Waiblingen

Grillen ohne Gesundheitsschäden

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Waiblingen. Durch die Hitze beim Grillen können einige gesundheitsschädliche Stoffe entstehen. Auch Bakterien wie Salmonellen können dem Grillspaß ein unangenehmes Ende bescheren. Mit diesen sieben Tipps können Sie Ihr Essen unbeschwert genießen.

1. Garen in der Grillschale

Wenn Fett und Öl vom Gitter direkt in die Glut oder auf die Heizschlange tropfen, können sich sogenannte „polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe“ (PAK) bilden. Diese sind als Krebsauslöser bekannt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt deshalb, Grillschalen zu verwenden. Die praktischen Behältnisse gibt es in verschiedensten Ausführungen: aus Edelstahl, Keramik, Emaille und Aluminium. Allerdings sollten nur beschichtete Alu-Schalen verwendet werden, denn sonst können Aluminiumionen in das Grillgut gelangen. Dieses Leichtmetall reichert sich im Lauf des Lebens im Körper an und sollte nicht im Übermaß aufgenommen werden. Durch Salz, Gewürze und Säure werden mehr Ionen gelöst. Deshalb haben vorgewürzte Spieße oder Fleischstücke auch nichts in Alu-Schalen verloren.

2. Gemüse aus dem Glas

Eine Alternative zur Alu-Grillschale ist die Glasflasche: An den Rand des Grills gestellt, können darin Brokkoli, Karotten, Paprika und mehr innerhalb von 45 Minuten gar gekocht werden. Das Gemüse sollte mit einer klaren Brühe oder beispielsweise einer kalt angerührten Tomatensoße bedeckt werden. Die Öffnung der Flasche wird mit einem Baumwolltuch abgedeckt, die Flasche in Alufolie eingewickelt. Dann heißt es nur noch: abwarten und genießen.

3. Schonend erhitzen

Grillmeister sollten nicht nur beim Gemüse darauf achten, langsam zu garen. Fleisch und Wurstwaren dürfen nicht verkohlen. Denn je länger und heißer Fleisch und Wurst gegrillt werden, desto mehr gesundheitlich bedenkliche Stoffe wie die „heterozyklischen aromatischen Amine“ (HAA) entstehen. Die HAA stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Das Grillgut sollte bei niedriger Hitze zubereitet werden: am besten nicht direkt über der glühenden Kohle, sondern an weniger heißen Stellen. Dann brät es innen und außen schön durch.

4. Gepökeltes gehört nicht auf den Rost

Krebserregende Nitrosamine können sich bilden, wenn Pökelwaren gegrillt werden. Das liegt daran, dass sie mit Nitritpökelsalz haltbar gemacht werden.

5. Im Kühlen auftauen

Damit die Keime in rohem Fleisch oder Fisch sich nicht vor der Zubereitung wie wild vermehren, sollten gefrorene Rohwaren im Kühlschrank auftauen. Dort ist es zu kalt für die Keime. Verpackungen und Auftauwasser gehören anschließend sofort in den Müll.

6. Getrennt zubereiten

Grillgut sollte nicht am gleichen Platz zubereitet und gelagert werden wie Beilagen und Desserts. Denn die Keime in rohem Fleisch, rohem Fisch und rohen Eiern können auf Marinaden übertragen werden, auf Hände, Besteck und Arbeitsflächen. Und von da aus auf den bunten Salat und das leckere Kompott, das schon zum Nachtisch bereitsteht. Also immer schön eins nach dem anderen, zwischendurch saubermachen, und natürlich Händewaschen nicht vergessen. Später beim Grillen sterben die Keime dann ab.

7. Kühlbox nicht vergessen

Wenn Rohkost und Salate, Grillsoßen oder Desserts ungekühlt aufbewahrt werden, können sich darin Salmonellen vermehren. Diese Bakterien können einige unschöne Folgen mit sind bringen: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall nämlich. Besonders Speisen, die rohe Eier enthalten, sind gefährdet. Vor allem im Sommer sollten Mayonnaise, Tiramisu und Co. lieber nicht angeboten werden – es sei denn, sie stehen bis kurz vor dem Servieren kalt.

Grillplätze im Test

Wir haben Grillplätze rund um Waiblingen gestestet. Die Ergebnisse, eine interaktive Karte und mehr finden Sie unter www.zvw.de/grillen.