Waiblingen

Lebensmittel-Kontrolle bei Imbiss in Waiblingen: Geräte "zum Teil mit Fliegenexkrementen behaftet"

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Symbolfoto. © pixabay.com/funsworks

In einem Imbiss in Waiblingen haben amtliche Kontrolleure Hygieneprobleme festgestellt. Der Betrieb sei „wiederholt in einem schlechten Reinigungszustand vorgefunden“ worden. Auch lagerten dort verdorbene Lebensmittel, darunter Weißwürste, „die bereits muffig und leicht säuerlich rochen“. Die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachungsbehörde ordneten eine „sofortige Grundreinigung“ an. Außerdem wurden „Maschinen vorübergehend stillgelegt“.

Der Imbiss liegt in einem Gewerbegebiet in Waiblingen. An der Tür hing zuletzt ein Schild, wonach das Lokal „wegen Renovierung geschlossen“ ist. Der Betreiber war trotz mehrfacher Versuche nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

"Zum Teil mit Fliegenexkrementen behaftet"

Die Kontrollen durch das Landratsamt Rems-Murr haben schon im November stattgefunden. Mitte Dezember wurden die Ergebnisse in einer offiziellen Liste veröffentlicht. Dort heißt es zum Beispiel: „Der Betrieb wurde wiederholt in einem schlechten Reinigungszustand vorgefunden. Hier waren insbesondere der Mixer, Wurstschneider, Hähnchengrill und die Kaffeemaschine mit fettigen Belägen und Ablagerungen überzogen sowie zum Teil mit Fliegenexkrementen behaftet.“

Weitere Einträge nach der Kontrolle:

  • „Die elektrische Käsereibe war wiederholt mit angetrockneten und krustigen Käseresten behaftet.“
  • „Der Kühlschrankinnenraum sowie die Einlegegitter waren mit bräunlichen und gelblichen Schlieren, Flecken und Ablagerungen und Lebensmittelresten altverschmutzt. Die Kunststoffdose, in der die Eier lagerten, war mit angetrockneten Lebensmittelresten behaftet und die Eier lagerten in einer Flüssigkeitsansammlung.“
  • „In der Bedarfsgegenständeschublade lagerte zum wiederholten Mal der Gemüsehobel, der mit frischen sowie angetrockneten Lebensmittelresten und dunklen Ablagerungen behaftet war.“
  • „Im Standkühlschrank lagerten mehrere überlagerte und verdorbene Lebensmittel: a) Eine Gurke, die bereits überlagert und mit weißlichen Schimmelflecken behaftet war; b) „Eine geöffnete Verpackung mit Weißwürsten mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 24.11.2022, die bereits muffig und leicht säuerlich rochen. Es konnte nicht in Erfahrung gebracht werden, wann die Packung geöffnet wurde; (...); e) Eine geöffnete Packung mit Spätzle, bei der man das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr erkennen konnte. Die Spätzle wiesen einen abweichenden, abgestandenen Geruch auf.“
  • Zudem fiel den Kontrolleuren offenbar bei einer Nachkontrolle eine Dose mit Weichkäse in Lake auf, deren Entsorgung sie zuvor angeordnet hatten: „Im Standkühlschrank wurde die geöffnete und mit rötlichen Verfärbungen behaftete Dose mit Weichkäse in Salzlake vorgefunden, die am Vortag im Müll entsorgt wurde.“

Auch außerhalb des Kühlschranks hatten die Kontrolleure einiges zu bemängeln. Darunter der Eiswürfelbereiter: „Nach dem Öffnen war zu erkennen, dass die Wasserwanne mit gelblich-schmierigen und glibbrigen Ablagerungen und schwarzen Punkten verschmutzt war. Das darin befindliche Wasser wurde zur Eiswürfelherstellung genutzt. An der Innenwandung des Eiswürfelbereiters waren rotschmierschimmelähnliche Schlieren vorhanden.“

Im Regal wurde zudem in einem Behälter „ein Stück Roastbeef“ gefunden. „Durch die Folie war zu erkennen, dass schmierige, zum Teil weißliche Verfärbungen vorhanden waren. Nach dem Öffnen der Klarsichtfolie war ein beißender, säuerlicher, unfrischer Geruch wahrzunehmen.“

Behörden müssen über Funde informieren

Die Behörden müssen die Öffentlichkeit unter bestimmten Umständen über die Ergebnisse ihrer Kontrollen informieren, wenn der „hinreichend begründete Verdacht besteht“, dass beispielsweise gegen Vorschriften, „die dem Schutz der Endverbraucher vor Gesundheitsgefährdungen oder vor Täuschung oder der Einhaltung hygienischer Anforderungen dienen, in nicht nur unerheblichem Ausmaß oder wiederholt verstoßen worden ist und die Verhängung eines Bußgeldes von mindestens dreihundertfünfzig Euro zu erwarten ist oder eine Sanktionierung wegen einer Straftat zu erwarten ist und deswegen gemäß § 41 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten eine Abgabe an die Staatsanwaltschaft erfolgt ist“.

Dabei wird auch der Name des Lebensmittelherstellers oder Gastronomie-Betriebs genannt. Laut Lebensmittel- und Futtergesetzbuch muss die behördliche Information über diese Verstöße nach sechs Monaten wieder entfernt werden.

In einem Imbiss in Waiblingen haben amtliche Kontrolleure Hygieneprobleme festgestellt. Der Betrieb sei „wiederholt in einem schlechten Reinigungszustand vorgefunden“ worden. Auch lagerten dort verdorbene Lebensmittel, darunter Weißwürste, „die bereits muffig und leicht säuerlich rochen“. Die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachungsbehörde ordneten eine „sofortige Grundreinigung“ an. Außerdem wurden „Maschinen vorübergehend stillgelegt“.

Der Imbiss liegt in einem Gewerbegebiet in

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