Waiblingen

Klima, Wohnen, Einkaufen: Wie soll Waiblingen im Jahr 2030 aussehen?

Luftbild: Blick auf Hochwachtturm, Altstadt, Stadtbücherei, Rathaus, Waiblingen, 15.10.2021.
Blick über die Waiblinger Innenstadt und die Talaue. © Benjamin Beytekin

Wie soll Waiblingen im Jahr 2030 und in den Jahren danach aussehen? Was brauchen die Waiblingerinnen und Waiblinger? Wie können die Stadt und ihre Menschen der Herausforderung des Klimawandels begegnen? Zwischen 3000 und 5000 nach Zufallsprinzip ausgewählte Menschen sind bald aufgerufen, bei einer repräsentativen Bürgerumfrage ihre Einschätzung zu desen großen Zukunftsfragen abzugeben. Sie wird als eine Grundlage für ein zentrales Projekt der Kommunalpolitik: der Neufassung des Stadtentwicklungsplans.

„Stadtentwicklungsplan“– das hört sich reichlich abstrakt an, tatsächlich handelt es sich beim „Step“, wie er abgekürzt heißt, um die große, verbindliche Leitschnur der Stadtpolitik. Der alte Step hat gezeigt, wie lebensnah die aus dem Plan abgeleiteten Maßnahmen sein können: Die dezentralen Pflegeheime und Lebensmittelmärkte in den Ortschaften, vom Alexanderstift in Hegnach und vom Rewe in Neustadt bis zum Netto und zum Haus Elim in Bittenfeld beweisen es.

Gezielt sollen Jugendliche zum Mitmachen ermuntert weden

Wohin soll nun mit dem „Step 2030 2.0“ die Reise gehen? Das werden Stadt, Gemeinderat und Bevölkerung in der Umfrage, bei Workshops und Bürgerbeteiligungen ermitteln. Gezielt sollen Jugendliche zum Mitmachen ermuntert werden. In einer Klausurtagung diskutierte der Gemeinderat über den groben Rahmen. Alle Fraktionen betonen die inhaltlichen Gemeinsamkeiten und die sachlich-konstruktive Atmosphäre.

Einigkeit für "moderates Wachstum"

Eine gewisse Übereinstimmung wurde etwa in der grundlegenden und in der Vergangenheit kontrovers diskutieren Frage erzielt, wie sich Waiblingen demografisch entwickeln soll. Unter anderem die „Grünt“-Fraktion hatte gegen stetes Wachstum für eine „Politik des Weniger“ geworben. Der Konsens lautet nun auf „moderates Wachstum“ – allerdings ohne zu benennen, was dies in Zahlen bedeuten soll. Die Marschroute lautet mehr denn je, zumindest lassen sich die Statements der Fraktionen so zusammenfassen: Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Die grüne Wiese ist nicht völlig tabu, aber Verdichtung innerorts geht vor. Wohnraum soll weiter geschaffen werden, auch damit die von der Wirtschaft gesuchten Fachkräfte welchen finden können.

Photovoltaik und Windkraft made in Waiblingen

Klimaschutz und die regenerative Stromerzeugung spielen eine zentrale Rolle – auch mit Windkraft. Bei der Photovoltaik will die Stadt als Vorbild vorweggehen und die Potenziale der Bürgerschaft. Weiteres Thema: Die Innenstadt und die Ortszentren, die unter Corona gelitten haben, gilt es zu beleben beziehungsweise zu sichern. Wie sieht die Innenstadt der Zukunft aus.

Fertiger "Step" im dritten oder vierten Quartal 2023

Der Waiblinger Stadtentwicklungsplan wurde 2004/2005 mit umfangreicher Bürgerbeteiligung erarbeitet und erstmals 2006 vom Gemeinderat beschlossen. 2013 wurde er fortgeschrieben. Die erneute Fortschreibung war für die Jahre 2020/2021 geplant, musste jedoch wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Im Herbst oder Winter 2023 soll der neue Step – nach breiter Bürgerbeteiligung – fertig sein.

Der Step umfasst vier Handlungsfelder: Handlungsfeld A „Städtebau und Mobilität“, Handlungsfeld B „Klimaschutz - Umwelt - Landschaft“, Handlungsfeld C „Bildung - Betreuung - Soziales - Kultur - Sport“ und Handlungsfeld D „Arbeiten - Wirtschaft - Einzelhandel - Tourismus“.

Wie soll Waiblingen im Jahr 2030 und in den Jahren danach aussehen? Was brauchen die Waiblingerinnen und Waiblinger? Wie können die Stadt und ihre Menschen der Herausforderung des Klimawandels begegnen? Zwischen 3000 und 5000 nach Zufallsprinzip ausgewählte Menschen sind bald aufgerufen, bei einer repräsentativen Bürgerumfrage ihre Einschätzung zu desen großen Zukunftsfragen abzugeben. Sie wird als eine Grundlage für ein zentrales Projekt der Kommunalpolitik: der Neufassung des

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