Waiblingen

Hegnacher Ortsdurchfahrt wird zur Baustelle

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Der Kreuzungsbereich an der Gottlieb-Daimler-Straße wird umgestaltet. © ZVW/Benjamin Büttner
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Neckarstraße
An der Rosengärtnerei beginnt der Feldweg, über den der Verkehr umgeleitet wird. © Benjamin Büttner
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Neckarstraße
Die Gärtnerei Schmelzer will eine eigene Einfahrt. © Benjamin Büttner

Waiblingen. Ruhiger wohnen an der Neckarstraße: Das ist seit Jahren das erklärte Ziel der Stadtverwaltung. Bereits 2016 und 2017 wurde die Durchgangsstraße mit Bauminseln, Querungshilfen und breiteren Gehwegen stückweise rückgebaut. Jetzt folgt für gut eine halbe Million Euro der dritte Teil der Baumaßnahmen: Im Sommer wird die Straße vom Kreisverkehr am Ortseingang bis zur Kreuzung an der Daimler-Straße umgebaut.

Ende Juli sollen die Bauarbeiten beginnen und im September abgeschlossen sein. In sechs Bauphasen wird die Straße umgebaut und der gesamte Asphaltaufbau der Fahrbahn von Grund auf saniert. „3300 Quadratmeter Asphalt werden erneuert“, kündigte Oliver Strauß, Abteilungsleiter Straße und Brücken bei der Stadt Waiblingen, im Planungsausschuss an. Dabei müssen sich die Autofahrer auf Behinderungen einstellen: Die Asphaltsanierung erfolgt halbseitig, der Verkehr wird umgeleitet.

Nur an einem Wochenende muss die Neckarstraße voll gesperrt werden. Beim Kreisverkehr am Ortseingang entsteht statt der Fußgängerfurt ein Zebrastreifen. Im Bereich der Gottlieb-Daimler-Straße wird eine Querungshilfe für Fußgänger angelegt. Dort wird auch der gemeinsame Fuß- und Radweg neu gegliedert: Entlang des Grünstreifens verläuft der Radweg, parallel dazu der Gehweg. Außerdem wird beim Gebäude der Firma Vogiatsis (Hausnummer 55) eine neue Zufahrt für die dahinter liegenden Anlieger gebaut. Zwei Bushaltestellen werden behindertengerecht umgebaut. Das bestehende Buswartehäuschen bleibt erhalten.

Einfahrt für die Gärtnerei?

Eine direkte Einfahrt in die Neckarstraße wünscht sich auch die Gärtnerei Schmelzer. Eine solche habe es bis etwa 1968 gegeben, sagte Ingrid Schmelzer zu Beginn der Sitzung in der Bürgerfragestunde des Planungsausschusses. Dieses Anliegen habe die Familie bereits vor Jahren der Stadt vorgetragen. Geschehen sei nichts, sagte Schmelzer und bat darum, den Wunsch bei der Straßenplanung nun zu berücksichtigen. Aus Sicht von Baubürgermeister Dieter Schienmann ist das ein Problem: „Eine zweite Einfahrt würde den Verkehr massiv behindern. Es wäre nicht vernünftig, den Betrieb über die Neckarstraße abzuwickeln.“

„In der ganzen Ortsdurchfahrt gibt es Zufahrten“, gab Sabine Wörner (SPD) dagegen zu bedenken. Sie verstehe nicht, warum man der Gärtnerei nicht entgegenkommen könne. Schließlich gehe es auch darum, die Firma leichter auffinden zu können. ALi-Sprecher Alfonso Fazio appellierte an die Verwaltung, das Gespräch mit der Gärtnerei zu suchen, Michael Fessmann (DFB) regte an, nochmals die Möglichkeit einer Zufahrt zu untersuchen. „Man sollte das Optimum suchen“, forderte auch CDU-Rat Michael Stumpp. „Was spricht gegen eine zweite Einfahrt?“ Auf Anregung von Alfonso Fazio und Sabine Wörner soll bis zur finalen Abstimmung im Gemeinderat auch die Radwegeführung überprüft werden. Denn auch dort gibt es nach Ansicht der Räte noch Verbesserungsbedarf. Fazio forderte die Verwaltung auf, mit Provelo ein Gespräch zu führen und alles auszuschöpfen, um optimale Bedingungen zu schaffen.

An diesem Donnerstag steht die Umgestaltung der Neckarstraße auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Zur Diskussion stehen auf Wunsch des Planungsausschusses dann nochmals die Fahrradwege entlang der Straße und die Option einer zweiten Einfahrt.


Sechs Bauphasen

In sechs Bauphasen wird in den Sommerferien der letzte Abschnitt der Hegnacher Ortsdurchfahrt umgebaut. Im Mittelpunkt der ersten Bauphase stehen die vorbereitenden Maßnahmen, um den Verkehr aus Remseck in Richtung Waiblingen über den Feldweg an der Rosengärtnerei umleiten zu können. Diese Umfahrung wird am Ende der Baumaßnahmen rückgebaut.

In der zweiten und dritten Bauphase gehen die Arbeiten auf der nordöstlichen Seite der Straße und für den Kreisverkehr über die Bühne. Im Fokus der vierten Bauphase steht die Bushaltestelle, in der fünften wird der Anschlussbereich an die Gottlieb-Daimler-Straße saniert. In der sechsten Bauphase geht es um den Einbau der Endbeläge in der Neckarstraße und am Kreisverkehr.