit kommt es nun aber nicht. Verkehrsminister Winfried Hermann teilte am Montag, 28. Dezember, mit, dass die Finanzierung der Verstärkerfahrten im Schülerbusverkehr  auch im kommenden Jahr fortgesetzt werde – zunächst bis zu den Pfingstferien 2021.

Mit dem vorgezogenen Ende des Präsenzunterrichts am 16. Dezember wurden die Fahrten der Verstärkerbusse vorübergehend eingestellt. Derzeit geht das Landratsamt davon aus, dass nach den Ferien die Schulen den regulären Präsenzunterricht wieder aufnehmen werden – und damit von Montag, 11. Januar 2021, an wieder die Verstärkerbusse fahren.

Seit 2. November 2020 sind in Waiblingen während der Schulzeit auf den Linien 201 und 204 die Verstärkerbusse im Einsatz. Das hat dafür gesorgt, dass es bei den Fahrten zur Schule und zurück weniger Gedränge gab. Das Land Baden-Württemberg fördert die Verstärkerbusse finanziell – allerdings galt diese Zusage erst mal nur bis Ende 2020. Die große Frage ist: Wie geht es nun weiter? Und was machen der Rems-Murr-Kreis und die Stadt Waiblingen, wenn das Land kein Geld mehr zahlt?

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