Waiblingen

In Waiblingen geborene Bestsellerautorin Bettina Storks bringt mit "Klaras Schweigen" neuen Roman heraus

StorksBettina
Bestsellerautorin Bettina Storks präsentiert ihr neues Buch „Klaras Schweigen“. Mit von der Partie ist ihre Hündin Wanja. © Privat

„Klaras Schweigen“ lautet der Titel des neuen Romans der Bestsellerautorin Bettina Storks. Ab diesem Montag ist er im Handel zu finden. Die Autorin, die in Waiblingen geboren und in Fellbach aufgewachsen ist, begegnet dem Tag der Buchveröffentlichung aber mit „gemischten Gefühlen“, wie sie im Gespräch verrät.

Durch die Corona-Pandemie fallen Lesungen weg, Bestellungen der lokalen Buchläden seien bisher verhalten gewesen, da bis vergangenen Mittwoch keiner wusste, wann genau er wieder aufmachen darf. Die große Unsicherheit ist spürbar. „Das Buch muss diesmal für sich selbst sprechen“, sagt sie.

Die Handlung: Nachkriegszeit in Freiburg und Konstanz

Bettina Storks fesselt mit ihrer Geschichte den Leser, packt ihn und nimmt ihn mit in die Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegsjahre. Hautnah findet der Leser nicht nur anhand der Protagonisten heraus, wie es den Menschen damals erging. Er erfährt, wie man ein Familiengeheimnis tief vergraben musste, um gesellschaftlich gut dazustehen.

Die Autorin lebt mittlerweile in Ludwigshafen

Dabei ist die Autorin, die aus dem Hause der Fellbacher Bäckerei Stuber (Cannstatter Platz) stammt und mittlerweile in Ludwigshafen am Bodensee lebt, selbst tief in die Historie der beiden Städte eingetaucht, so dass sich Leser in einem Freiburg oder Konstanz der fünfziger Jahre wiederfinden. Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen, Klara und ihre Enkelin Miriam.

Durch einen Schlaganfall verändert sich alles

Rund 70 Jahre lang trägt Klara ein Geheimnis in sich. Erst durch einen Schlaganfall bilden sich Risse in der Hülle, welche die Großmutter jahrelang drum herum gebaut hatte. Dabei springt der Leser von der Nachkriegszeit in die Gegenwart. Er erfährt, wie Miriam ihrer Großmutter helfen möchte, ihr die Erinnerung zurückzugeben, und sie dabei entdeckt, dass sie nicht diejenige ist, die sie immer glaubte, zu sein.

Idee zum Buch entstand beim Schreiben der Vorgänger-Werke

Bereits bei ihren vorherigen Werken ist Bettina Storks tief in die Zeit des Zweiten Weltkriegs eingestiegen. Bei ihrer Recherche zu den anderen Büchern ist sie auf die Tatsache gestoßen, dass im besetzten Deutschland einige Kinder durch ein Verhältnis mit einem französischen Soldaten entstanden sind. Der französische Staat hat die Mütter nicht allein gelassen, sondern die Kinder in Waisenhäusern als „Enfants d’État“ (Kinder des Staates) betreut. Ursprünglich wollte sich Storks ausschließlich diesem Thema widmen. Am Ende war dies der Grundstein einer Vielzahl von Verkettungen, die darauf basieren, wie sie sagt.

Sie war wie die Protagonistin Klara im Buch Schneiderin 

Die Rohfassung war fertig, als sich die Autorin auf die Suche nach einer Zeitzeugin begab, die vom damaligen Konstanz erzählen konnte. Über eine Leserin sei sie auf Lilly Heinzle gestoßen. Beim Gespräch stellte sich heraus, dass sie wie die Protagonistin Klara im Buch Schneiderin von Beruf gewesen und dazuhin ein uneheliches Kind war. Zum Zeitpunkt des Gesprächs sei Lilly Heinzle zwar nicht gesund gewesen, es ging ihr aber gut, so Storks. Sie wünschte sich, dass sie das fertige Werk einmal lesen dürfe, verstarb aber im September 2020.

Von ihr hat Bettina Storks erfahren, wie es sich damals in Konstanz lebte – eine Stadt, die vom Krieg weitgehend verschont blieb, weil sie bei Angriffen von der Luft aus nicht vom nahegelegenen Kreuzlingen (Schweiz) unterschieden werden konnte. Den Rest hat die Autorin recherchiert. Im Staatsarchiv fand sie Briefe, die sie im Roman dem Vater der Protagonistin Klara zuordnete, wenn auch die Figur frei interpretiert sei.

Geschichte: Für Frauen und Frankreich-Fans gemacht

„Klaras Schweigen“ ist ein Roman, der Frauen anspricht. Aber auch Frankreich-Fans kommen auf ihre Kosten. Denn auf ihrer Reise durch die Vergangenheit der Großmutter stößt Enkelin Miriam auf einen weiteren Handlungsort: Saint Malo in der Bretagne, wohin sie schließlich reist – und mit ihr der Leser.

Bettina Storks ist es gelungen, den Leser mit der Verzwicktheit in der Familienvergangenheit zu fesseln. Wenn auch die Handlung nur so vor sich hin plätschert, will der Leser einfach wissen, wie es weitergeht. Der Leser taucht ein in die Gedankenwelt der Protagonistinnen, erfährt ihre Gedankenwelt, ihre Ängste, ihre Psyche – das fesselt.

Buch ist im Diana-Verlag (Randomhouse) erschienen

„Klaras Schweigen“ ist Storks drittes Buch von insgesamt sechs veröffentlichten Romanen, das beim Diana-Verlag (Randomhouse) erschienen ist. Allein hier verzeichnet sie mittlerweile mehr als 50 000 Exemplare und gehört zu den Bestsellerautoren. In Kürze, genau gesagt am 21. Juni, erscheint Storks nächstes Werk beim Aufbau-Verlag, eine Romanbiografie: Dora Maar und die zwei Gesichter der Liebe – Picasso ist ihr Leben, die Kunst ihre Leidenschaft.

„Klaras Schweigen“ lautet der Titel des neuen Romans der Bestsellerautorin Bettina Storks. Ab diesem Montag ist er im Handel zu finden. Die Autorin, die in Waiblingen geboren und in Fellbach aufgewachsen ist, begegnet dem Tag der Buchveröffentlichung aber mit „gemischten Gefühlen“, wie sie im Gespräch verrät.

Durch die Corona-Pandemie fallen Lesungen weg, Bestellungen der lokalen Buchläden seien bisher verhalten gewesen, da bis vergangenen Mittwoch keiner wusste, wann genau er wieder

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