Waiblingen

Hoher Rain in Waiblingen: Klimaneutrales Wohngebiet voll bezogen

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Bewohner und Projektverantwortliche trafen sich zu einem Grillfest. © Ralph Steinemann Pressefoto

Vor ein paar Jahren verkaufte die Hahn-Gruppe an gleicher Stelle noch Autos, vor allem von der Marke VW. Nun ist am Fuße des Hohen Rains in Richtung Schorndorfer Straße ein Wohngebiet entstanden, das seine Gründer stolz als „erstes klimaneutrales Wohngebiet in Waiblingen“ feiern. Bei einem Festakt wurde im Beisein vieler Bewohner ein entsprechender Gedenkstein eingeweiht.

Rund 120 Bewohner hat das Gebiet „Im Hohen Rain“ inzwischen, alle Wohnungen sind bezogen, nicht zuletzt von jungen Familien. Das Bauträger-Unternehmen Projektbau Pfleiderer aus Winnenden hatte das Hahn-Areal 20016 erworben und in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Waiblingen und den Stadtwerken 59 Wohnungen in fünf Mehrfamilienhäusern realisiert. Vor gut einem Jahr waren die ersten Bewohner eingezogen.

Auch Berg-Bürg in Bittenfeld darf sich klimaneutral nennen

Mittlerweile sprießt auf den Außenflächen das Gras und in der Mitte ist ein Quartiershof als geschützter Raum mit kleinem Spielplatz entstanden, der sich, wie Baubürgermeister Dieter Schienmann in seiner Rede zur Enthüllung des Gedenksteins sagte, als kommunikationsfördernd erweisen soll. Damit verbunden sei die Hoffnung, dass Waiblingen für die Bewohner „nicht nur Wohnort und Schlafstätte“ sein möge, sondern Heimat. Das klimaneutrale Wohngebiet stehe der Stadt gut zu Gesicht.

Geförderte Wohnungen für sozial Schwache

Das Gestaltungskonzept für den Hohen Rain wurde in einem städtebaulichen Vertrag mit der Stadt Waiblingen festgeschrieben. Für acht geförderte Wohnungen hält die Stadt die Belegungsrechte. Im Vergleich zu einem konventionellen Wohngebiet würden im Hohen Rain jährlich 160 Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart. Das entspreche in etwa dem Beitrag von 6500 Bäumen fürs Klima, sagte Prokurist Alessandro Stenti von Pfleiderer Projektbau. Innovativ ist der Hohe Rain auf alle Fälle: „Was die Politiker fordern, haben wir schon gebaut.“

Kohlendioxid eingespart

Als „klimaneutral“ wird das Wohngebiet hinsichtlich des Ausstoßes an Kohlendioxid verstanden. Wichtige Faktoren dabei sind Fotovoltaik und die Anbindung ans Fernwärmenetz der Stadtwerke. Ein Zukunftsthema wird nach Einschätzung des Baubürgermeisters außerdem die Klimaneutralität beim Stoffkreislauf und Einsatz recycelbarer Materialien sein.

Ein weiteres klimaneutrales Wohngebiet gibt es in Berg-Bürg. Die Planung für Bittenfeld reicht in der Tat weiter zurück, und der Bebauungsplan trat ein Jahr früher (2017) in Kraft. Aber: Der Hohe Rain war früher bezogen. Berg-Bürg dagegen ist bis heute nicht vollständig abgeschlossen. Für die Frage, welchem von beiden Gebieten denn nun die Ehe gebührt, das erste zu sein, fand OB Hesky bereits 2020 die diplomatische Formel, Waiblingen habe zwei „erste klimaneutrale Wohngebiete“. Eins in der Kernstadt und eins in Bittenfeld.

Vor ein paar Jahren verkaufte die Hahn-Gruppe an gleicher Stelle noch Autos, vor allem von der Marke VW. Nun ist am Fuße des Hohen Rains in Richtung Schorndorfer Straße ein Wohngebiet entstanden, das seine Gründer stolz als „erstes klimaneutrales Wohngebiet in Waiblingen“ feiern. Bei einem Festakt wurde im Beisein vieler Bewohner ein entsprechender Gedenkstein eingeweiht.

Rund 120 Bewohner hat das Gebiet „Im Hohen Rain“ inzwischen, alle Wohnungen sind bezogen, nicht zuletzt von jungen

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