Waiblingen

Korb und Waiblingen für Tempo 100 auf B14

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Statt eines Tempos von 120 soll hier eine reduzierte Geschwindigkeit von 100 eingeführt werden, fordern Korb und Waiblingen. © ZVW/Alexandra Palmizi

Korb/Waiblingen.
Nachdem die Diskussion über ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf der Bundesstraße 29 in Remshalden und Weinstadt aufgekommen ist, wird jetzt auch die Debatte über eine Begrenzung auf der B 14 wieder aufgenommen.

Seit Jahren versucht die Gemeinde Korb aus Lärmschutzgründen, für das angrenzende Wohngebiet auf ihrem Abschnitt der B 14 Tempo 100 zu erwirken – jedoch ohne Erfolg. Zuletzt hatte die höhere Straßenverkehrsbehörde im Regierungspräsidium Stuttgart im Herbst 2018 die Herabsetzung der Geschwindigkeit geprüft. Doch die Lärmwerte, die das hausinterne Fachreferat berechnete, lagen nicht im kritischen Bereich. Das Korber Begehren wurde abgelehnt.

Die Idee, sich wieder um eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu bemühen, haben die Korber sich bei den Remshaldenern abgeschaut. Reinhard Molt, Bürgermeister von Remshalden, kämpft ebenfalls zum wiederholten Male für Tempo 100 auf der B 29. Nachdem der Weinstädter Gemeinderat sich 2012 gegen eine Initiative von Remshalden und Winterbach gestellt hatte, ist zumindest Oberbürgermeister Michael Scharmann dieses Mal nicht abgeneigt, die Remshaldener Verwaltung zu unterstützen.

Gemeinsam wollen sich die Gemeindechefs einsetzen

Der Korber Bürgermeister Jochen Müller und der Waiblinger Oberbürgermeister Andreas Hesky wollen sich gemeinsam um das Tempolimit bemühen. Zeitnah wollen sie einen Brief an den Verkehrsminister Winfried Hermann schicken.

„Wir haben uns immer für das Tempolimit eingesetzt, irgendwann muss man es mal akzeptieren“, sagt Bürgermeister Müller. Durch die Berichterstattung unserer Zeitung sei er aber wieder auf das Thema aufmerksam geworden – und auch aktiv.

Nachdem OB Hesky wieder vermehrt von Waiblingern auf das Thema angesprochen wurde und Bürgermeister Müller auf ihn zukam, entschied er sich, mit Korb einen gemeinsamen Vorstoß zu wagen. Am Rande der jüngsten Sitzung des Waiblinger Gemeinderats fiel der Beschluss, angeregt durch die SPD, sich für ein Tempo 100 auf den Bundesstraßen einzusetzen.

So wird argumentiert

Von Befürwortern des Tempolimits heißt es, die Reduktion der Geschwindigkeit bringe neben mehr Verkehrssicherheit vor allem eine spür- und hörbare Lärmreduktion für die Menschen hinter den Lärmschutzwällen. Für Waiblingen sind das die Korber Höhe und das Wohngebiet südlich der Korber Straße. Anwohner bemängeln: Gleich nach den Blitzern drehen die Motoren auf, da hilft auch keine Lärmschutzwand. Von den Autofahrern habe Hesky unter anderem Unverständnis darüber erlebt, warum dort überhaupt für eine kurze Strecke Tempo 100 herrsche. Oft würde gesagt, dass „doch eh kurz danach 120 km/h“ erlaubt sei. OB Hesky glaubt: „Vermutlich wäre die 100-Stundenkilometer-Akzeptanz höher, wenn klar wäre, dass bis Winnenden 100 Stundenkilometer gilt.“

Bereits im Jahr 2012 hatte OB Hesky zum wiederholten Male beim Verkehrsministerium um eine Überprüfung gebeten, damals auf Initiative der Bürgeraktion Korber Höhe. Die Antwort: Die Strecke zwischen Waiblingen und Korb rechtfertige aus Gründen der Verkehrssicherheit kein Tempolimit auf 100 Kilometer pro Stunde. Auch die Lärmwerte lägen deutlich unter der Schwelle, heißt es in der Antwort des Verkehrsminister Hermann.

In der Gegenrichtung beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Höhe Korb übrigens 100 Stundenkilometer. Hier wird aber nicht mit dem Lärmschutz argumentiert, sondern mit der Verkehrssicherheit. Es gibt dort ein Gefälle, hinzu kommt häufiger Rückstau vom Bundesstraßenteiler.

Korb/Waiblingen.
Nachdem die Diskussion über ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf der Bundesstraße 29 in Remshalden und Weinstadt aufgekommen ist, wird jetzt auch die Debatte über eine Begrenzung auf der B 14 wieder aufgenommen.

Seit Jahren versucht die Gemeinde Korb aus Lärmschutzgründen, für das angrenzende Wohngebiet auf ihrem Abschnitt der B 14 Tempo 100 zu erwirken – jedoch ohne Erfolg. Zuletzt hatte die höhere Straßenverkehrsbehörde im

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