Waiblingen

Klinglestalstraße eine Woche gesperrt

Klinglestalstraße eine Woche gesperrt_0
Risse und Wellen in der Straße sorgen für unnötigen Lärm. © Palmizi / ZVW

Waiblingen. Besonders die Mitarbeiter von Stihl werden betroffen sein, wenn kommende Woche die Klinglestalstraße saniert und gesperrt wird. Aber auch die Nutzer der beliebten Abkürzung zwischen Kleinhegnach und Neustadt müssen für eine Woche den längeren Weg in Kauf nehmen.

Von Montag, 8. Oktober, bis voraussichtlich Dienstag, 16. Oktober, wird unter Vollsperrung der Fahrbahnbelag der Klinglestalstraße erneuert. Betroffen ist das Teilstück zwischen Trollingerweg und Remsbrücke. Das Schadensbild auf der Straße beschreiben Fachleute als „Waschbrett“.

Anders als bei Bäuchen entsteht dieses bei Straßenbelägen nicht durch gezieltes Training, sondern durch Abnutzung und starke Inanspruchnahme. Sprich: Auf der Straße wird viel gebremst, angehalten und wieder angefahren. Wenn heiße Sonneneinstrahlung den Belag erwärmt und aufweicht, bilden sich kleine Wellen und Risse.

Erneuert wird außerdem der Belag am Radweg und am Stihl-Parkplatz

Häufig gebremst wird auf der Klinglestalstraße unter anderem wegen der baulichen Fahrbahn-Einengungen, die den Verkehr verlangsamen und Stellplätze markieren sollten. Eigentlich müssten Autofahrer selbst bei Gegenverkehr nicht anhalten, meint der Leiter des Fachbereichs städtische Infrastruktur beim Waiblinger Rathaus, Michael Seeger. 4,70 Meter seien ausreichend, dennoch trauen sich viele nicht und lassen hinter der Einbuchtung wartend den Gegenverkehr passieren.

Waren die Buchten in den Achtzigern und Neunzigern in Mode, würden sie heute kaum noch gebaut. Die markierten Parkflächen würden genutzt und erfüllten damit die Funktion, Raser zu bremsen. Die Buchten werden also entfernt und durch einfache Markierungen ersetzt.

Gebremst wird der Verkehr auf nachvollziehbare Weise auch durch die Blitzersäule, die unerbittlich über die Einhaltung von Tempo 30 wacht. Vor einigen Jahren wurde sie errichtet, um die Anwohner in der Terrassenhaus-Siedlung vor Lärm zu schützen. Sie dürfen sich vom neuen Straßenbelag eine weitere Beruhigung erhoffen, denn auf Waschbrett-Untergrund sind Autos besonders laut.

In gutem Zustand befindet sich das Teilstück zwischen Einmündung Trollingerweg und Neustadter Hauptstraße. Damit die Querverbindung über die Rems zwischen Kleinhegnach und Neustadt für Autofahrer etwas unattraktiver wirkt, müssen Einbieger an der Hauptstraße meistens warten. Überlegungen für einen Kreisverkehr gibt es aber auch.

Nutzung des Geh- und Radwegs sind bis zum Belagseinbau möglich

Für die Zeit der Bauarbeiten ist eine Umleitungsstrecke ausgeschildert. Sie führt erst nach Waiblingen durch die Talstraße und dann über die Hegnacher Höhe bis zur Abzweigung beim Geflügelhof. Wer Kleinhegnach oder den Stihl-Parkplatz zum Ziel hat, fährt diese Strecke.

Zeitgleich wird am Rems-Radweg und an der Zufahrt zu den Stihl-Parkplätzen der Fahrbahnbelag erneuert. Der Belagseinbau im Bereich der Parkplätze ist am Samstag, 13. Oktober, geplant, um den Betrieb im Werk nicht zu stören. Die Zufahrt und die Nutzung des Geh- und Radwegs sind bis zum Belagseinbau möglich.

Am Tag des Belagseinbaus ist für die Radfahrer und Fußgänger eine örtliche Umleitung ausgewiesen. Stand jetzt ist der Radweg laut Seeger „mit Schlaglöchern übersät“. Ähnliches gilt für den Abschnitt flussabwärts bei der Vogelmühle, wo die Fahrradpiste ebenfalls ertüchtigt wird, um im Gartenschau-Jahr 2019 komfortable Touren zu ermöglichen.


Blitzersäule

Ein Blitzlichtgewitter wie vor einigen Jahren am Bundesstraßen-Teiler gab es in der Klinglestalstraße nie. 2014 wurde das Poliscan-Türmchen installiert. Selbst in den ersten zehn Wochen wurden „nur“ 363 Verstöße registriert – an der B 14 waren es in Anfangszeiten täglich 400.

Der Mehrheit der Geblitzten wurde eine Tempoübertretung zwischen einem und zehn Stundenkilometern abzüglich Toleranz nachgewiesen.