Waiblingen

Kneipen in Waiblingen in Sorge: "Seitdem 2G gilt, bleiben die Kunden weg"

Kneipen/Bars
"Bobby's Irishpub Waiblingen" in der Langen Straße. © Archivfoto: Alexandra Palmizi

„Seitdem 2G gilt, bleiben die Kunden weg, weil sie Angst haben“, sagt Arthur Bross, Inhaber des „Bobby's Irishpub Waiblingen“. Die am Mittwoch, 17. November, eingetretene Alarmstufe wirkt sich bereits auf die Kneipe in der Langen Straße aus. Denn sie sieht vor, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Gasträumen von Restaurants, Bars und Kneipen haben.

Ungeimpfte dagegen können das gastronomische Angebot lediglich im Außenbereich wahrnehmen und müssen dafür einen negativen PCR-Test vorlegen. Doch bereits mit Eintritt der Warnstufe vor rund zwei Wochen habe sich ein reduziertes Besucherverhalten abgezeichnet. Damals mussten Ungeimpfte noch einen PCR-Test für den Besuch im Innenraum vorlegen. „Das machen die Leute nicht mit“, so Bross.

Arthur Bross fordert "gleiches Recht für alle"

Von der 2G-Regelung seien nicht nur die Gastronomie, sondern auch Teile des Einzelhandels betroffen. „Alle haben das gleiche Problem“, sagt Bross. Daher fordert der Inhaber: „Wenn 2G, dann für alle. Es kann nicht gesagt werden, ihr, die Gastronomie, dürft nicht, während aber gleichzeitig Stadien gefüllt und die Lebensmittelgeschäfte voll sind.“

Im Zeitraum der Warnstufe habe das Pub eine Auslastung von maximal 70 Prozent, in der Alarmstufe nun nur noch 50 Prozent, so Bross. Dies sei kein Vergleich zu Normalzeiten. Der Gastronom betreibt neben dem Irish Pub in Waiblingen weitere Betriebe, jeweils einen in Fellbach, Crailsheim und Schwäbisch Hall.

Um nicht ganz auf Einnahmen verzichten zu müssen, biete er in Fellbach einen Lieferservice an. „Klar, Lieferdienste sind aktuell gefragt“, so Arthur Bross, das sei aber nicht mit der Bewirtung im Restaurant oder in der Kneipe zu vergleichen. In Waiblingen gebe es keinen Lieferservice, so Bross. Von einem erneuten Lockdown und einer Schließung hält der Gastronom nichts. „Ich will keine staatlichen Hilfen, sondern arbeiten.“

Brasserie Sonne: Die Not macht erfinderisch

Ähnlich sieht die Stimmung in der "Brasserie Sonne" in der Kurzen Straße aus. Hier sind besonders unter der Woche Auswirkungen der Corona-Stufenregelung zu spüren. „Es bleiben viele weg“, sagt Inhaber Lorenzo Parrotta. Daher konzentriert sich der Wirt auf das Hauptgeschäft am Wochenende. Letzten Samstag fand in der Brasserie ein Karaoke-Abend statt. „Man muss sich etwas für die Kunden einfallen lassen und am Ball bleiben“, sagt der Inhaber. Das zeigt Wirkung. Beim Karaoke waren die rund 48 Sitzplätze ausgebucht.

Vor der Saison konnten in der Brasserie allerdings 80 bis 100 Leute Platz nehmen. „Es ist schwer für uns, es werden immer Steine in den Weg gelegt“, sagt Lorenzo Parrotta über die Situation der Gastronomen. Die Alarmstufe ändere im Vergleich zu der Warnstufe nicht viel. „Wer nicht geimpft oder genesen ist, kommt nicht“, sagt er. Der Preis für PCR-Tests habe in der Warnstufe viele Leute abgeschreckt. Ein großer Teil der Kundschaft sei aber geimpft, so Parrotta.

Schnelltests werden nicht mehr benötigt

Bevor nun die Warn- und Alarmstufe eingetreten sind, hat der Gastronom für Gäste Schnelltests angeboten. Außerdem habe das Personal Schulungen absolviert, um die Tests im Lokal durchführen zu können, so Parrotta. Umsonst, wie sich zeigt, denn mit dem Anstieg der Corona-Zahlen tritt die Stufenregelung der Corona-Verordnung in Kraft. Die Maßnahmen seien „schon okay, sonst hat es nie ein Ende“, so Parrotta. „Wir wissen aber selbst nicht, wohin das denn führt. Ich hoffe, dass wir den Winter überstehen“, sagt der Inhaber der Brasserie Sonne.

„Seitdem 2G gilt, bleiben die Kunden weg, weil sie Angst haben“, sagt Arthur Bross, Inhaber des „Bobby's Irishpub Waiblingen“. Die am Mittwoch, 17. November, eingetretene Alarmstufe wirkt sich bereits auf die Kneipe in der Langen Straße aus. Denn sie sieht vor, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Gasträumen von Restaurants, Bars und Kneipen haben.

Ungeimpfte dagegen können das gastronomische Angebot lediglich im Außenbereich wahrnehmen und müssen dafür einen negativen

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