Waiblingen

Landratsamt setzt Parkkrallen bei Schuldnern ein

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Waiblingen.
Das Landratsamt will künftig Wegfahrsperren als Maßnahme zur Schuldeneintreibung einsetzen. Die Kreiskasse behält sich diese Maßnahme vor, sollte ein Schuldner nach der zweiten Mahnung und einem Hausbesuch seine Rechnung nicht beglichen haben. Grund für den Einsatz der Parkkrallen sei, dass die ausstehenden Forderungen bei der Kreiskasse des Landratsamtes in den letzten Jahren deutlich angestiegen seien.

Im äußersten Fall kann das Fahrzeug versteigert werden

Wenn Schuldner die Forderungen des Landratsamts trotz zweier Mahnungen nicht bezahlt haben, wird ein Vollstreckungsverfahren eingeleitet. Ein Mitarbeiter der Kreiskasse sucht den Schuldner dann zu Hause auf. Wenn auch das nicht dazu führt, dass der Schuldner bezahlt, sollen künftig Wegfahrsperren eingesetzt werden. 

Parkkrallen werden an einer Felge des Fahrzeugs festgespannt und dann mit einem Schloss gesichert. Damit werden die Fahrzeuge der Schuldner blockiert und gepfändet. Gegen Bezahlung der Schulden wird auch die Parkkralle entfernt. Falls der Schuldner auch nach dem Anbringen der Wegfahrsperre nicht zahlt, kann das Fahrzeug abgeschleppt und untergestellt werden. Im äußersten Fall kann das Fahrzeug sogar durch den Landkreis versteigert werden.