Waiblingen

Leichter Umsatz-Rückgang bei Stihl

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Der Stihl-Vorstand beim internationalen Medientag (von links): Wolfgang Zahn (Entwicklung), Norbert Pick (Marketing und Vertrieb), Dr. Bertram Kandziora (Vorsitz sowie Produktion und Materialwirtschaft) und Dr. Michael Prochaska (Personal). © Büttner / ZVW

Waiblingen. Seit Jahren eilt die Stihl-Gruppe von Rekord zu Rekord. 2018 werden Währungsturbulenzen und Wetterkapriolen vermutlich einen Strich durch die Pläne für einen neuen Rekordumsatz machen. „Schon eine schwarze Null wäre ein Erfolg“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Bertram Kandziora am Dienstag bei einem internationalen Medientag in Waiblingen.



2,65 Milliarden Euro in den ersten acht Monaten des Jahres 2018 bedeuten ein Minus von 1,7 Prozent. Der Absatz von Motorsägen und -geräten ist hingegen trotz ungünstiger Witterungsbedingungen und des starken Euros leicht gestiegen. Der Wechselkurs des Dollars schlägt sich besonders negativ beim Umsatz nieder, da Stihl rund 30 Prozent seines Geschäftes in den USA macht. Mehr noch als der Dollar sind der brasilianische Real (-21 Prozent) und der argentinische Peso (-60 Prozent) gegenüber dem Euro gefallen. Die Kursturbulenzen waren das eine, die Wetterkapriolen das andere. Kurze Vegetationszeiten, insbesondere Mittel- und Westeuropa sowie Nordamerika, nach einem langen Winter und einem sehr heißen, trockenen Sommer bremsten den Absatz.

Auch im deutschen Markt gut gestartet

Gleichwohl ist der Absatz an Motorsägen und -geräten leicht gestiegen. „Mit Ausnahme von Nordamerika liegen alle Schlüsselmärkte über dem Vorjahresniveau“, sagte Bertram Kandziora. In Westeuropa waren insbesondere die Akku-Produkte gefragt, die beim Absatz einen Anteil von bis zu rund zwölf Prozent erreichen. Seit diesem Jahr werden Viking-Rasenmäher unter der Marke Stihl verkauft. Der Umsatz hat sich bei Akku-Rasenmähern mehr als verdoppelt. Dieser Erfolg zeige, dass die Umstellung der grünen Viking-Produktpalette auf die Marke Stihl die richtige Strategie sei. „Für das Jahr 2019 erwarten wir durch den Markenwechsel deutlichen Rückenwind für den Absatz“, so Kandziora. In Asien und Afrika habe Stihl den Absatz zweistellig erhöht. Auch im deutschen Markt ist Stihl eigenen Angaben zufolge gut gestartet. Sowohl bei den Benzin-Motorsägen wie auch bei den Akku-Produkten und den Robotermähern habe sich der Absatz positiv entwickelt. Die anfangs frühlingshaften und bald sommerlichen Temperaturen ließen den Absatz steigen. Die anhaltende Trockenheit jedoch schlug sich negativ nieder. Kandziora hofft nun auf günstiges Wetter im Herbst.

Traditionelle Benzingeräte bleiben ein wichtiges Standbein

Kandziora betonte, dass das Wachstum bei Akku-Produkten zwar besonders dynamisch ist. Doch auch der Absatz der benzinbetriebenen Produkte steige. „Hier zeigt sich, dass unsere traditionellen Produkte mit Benzinmotor ein wichtiges Standbein sind und langfristig bleiben werden.“

Der Umsatz des deutschen Stammhauses erhöhte sich in den ersten acht Monaten 2018 um sechs Prozent auf 804 Millionen Euro. Beschäftigt werden im Stammhaus fast 5000 Personen (4600). „Wir konnten viele offene Stellen, die wir vor allem in den Bereichen Akku, Elektronik, Connected Products und IT ausgeschrieben haben, besetzen“, sagte Kandziora: „Unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Basis des Geschäftserfolges.“


 

 

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