Waiblingen

Hesky: NS-Vergleiche von Impfgegnern sind „unfassbar“ und verhöhnen die Opfer

OB Hesky Volkstrauertag 2021
OB Hesky bei der Kranzniederlegung am Volkstrauertag, dem 14. November 2021. © Stadt Waiblingen

Am Volkstrauertag ist am Sonntag bundesweit der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht worden. Auch in Waiblingen und den umliegenden Kommunen wurden Kränze niedergelegt. Oberbürgermeister Andreas Hesky sagte, es sei „auch und gerade im zweiten Corona-Jahr“ wichtig, sich an die Opfer von Krieg und Gewalt zu erinnern.

Hesky sagte, es werde immer wieder beklagt, dass die Pandemie andere „Mega-Themen“ wie Klimaschutz, Armut und soziale Ungerechtigkeit überlagere. Diese dürften aber trotz der Krise nicht vergessen werden.

„Das gilt auch für den Volkstrauertag. Auch ihm muss man Raum geben, und der Gesellschaft einen Moment zum Erinnern und Nachdenken, wie wir es heute gemeinsam tun“, so das Waiblinger Stadtoberhaupt.

In Richtung von „Querdenkern“ und anderen radikalen Gegnern der Corona-Politik sagte Hesky: „Dass es Menschen gibt, die meinen, die Corona-Maßnahmen mit der Diktatur des Dritten Reiches vergleichen zu müssen, und sich selber mit Nazi-Opfern wie Sophie Scholl oder Anne Frank gleichsetzen, ist unfassbar, verantwortungslos und eine Verhöhnung der Opfer von Krieg und Holocaust.“

Auch auf die aktuelle Lage an der Grenze zwischen Polen und Belarus, die für die meisten Menschen hierzulande im Alltag trotz aller Berichte weit weg ist, nahm Hesky Bezug: Man höre davon, ebenso wie von den Flüchtlingsbooten und Rettungsschiffen im Mittelmeer. „Aber das Mittelmeer ist nicht der Bodensee, es ist weit weg. So richtig betrifft es uns doch erst, wenn die Nachricht kommt, dass auch bei uns in Deutschland wieder mehr Flüchtlinge erwartet werden und wir auch im Rems-Murr-Kreis und in unserer Stadt damit rechnen müssen, dass wieder Menschen zu uns kommen und Asyl suchen. Wir dürfen nicht wegschauen. Das ist ein Gebot der Menschlichkeit.“ Weder „Pushbacks“ noch „alle Tore zu öffnen“ sei eine Lösung. Es helfe nur Dialog, auch mit Autokraten wie Lukaschenko.

Hesky dankte allen, die sich für die Allgemeinheit und ihre Mitbürger einsetzen. Und mit Blick auf das nahende Ende seiner Amtszeit: „Heute ist es mein letzter Volkstrauertag, den ich im Amt des Waiblinger Oberbürgermeisters mit Ihnen gestalte und begehe. Die Vorbereitung darauf habe ich jedes Jahr als bereichernd empfunden, als Impuls, der mich und meine Gedanken aus dem Hamsterrad von Alltäglichkeiten herausbewegt hat und mich hat innehalten lassen, um den Blick auf andere, weniger friedliche Regionen in der Welt zu richten und jährlich die Gewissheit zu erlangen: Wie gut geht es uns in Waiblingen.“

Am Volkstrauertag ist am Sonntag bundesweit der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht worden. Auch in Waiblingen und den umliegenden Kommunen wurden Kränze niedergelegt. Oberbürgermeister Andreas Hesky sagte, es sei „auch und gerade im zweiten Corona-Jahr“ wichtig, sich an die Opfer von Krieg und Gewalt zu erinnern.

Hesky sagte, es werde immer wieder beklagt, dass die Pandemie andere „Mega-Themen“ wie Klimaschutz, Armut und soziale Ungerechtigkeit überlagere. Diese dürften aber

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