Waiblingen

Kreativ durch die Corona-Krise: Mit Handarbeiten die Wohnung verschönern - drei Tipps

Jule Kämpf
Jule Kämpf malt gerne - nicht nur auf Leinwand, sondern auch auf Stoff oder an Wänden. © Privat

Wer mehr Zeit zuhause verbringt, kann diese nutzen, um es sich dort noch schöner zu machen. Zum Beispiel mit selbst gemachten Bildern, Mosaiken oder Trockensträußen. Dabei entstehen nicht nur kleine Kunstwerke, Handarbeiten beruhigen auch die Nerven und helfen beim Entspannen in dieser von Unsicherheit geprägten Zeit. Doch nicht jeder kann Stricken oder Nähen. Das muss aber auch gar nicht sein. Jule Kämpf ist Dozentin an der Volkshochschule Unteres Remstal, hat eine eigene Deko-Firma in Rommelshausen und betreibt die Naturstyle-Gärtnerei in Stetten. Sie gibt Tipps, wie jeder zuhause kreativ werden kann - auch ohne Vorkenntnisse.

Wände und Gardinen gestalten

Keine speziellen Kenntnisse und keine lange Vorbereitung nötig: Malen kann jeder. Und das funktioniert nicht nur auf Papier oder Leinwand: „Aus alten Leintüchern lassen sich zum Beispiel tolle, individuelle Tischdecken oder Gardinen anfertigen“, sagt Jule Kämpf. Dafür einfach eine Plastikplane unter den Stoff legen und mit Acrylfarben Muster oder Motive aufmalen. Die Acrylfarbe übersteht laut der Expertin sogar den Schleudergang in der Waschmaschine und eignet sich deshalb auch fürs Upcycling von Kleidungsstücken: „Aus einem Fleck auf meiner Lieblingsjeans mache ich einfach mit Acrylfarbe eine Blume“, so die Deko-Spezialistin.

Wer sich traut, kann auch eine Wand in der Wohnung selbst gestalten. „Für einfache Motive wie eine Sonne oder einen Smiley muss man kein Könner sein.“ Wer unsicher sei, könne sich die Umrisse vorab mit Bleistift aufzeichnen, bevor die Farbe ins Spiel komme. Wer mit Kindern an die Wände will, kann auf Wachskreiden oder Buntstifte ausweichen, dann kann das Kunstwerk nach einiger Zeit auch wieder ganz leicht überstrichen werden. Kämpf rät, die Fantasie spielen zu lassen: Wer nicht gleich eine Wand bemalen möchte, könne zum Beispiel Steine bemalen und damit Fensterbänke oder den Balkon verschönern. Das klappt auf jeden Fall auch schon mit kleinen Kindern.

Mosaik aus Muscheln

Wer lieber klebt als malt, könnte sich an einem Mosaik versuchen: „Besonders tolle Effekte ergeben zum Beispiel die Scherben eines Spiegels oder Perlen“, sagt Jule Kämpf. Aber auch viele andere Materialien eignen sich. „Auch Bohnenschoten oder Muscheln wirken toll.“ Die Materialien werden auf eine Holzplatte geklebt und die Fugen zum Beispiel mit Acrylspachtelmasse aufgefüllt. Für eine individuelle Vase können Perlen oder Perlenschnüre auf zuvor bemalte Glasflaschen geklebt werden. So entsteht eine individuelle Dekoration für die eigene Wohnung oder ein schönes Geschenk.

Schmuck und Deko knüpfen

Ganz ohne Malen und Kleben und ebenfalls für jeden machbar: Wandschmuck oder eine Blumenampel mithilfe der Knüpftechnik Makramee herstellen. Für größere Objekte eignen sich grobe Kordeln am besten. Mit feinem Garn können auch Ketten oder Armbänder geknüpft werden. Die Knüpftechnik Makramee stammt ursprünglich aus dem Orient und verbreitete sich im Mittelalter nach Europa. Wer sich nicht mehr genau an den Werkunterricht in der Grundschule erinnert, findet im Internet viele Anleitungen, die dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen.

„Viele Techniken, die man früher einmal gelernt hat, kann man sich jetzt schnell wieder aneignen“, sagt Jule Kämpf. Das gelte zum Beispiel fürs Häkeln, aber auch für Deko-Ideen: „Warum nicht einfach einmal wieder Blumen und Blätter sammeln und trocknen oder pressen, um daraus dann schöne Sträuße oder Collagen herzustellen?“ So ist die Familie nicht nur gemeinsam kreativ, sondern kommt auch raus in die Natur.

Wer mehr Zeit zuhause verbringt, kann diese nutzen, um es sich dort noch schöner zu machen. Zum Beispiel mit selbst gemachten Bildern, Mosaiken oder Trockensträußen. Dabei entstehen nicht nur kleine Kunstwerke, Handarbeiten beruhigen auch die Nerven und helfen beim Entspannen in dieser von Unsicherheit geprägten Zeit. Doch nicht jeder kann Stricken oder Nähen. Das muss aber auch gar nicht sein. Jule Kämpf ist Dozentin an der Volkshochschule Unteres Remstal, hat eine eigene Deko-Firma in

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