Waiblingen

„Joe Peña’s" statt "Iguana" in Waiblingen: Gastronom optimistisch trotz Corona-Krise

Joe Penas
Matthias Hönes, Inhaber des CBC in Waiblingen und Fellbach,  vor dem Eingang des Restaurants in der Marktgasse mit neuem Schild. © ALEXANDRA PALMIZI

Seit November 2020 befinden sich Restaurants und Bars im Lockdown – und ein konkretes Ende ist nicht in Sicht. Gastronom Matthias Hönes aber liegt es fern, deswegen Trübsal zu blasen. Der Inhaber des Wirtshauses am Postplatz“ sowie des „CBC“ mit Standorten in Waiblingen und Fellbach und Biergarten in Korb ist optimistisch – und nutzt die Zeit. Derzeit lässt er das ehemalige „Iguana“ in der Marktgasse in eine neue „Joe Peña’s“-Filiale umbauen.

„Der Mexikaner bleibt“, sagt der erfahrene Gastronom und nennt dafür unter anderem einen ganz persönlichen Grund: „Ich liebe Mexikanisch.“ Auch die wirtschaftlichen Überlegungen sprechen aus seiner Sicht dafür: Am Postplatz setzt er im „Wirtshaus“ auf schwäbische Küche vor allem für älteres Publikum und Familien, im CBC tummeln sich – wenn nicht gerade Pandemie herrscht – vorwiegend jüngere Leute bei international-italienischem Essen. Mexikanische Küche hingegen gebe es in der näheren Umgebung von Waiblingen nicht. Dass das „Joe Peña’s“-Konzept funktioniert, hätten Standorte in Schorndorf, Esslingen und anderswo bewiesen.

Zweifel an Öffnungen durch Schnelltests

Für den 55-Jährigen ist das frühere „Iguana“ eine willkommene neue Herausforderung, für die er trotz der schweren Zeiten eine Menge Geld in die Hand nimmt. Nach rund 30 Jahren werden die Räume kernsaniert. Das „Joe Peña’s“-Schild über dem Eingang hängt seit zwei Wochen. Eine Künstlerin aus Saloniki hat die Wände liebevoll dekoriert, um mexikanisches Flair in die Marktgasse zu zaubern.

Derzeit wird die Eingangstreppe bunt gefliest. Die neue Bar, an der eines hoffentlich nicht allzu fernen Tages bis zu 200 verschiedene Cocktails gemixt werden, steht bereits. Größter Raum wird der Wintergarten, der sich bei gutem Wetter nach allen Seiten öffnen lässt, so dass die Gäste wie in einer grünen Weinlaube sitzen, die dieser Tage aus Kunststoff-Pflanzen und echtem Grün gebaut wird.

Hoffnung auf die Impfungen

Die Küche wurde entkernt, in den nächsten Wochen kommt die neue Einrichtung. Die Kühltechnik ist gebündelt in einem Technikraum neben dem Eingang untergebracht. 100 Sitzplätze wird das neue „Joe Peña’s“ haben. „Vier bis sechs Wochen noch, dann wären wir startklar“, sagt Matthias Hönes. Wohl wissend, dass diese Aussichten unter Vorbehalt stehen. In einem Punkt ist er sicher: „Es gibt eine Zeit nach Corona.“ Die könnte aus seiner Sicht in wenigen Monaten beginnen, wenn die Mehrheit der Bevölkerung durchgeimpft sei. Auf diesen Optimismus baut er, „deshalb investiere ich in die Zukunft“. Die Pandemie habe gezeigt, wie sehr sich die Menschen danach sehnen, wieder ausgehen zu können. „Was vorher völlig normal war, das weiß man dann umso mehr zu schätzen.“

An Öffnungen durch Schnelltests hat Matthias Hönes seine Zweifel, besonders wenn er an seinen Biergarten beim Korber Schützenhaus denkt. „In einen Biergarten geht man meistens spontan nach einer Wanderung oder einer Radtour, aber so schnell bekommt man ja keinen Test.“ Vor den Lokalen Zelte aufzubauen, in denen sich Gäste testen lassen, um dann einen Kaffee zu trinken, erscheint ihm wenig realistisch. Er hofft mehr auf eine Rückkehr zur Normalität durchs Impfen.

Abholen oder liefern

Während des Corona-Lockdowns läuft im Wirtshaus am Postplatz und im CBC der Betrieb mit Abholung und Lieferservice weiter. 25 bis 30 Prozent des normalen Umsatzes werden damit erreicht. Der Inhaber klagt nicht: Die staatlichen Überbrückungshilfen seien – wenn auch spät – nun endlich angekommen. Damit könne er Mieten und Nebenkosten zahlen und das Personal halten. Die Angestellten sind in Kurzarbeit und bekommen ihr Gehalt durch Aufstockung zu 100 Prozent, denn: „Die Mitarbeiter sind das Wichtigste.“ Für sie hat er auch Wohnungen über den Gasträumen angemietet.

Mit der Marke Joe Peña’s übernimmt er ein bewährtes Franchise-Konzept und bleibt doch selbstständiger Kaufmann. „Man muss nicht immer das Rad neu erfinden.“ Der Schwerpunkt liegt bei pikanten Steaks, Tortillas, Burritos, Enchiladas und Cocktails.

Seit November 2020 befinden sich Restaurants und Bars im Lockdown – und ein konkretes Ende ist nicht in Sicht. Gastronom Matthias Hönes aber liegt es fern, deswegen Trübsal zu blasen. Der Inhaber des Wirtshauses am Postplatz“ sowie des „CBC“ mit Standorten in Waiblingen und Fellbach und Biergarten in Korb ist optimistisch – und nutzt die Zeit. Derzeit lässt er das ehemalige „Iguana“ in der Marktgasse in eine neue „Joe Peña’s“-Filiale umbauen.

„Der Mexikaner bleibt“, sagt der erfahrene

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