Waiblingen

Inzidenz 165: Wie sich die Schulen in Waiblingen auf die mögliche Schließung vorbereiten

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Bald schon könnte die Zeit des Präsenzunterichts wieder vorbei sein. Unser Foto zeigt Schüler der Wolfgang-Zacher-Schule am 22. März 2021. © Gabriel Habermann

Ab einer Inzidenzzahl von 165 sollen bald die Schulen in ganz Deutschland schließen – und das würde für die Waiblinger Schüler bedeuten, dass wohl schon am Montag, 26. April, wieder der Fernunterricht beginnt.

Am Donnerstag, 22. April, lag nämlich die Inzidenz im Rems-Murr-Kreis bereits bei 214, am Mittwoch, 21. April, bei 204 – und auch davor war sie schon seit vielen Tagen deutlich über 165. Axel Rybak, geschäftsführender Schulleiter von Waiblingen und Rektor der Staufer-Realschule, hat sich am Donnerstagvormittag mit seinen Amtskollegen beraten – und dabei ging es natürlich auch um die Frage, wann die bundesweite Corona-Notbremse in Waiblingen wirksam wird.

Ergebnis war, dass die Beratung der Rektorinnen und Rektoren um einen Tag auf den Freitag, 23. April, verschoben wurde. Schließlich war die Lage zu dem Zeitpunkt noch unklar. An diesem Donnerstag, 22. April, passierte dann die Corona-Notbremse den Bundesrat. Die Vorschriften könnten frühestens am Samstag, 24. April, greifen. Dass die Schulen bald schließen müssen, steht für Rybak so oder so fest. „Spielraum gibt es da keinen mehr.“

Staufer-Realschule muss ihren Stundenplan nicht ändern

Warum nun Schulschließungen beim Überschreiten einer Inzidenz von 165 sinnvoller sein sollen als wie bisher bei einer Inzidenz von 200, erschließt sich dem Realschulrektor nicht. Gleichwohl stellt sich Rybak darauf ein, dass bald nur noch die Abschlussklassen an die Schulen kommen dürfen. Immerhin hat die Staufer-Realschule ihren Stundenplan so konzipiert, dass sie ohne Änderungen vom derzeitigen Wechselunterricht auf den Fernlernunterricht umschalten kann. Einige andere Waiblinger Schulen haben ihren Stundenplan nach Rybak Aussage auch so konzipiert – aber nicht alle. So gibt es auch Schulen, die beim Fernlernunterricht bewusst nur die Hauptfächer und ein, zwei Nebenfächer weiter unterrichten. Das hat die Staufer-Realschule früher selbst einmal so gemacht.

Nur 80 Prozent der Schüler der Staufer-Realschule machen derzeit einen Schnelltest 

Zumindest in dieser Woche läuft ja noch der Wechselunterricht, an dem nur jene Schüler teilnehmen dürfen, die sich einem Corona-Schnelltest unterziehen. 80 Prozent der Schüler an der Staufer-Realschule lassen sich testen. Axel Rybak hatte damit gerechnet, dass die Quote noch niedriger ist. „Es sind mehr Schüler da als erwartet.“ Allerdings bedeutet die Tatsache, dass derzeit 20 Prozent der Schüler im Fernlernunterricht sind, nicht automatisch, dass deren Eltern alle einen Schnelltest ablehnen: Es gibt auch Mütter und Väter, die einfach wegen der hohen Inzidenzzahl ihre Kinder zur Sicherheit zuhause lassen, Schnelltests aber grundsätzlich gut finden.

Am 19. April 2021 wurde bei einem Schüler der Staufer-Realschule ein Schnelltest gemacht, der positiv ausfiel

Gleichwohl sind die Zahlen bei den Corona-Schnelltests an vielen anderen Schulen deutlich besser als an der Staufer-Realschule. Vom Sinn der Tests ist Axel Rybak indes überzeugt: Erst am Montag, 19. April 2021, wurde bei einem Schüler ein Schnelltest gemacht, der positiv ausfiel – und bei dem sich das Ergebnis einer Corona-Infektion nach dem PCR-Test bestätigte. Der Junge war zwar zum Testzeitpunkt symptomfrei, trug aber schon das Coronavirus in sich, so wie sein Bruder, der eine andere Schule besucht. Aus Sicht des Realschulrektors hat sich die Testerei allein durch solch ein Ergebnis schon gelohnt. „Sie finden die symptomfreien Kinder heraus.“

Rektor Axel Rybak hofft, dass weiter Leistungstests in der Schule möglich sind

Ob Schüler auch im Fernlernunterricht weiter für Leistungstests in einzelnen Fächern an die Schule kommen können, weiß Axel Rybak nicht sicher. Er findet es aber wichtig, dass dies weiter möglich ist. Schließlich müssen Noten gebildet werden, die wiederum über Versetzungen entscheiden. Dass wie im Schuljahr 2019/2020 auch in diesem Schuljahr alle Kinder einer Klasse unabhängig von ihren Noten in die nächsthöhere Stufe kommen, wäre aus Sicht von Axel Rybak fatal. „Darum brauchen wir die Leistungsfeststellung.“

Bis auf eine Lehrerin unterrichten derzeit alle an der Staufer-Realschule in Präsenz

Für den aktuellen Wechselunterricht ist die Staufer-Realschule eigentlich gut gerüstet. Bis auf eine schwangere Lehrerin unterrichten laut Rybak alle Lehrer im Präsenzunterricht. Sehr viele Kollegen haben bereits ihre erste Impfung erhalten, inklusive Rektor Axel Rybak – und etwa die Hälfte des Kollegiums wird bis Mitte Mai die zweite Impfung erhalten haben.

Auch ohne die bundesweite Corona-Notbremse könnten die Schulen im Rems-Murr-Kreis hald schließen

Übrigens: Auch ohne die bundesweite Corona-Notbremse könnten die Schulen bald schließen. Wenn die Inzidenz im Rems-Murr-Kreis auch am Freitag, 23. April, über 200 bleibt, würden frühestens zum Montag, 26. April, die Schulen wieder in den Fernlernmodus wechseln. Das Ganze stützt sich auf die aktuelle Landes-Coronaverordnung, nach der dann auch die Kitas die Regelbetreuung einstellen müssten.

Ab einer Inzidenzzahl von 165 sollen bald die Schulen in ganz Deutschland schließen – und das würde für die Waiblinger Schüler bedeuten, dass wohl schon am Montag, 26. April, wieder der Fernunterricht beginnt.

Am Donnerstag, 22. April, lag nämlich die Inzidenz im Rems-Murr-Kreis bereits bei 214, am Mittwoch, 21. April, bei 204 – und auch davor war sie schon seit vielen Tagen deutlich über 165. Axel Rybak, geschäftsführender Schulleiter von Waiblingen und Rektor der Staufer-Realschule,

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