Waiblingen

Kommentar: Früher in die Weihnachtsferien? Nein danke, Frau Eisenmann

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Die meisten Klassenzimmer stehen derzeit leer (Symbolfoto). © Gaby Schneider

Ein unbeschwertes Weihnachtsfest mit der lieben Verwandtschaft – ja, das wäre schön. Das haben Politiker wie Armin Laschet und Susanne Eisenmann, die wegen weiterführender Karriere-Ambitionen stets auf ihre Popularität bedacht sind, erkannt und verkünden flugs verlängerte Ferien. Juchhu, noch einmal zwei Tage coronafrei! Doch zum Jubeln ist uns Eltern dabei nicht zumute – im Gegenteil.

Für Jugendliche in den oberen Klassen, die sich zu Hause selbst beschäftigen können, mag das angehen. Sie kommen zumeist auch mit dem Fernunterricht ganz gut klar. Anders sieht es bei Kindern im Grundschulalter aus: Berufstätige Eltern können nicht einfach einen auf „Kevin allein zu Haus“ machen. Es bleibt also nichts anderes als Home-Office, falls der Job das überhaupt zulässt. Allerdings brauchen die Kinder jemanden, der sie anregt, mit ihnen spielt, sich kümmert. Sind beide Eltern berufstätig, fällt ein Teil also mehr oder weniger aus. Urlaubstage und Überzeiten sind bei vielen längst aufgebraucht, nicht zuletzt zur Überbrückung von pandemiebedingten Betreuungsnotständen.

Kommt es zu verlängerten Ferien, werden viele Familien sich mit den Großeltern behelfen. Doch genau um sie nach einer Art Kurz-Quarantäne vermeintlich unbeschwert treffen zu können, kam die Idee der vorgezogenen Ferien erst auf - da beißt sich die Katze in den Schwanz. Was der Eisenmannsche Vorschlag zur Eindämmung des Virus beitragen soll, bleibt derweil ein Rätsel. In Waiblingen konnte noch keine einzige Infektion an Schulen oder Kitas von Kind zu Kind festgestellt werden. Die Ansteckungen rühren aus dem privaten Umfeld – auch aus den Ferien.

Ein unbeschwertes Weihnachtsfest mit der lieben Verwandtschaft – ja, das wäre schön. Das haben Politiker wie Armin Laschet und Susanne Eisenmann, die wegen weiterführender Karriere-Ambitionen stets auf ihre Popularität bedacht sind, erkannt und verkünden flugs verlängerte Ferien. Juchhu, noch einmal zwei Tage coronafrei! Doch zum Jubeln ist uns Eltern dabei nicht zumute – im Gegenteil.

Für Jugendliche in den oberen Klassen, die sich zu Hause selbst beschäftigen können, mag das

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