Waiblingen

Kunstschule Unteres Remstal in der Corona-Zeit: Chefin Christine Lutz gegen 2G

Kunstschule
Die Kunstschule Unteres Remstal hat auch in diesem Jahr wieder ein Sommerferienprogramm angeboten – natürlich unter Pandemie-Bedingungen. © Kunstschule Unteres Remstal

Auch Kunstschulen in Baden-Württemberg dürfen nach der neuen Corona-Verordnung ein 2G-Optionsmodell einführen, sofern sie das wollen. Christine Lutz, Leiterin der Kunstschule Unteres Remstal mit Sitz in Waiblingen, lehnt allerdings ein 2G-Modell für diesen Bereich ab. „Man sollte den Zugang zu den Angeboten einer Kunstschule bestimmten Personengruppen nicht verweigern.“

Der Leiter der Musikschule Unteres Remstal, Heiko von Roth, hatte jüngst das 2G-Optionsmodell öffentlich in Erwägung gezogen - allerdings bleibt er nun nach Abstimmung mit den anderen Musikschulen im Rems-Murr-Kreis und den Vorständen bei 3G. 

Bei 2G könnten grundsätzlich nur Geimpfte und Genesene eine Einrichtung wie die Kunstschule betreten. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 wären von dieser Regel allerdings ausgenommen, ebenso Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, sowie aktuell noch Schwangere und Stillende, da die Ständige Impfkommission (Stiko) für diese Gruppen erst seit dem 10. September eine allgemeine Impfempfehlung ausspricht. Dass 2G für Christine Lutz kein Thema ist, liegt auch daran, dass es nach ihrer Auskunft an der Kunstschule keinen einzigen Lehrer gibt, der jetzt sagt, dass er nur Leute unterrichten will, die geimpft oder genesen sind.

Leiterin Christine Lutz: 2021 gab es keine Corona-Infektion an der Kunstschule

Insgesamt ist die Kunstschule gut durch die Pandemie gekommen. So hat es laut Christine Lutz in diesem Jahr keine einzige nachgewiesene Corona-Infektion im Unterricht gegeben – weder bei Lehrern noch bei Schülern. „Das lag sicher auch daran, dass wir erst wieder ab dem 7. Juni nach dem langen Lockdown geöffnet hatten. Zu dem Zeitpunkt waren die Infektionszahlen recht niedrig.“

Dass es in der Corona-Verordnung seit einigen Wochen mit der Basis-, Warn- und Alarmstufe drei Stufen gibt, die mit dem Infektionsgeschehen in den Krankenhäusern zusammenhängen, findet Christine Lutz in Ordnung. „Wenn sich die Lage verschärft, sollte auch entsprechend reagiert werden können, daher macht diese Abstufung Sinn.“

An der Kunstschule gilt 3G für Teilnehmer und Dozenten

An der Kunstschule Unteres Remstal gilt weiterhin das ständig aktualisierte Hygienekonzept, das jeweils an die aktuelle Corona-Verordnung angepasst wird. Sprich: Man muss sich die Hände waschen und desinfizieren, eine Maske tragen, den Abstand einhalten, regelmäßig lüften sowie Materialien und Flächen regelmäßig desinfizieren. Auch muss dokumentiert werden, welche Teilnehmer gekommen sind – und natürlich gilt die 3G-Regelung für Teilnehmende und Dozenten. Kommen darf nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Die Zeiten, als Online-Angebote wichtig waren und Kurse wegen des Lockdowns ausfallen mussten, sind ohnehin vorbei. „Im Moment finden alle unsere Angebote in Präsenz statt, Onlineunterricht ruht.“

Ausstellung in der Galerie Stihl Waiblingen ist noch bis 16. Januar 2022 zu sehen

Trotz der coronabedingten Unsicherheit bei den Planungen hat die Kunstschule Unteres Remstal neue Kurse, die in diesem Herbst gestartet sind. „Wir haben im Bereich Trickfilm und digitales Gestalten neue Workshops für Kinder und Jugendliche im Angebot“, betont Christine Lutz. Außerdem biete die Kunstschule zum Thema „Porträt“ einen Schwerpunkt an – auch im Hinblick auf die aktuelle Ausstellung in der Galerie Stihl Waiblingen. Diese wurde unter dem Titel „Ich. Zwischen Abbild und Neuerfindung“ am 16. Oktober eröffnet und ist noch bis 16. Januar 2022 zu sehen.

Überschaubare Gruppengrößen

Bei der Frage, ob die Kunstschule Unteres Remstal für 2022 größere Veranstaltungen plant, verweist Leiterin Christine Lutz darauf, dass man ja kein Veranstaltungshaus sei, sondern ein Seminarort. „Die Gruppengrößen unserer Workshops und Angebote waren, sind und bleiben überschaubar.“ Das heißt aber nicht, dass sich die Kunstschule nicht auch mal an einer größeren Veranstaltung beteiligt.

An „Waiblingen leuchtet“ beteiligt

Am 1. Oktober hat sie wieder bei „Waiblingen leuchtet“ mitgemacht – und die Veranstaltung lockte bekanntlich sehr viele Besucher an. Laut Leiterin Christine Lutz gab es mit Bezug auf Corona keine Probleme. Alles sei problemlos gelaufen – dank der Voranmeldung zum Workshopangebot, der Einlasskontrolle nach dem 3G-Modell und der Kontaktnachverfolgung. Wer die Lage der Kunstschule Unteres Remstal heute mit der Situation Anfang des Jahres vergleicht, sieht klar: Es ist wieder ein Stück Normalität eingekehrt.

Auch Kunstschulen in Baden-Württemberg dürfen nach der neuen Corona-Verordnung ein 2G-Optionsmodell einführen, sofern sie das wollen. Christine Lutz, Leiterin der Kunstschule Unteres Remstal mit Sitz in Waiblingen, lehnt allerdings ein 2G-Modell für diesen Bereich ab. „Man sollte den Zugang zu den Angeboten einer Kunstschule bestimmten Personengruppen nicht verweigern.“

Der Leiter der Musikschule Unteres Remstal, Heiko von Roth, hatte jüngst das 2G-Optionsmodell öffentlich in Erwägung

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